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Ein linker und ein rechter Sensler Grossrat treten ab

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Autor: Karin Aebischer

Freiburg Nach einer Periode als SP-Grossrat tritt Christian Marbach aus Düdingen nicht mehr zu den Grossratswahlen vom 13. November an. «Die Entscheidung ist mir sehr schwergefallen. Ich hätte gerne noch viel mehr gemacht», sagt er. Die Leitung der Düdinger Volleyballabteilung mit einem NLA-Klub habe nebst seinem Job als Lehrer jedoch ein Ausmass angenommen, das verlangte, dass er seine Ressourcen neu einteile. «Die Arbeit als Grossrat ist für mich nicht gemacht mit dem Drücken des roten oder grünen Knopfes», betont er. Die Kommissionsarbeit sei ein sehr wichtiger Teil der Arbeit, nicht weniger wichtig sei die Verbindung zur Bevölkerung, die zum Beispiel durch die Mitarbeit in verschiedenen Verbänden hergestellt werde.

Ein anderer Blickwinkel

Fünf Jahre war Christian Marbach Grossrat. «Es braucht eine gewisse Zeit, bis man sich im Ratsbetrieb zurechtfindet.» Er habe in dieser Zeit viel profitieren können. «Es entsteht ein anderer Blickwinkel als jener aus der Exekutive». Ihn habe manchmal gestört, dass bei einigen Grossräten die Partikularinteressen im Vordergrund stünden. Bei seinen Entscheidungen habe er jeweils die Überlegung angestellt, ob die Sache für den grössten Teil der Bevölkerung nötig sei, und dabei auch den Blickwinkel der weniger Privilegierten mit einbezogen. Christian Marbach findet, dass die politische Arbeit nicht an der Anzahl Vorstösse gemessen werden kann. Er selber engagierte sich vor allem in der Bildungspolitik. Er hat sich jedoch auch für den öffentlichen Verkehr stark gemacht und sich um Energiefragen gekümmert. «Der Meinungswechsel, der in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren im Parlament stattgefunden hat, ist frappant.» Auch die Zweisprachigkeit sei einen grossen Schritt weitergekommen; sie sei jedoch noch nicht am Ziel.

Nach zehn Jahren im Freiburger Kantonsparlament hat auch SVP-Grossrat Josef Binz aus St. Antoni heute seinen letzten Einsatz im Rathaus. Mit seinen 71 Jahren sei die Zeit gekommen, auf eine Wiederwahl zu verzichten, sagt er. Gerade gestern habe er einen seiner grössten Erfolge im Grossen Rat verzeichnen können, da die Motorfahrzeugsteuer nun nicht erhöht wird (siehe Text Seite 4). «Ich habe mich im Grossen Rat immer für die KMU und für weniger Staat eingesetzt», sagt der Sensler Transportunternehmer. Für die Unternehmer-Ideologie zu kämpfen sei ihm stets wichtig gewesen. «Wir brauchen im Grossen Rat mehr Gewerbetreibende, damit das unternehmerische Gedankengut mehr Gewicht hat», sagt er.

Manchmal fast zu direkt

Binz selber bezeichnet sich als Sachpolitiker und nicht als Parteipolitiker. «Ich bin manchmal fast zu direkt, das ist in der Politik auch nicht immer förderlich», sagt er schmunzelnd. Als Grossrat war er in verschiedenen Kommissionen wie zum Beispiel der Transport-, der Energie- oder der Strassenkommission. «Ich habe das Gefühl, dass ich mich gut einbringen konnte.» Gestört habe ihn jedoch, dass man als Grossrat vom Staatsrat oft vor vollendete Tatsachen gestellt werde.

Zwischendurch finde zwischen den Sensler Grossräten auch eine parteiübergreifende Zusammenarbeit statt, sagt Josef Binz. Er erinnert sich zum Beispiel an den Baustopp bei der Kantonsstrasse Plasselb– Oberschrot. Damals hätten er und Marie-Thérèse Weber-Gobet (CSP) alle Sensler Grossräte kontaktiert.

Er kenne nach zehn Jahren nun «die Finessen, auf die es ankommt», so Binz. Denn es dauere fast eine Periode, bis man wisse, wie der Karren läuft. Vor den Debatten habe er sich oft den Kopf darüber zerbrochen, wie er seine Anliegen am besten rüberbringen kann. «Denn mit Hüftschüssen kommt man nicht weit.»

Christian Marbach.Bild ae/a

Josef Binz.Bild ce/a

Zur Person

LSVA gab Anstoss zu SVP-Mitgliedschaft

Josef Binz war einer der Geschäftsinhaber der Binz AG St. Antoni. Sein Sohn Patrick hat die Transportfirma übernommen. Josef Binz war Mitglied des Verfassungsrats und als CSP-Vertreter im Gemeinderat St. Antoni. Der Kampf gegen die LSVA hat ihn zur SVP geführt. ak

Zur Person

Über 30 Jahre in der Politik engagiert

Christian Marbach arbeitet in Düdingen als OS-Lehrer und leitet die Abteilung Volleyball beim TSV Düdingen. Er war in Düdingen als Gemeinderat, Generalrat und Vizesyndic tätig. Er war auch Mitglied der konstituierenden Versammlung der Agglomeration Freiburg. ak

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