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Ein Lift für die Fische

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wir befinden uns frühmorgens auf der Perolles-Staumauer. Nebelschwaden ziehen über den See, und die dunstige Morgenstimmung scheint uns ein wenig mystisch. An diesem ruhigen Ort mit dem wunderschönen Morgenerwachen werden wir sogleich in den Genuss einer Führung in die Welt der liftfahrenden Fische kommen. Wie das genau funktionieren soll, können wir uns nämlich überhaupt nicht vorstellen.

Bis zu 800 Fische gleichzeitig

Der Fischlift am Perollessee in der Stadt Freiburg wurde gebaut, weil die Fischer gemerkt haben, dass es im Perollessee plötzlich viel weniger Fische gab als früher. Aus der Not der Fischer heraus, und der Fische selber, hatten Groupe E, das Amt für Wald, Wild und Fischerei sowie die Direktion für Land- und Forstwirtschaft die Idee, den Fischlift zu bauen. Das wurde dann in die Tat umgesetzt, und im Jahr 2004 hatte Freiburg einen Fischlift aus Eisen und Beton. Dieser Fischlift befindet sich im Innern des Gebäudes, das neben der Staumauer steht. Der 17 Meter hohe und zirka sieben Meter breite Lift kann um die 500 Kilogramm tragen und transportiert im Jahr einige Tausend Fische zurück in den Perollessee. Seit dem Bau nutzen verschiedene Fischarten, wie zum Beispiel Forellen, Nasen, Äschen und Barben, den Lift und scheinen ganz glücklich dabei. Die Rekordzahl im Jahr 2012 waren 800 Fische, die aufs Mal reinschwammen und die zweiminütige Fahrt geniessen konnten.

So funktioniert der Fischlift

Der Fischlift fährt alle zwei Stunden hoch, und zwar bei Tag und Nacht. Zwischen den Jahren 2006 und 2013 wurden so zirka sechzigtausend Fische transportiert. Der Fisch­lift wird automatisch betrieben und wird durch die Turbinen der Staumauer angetrieben. Wichtig ist, dass die Fische von Frischwasser aus dem Perollessee angezogen werden. Denn nur so wissen sie, wohin sie schwimmen müssen, um in den Lift zu gelangen. Das Wasser zieht die Fische an, selbstverständlich nur dann, wenn auch Fische da sind. Nachdem die Fische im Lift sind und in der Badewanne herumschwimmen, fährt der Lift hoch. Oben angekommen, wird ein wenig Wasser in ein Röhrensystem gekippt, und anschliessend werden die Fische aus der Badewanne gekippt und mit dem Wasserstrom zurück in den Perollessee gespült. Wenn die Fische wieder runter wollen, können sie die Fisch-Rutschbahn benützen. Die Rutschbahn kann man gut sehen, wenn man über die Staumauer läuft. Das ist der Wassergraben am Ende der Staumauer, bei dem man sich fragt, wozu er wohl dienen mag. Hervé Progin, ein Ex-Mitarbeiter von Groupe E, hat uns gesagt, dass er noch nie einen Fisch auf der Rutsche beobachten konnte. Zuerst geht die Rutsche flach hinab, und dann wird es immer steiler. Deshalb bleiben die Fische nicht stecken. Auch wenn es keinen Fischlift geben würde, aussterben würden die Fische gottseidank trotzdem nicht. Das hat uns Herr Progin versichert. Uns hat dieses Wissen beruhigt, da wir wissen, dass zum Beispiel die Schiffenen-staumauer keinen Fischlift hat.

Der Fischlift wird im Winter ausgeschaltet und während den Wintermonaten gewartet und geputzt. Denn ab Oktober sind die Fische nicht mehr oft am Liftfahren, da es ihnen bereits zu kalt wird und sie im See in die Tiefe tauchen.

Vision eines autarken Fischlifts

Der problemlose Fischlift – uns interessieren dennoch ein paar Szenarien: So ein Fischlift könnte unserer Meinung nach auch mögliche Schwachstellen haben, und es könnten durchaus auch Probleme auftauchen.

Eines dieser Probleme könnte sein, dass der Lift stecken bleibt. Herr Progin erklärte uns, das sei zum Glück noch nie vorgekommen, weil die Fische sonst nicht mehr hochkämen. Auch fügte er hinzu, dass während des Transports seines Wissens noch keine Fische gestorben sind.

Da unsere Klasse oft über Energie, Energieverbrauch und Energiesparen diskutiert, haben wir uns im Klassenzimmer eine Optimierungsvision vom Fischlift vorgestellt. Der Lift am Perollessee verbraucht Energie, produziert aber keine eigene. Wie wäre es, wenn der Lift mit einem Wasserrad ausgestattet würde und damit die benötigte Energie selber produzieren könnte?

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