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Ein Liederabend in zehn Sprachen

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Autor: Heribert Baechler

Wünnewil Schon mit den ersten Klängen von Friedrich Silchers zum Volkslied gewordener «Lore-Ley» wurde klar, dass Dirigent Bernhard Pfammatter am mehrsprachigen Liederabend nicht auf Hausmannskost setzte. In der Aula der Orientierungsschule Wünnewil schuf er am Samstagabend mit seinen Interpretationen voll beseelter Innerlichkeit und feinem Gespür für inspirierende Akzente Raum zum Geniessen.

Vom slawischen …

Musik von Bélá Bartók bestimmte den ersten Konzertteil. Seine «Vier slowakischen Volkslieder» bieten eine reichhaltige Palette zur musikalischen Entfaltung. Im elegischen Hochzeitslied beeindruckten die Frauenstimmen mit ihrem kultivierten Einklang. Die Tanzlieder sprudelten in beschwingter Frische. Am Flügel erwies sich Gabriela Rüedi als mitgestaltende Begleiterin. Sie bereicherte das Programm mit slawischen Klängen von Bélá Bartók und F.X. Scharwenka. Scharwenkas «Drei polnische Nationaltänze op. 3» stehen in der Tradition von Franz Liszt und Frédéric Chopin. Die Pianistin hielt eine massvolle Balance in der freien Gestaltung der Tempi und gab den Motiven Raum zum Atmen. Mit Fahri Beqiris albanischem Volkslied «Shkoj e vij flutrim» stellte sich der Chor besonderen Anforderungen, ist uns doch der Rhythmus des Balkans fremd.

Berührende Momente schufen Kompositionen aus dem englischen Sprachraum. Es fasziniert immer wieder, wie sich der Blick auf schier unbegrenzte Weite paart mit inniger Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit. In James Erbs «Shenandoah» woben die Männerstimmen die choralartige Melodie aus dem Frauenregister mit sensiblem Belcanto weiter, bis die vereinten Stimmen in weitem Pianissimo verklangen.

… zum romanischen Kulturkreis

Im zweiten Teil präsentierte der Chor Lieder aus dem romanischen Kulturkreis. Mit Joseph Bovets «Les noces, suite chorale» erstand ein klingendes Album einer Hochzeit in dörflicher Idylle. Der Chor überzeugte in seinem Vortrag mit differenzierten Pastelltönen. Zuweilen vermisste man etwas den Griff zu den markanteren Farben. Neue Formen des musikalischen Ausdrucks überraschten in Luciano Berios «E si fussi pisci tu». Rhythmisches Schnalzen verdichtet sich zum witzigen Blubbern der Fische. So richtig zurück zu sich selbst fand Canta Sense am Schluss mit Johannes Brahms «Drei Gesänge op. 42». Das Publikum verdankte die grossartige Leistung des vielsprachigen Auftritts mit warmherzigem Applaus.

Unter der Leitung von Dirigent Bernhard Pfammatter

bot der Regionalchor Canta Sense eine beeindruckende Vielfalt an Liedern dar.Bild ae

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