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Ein Lösungsansatz für das Heizproblem

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In den Bestrebungen der Schweiz, auf erneuerbare Energien umzusteigen, spielt die Heizung der Häuser eine wichtige Rolle. Laut Erhebungen von Energie Schweiz werden zwei Drittel des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts für das Heizen verbraucht.

Vorreiter der Fernwärme

Einen Lösungsansatz für das Heizproblem, dem das Freiburger Energieunternehmen ­Groupe E seit rund dreissig Jahren nachgeht, ist die Fernwärme. Dabei wird Wasser erhitzt und anschliessend durch ein Rohrleitungssystem zu den Kunden transportiert (siehe Kasten). Da Groupe E in den 1990er-Jahren eines der ersten Westschweizer Unternehmen war, das Fernwärme produzierte, konnte sie sich schnell etablieren. Mit ihren rund 40 Fernwärmewerken ist Groupe E heute die Hauptwärmeversorgerin der Kantone Freiburg und Neuenburg. Mittlerweile fällt die Fernwärme in den Tätigkeitsbereich des Unternehmens Groupe E Celsius – einer Tochterfirma von Groupe E, die im Jahr 2015 gegründet wurde und aus dem Zusammenschluss der Firmen Frigaz, Placad und der Ferwärmeabteilung von Groupe E entstanden ist.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts erfuhr die Fernwärmeindustrie einen grossen Aufschwung. «Dass Stromversorger heute nicht mehr wie früher ein Monopol haben, macht die Ausgangslage interessant. Die Tätigkeitsbereiche werden breiter, und es entstehen Überschneidungen, aus denen sich zum Teil Partnerschaften und gemeinsame Projekte entwickeln. Es herrscht aber ein grosser Konkurrenzkampf», sagt Iris Mende, Mediensprecherin Groupe E, im Gespräch mit den ZiG-Reportern. Allein in diesem Jahr sei deshalb die Inbetriebnahme zwei neuer Werke geplant: eines in Valbroye und eines in Vevey.

Neben vielen Vorteilen hat das Konzept der Fernwärme auch Schwachpunkte. Zum einen stellt der Wärmetransport ein Problem dar. Trotz sehr gut isolierten Leitungen ist der Wärmeverlust auf längeren Strecken gross. Fernwärme eignet sich deshalb beim heutigen Stand der Technik nur für die Beheizung dicht bebauter Gebiete.

Auf Rohstoffe angewiesen

Ebenfalls problematisch sind kurzfristige Temperatureinbrüche im Sommer. «Damit die Holzfeuerung eines Fernwärmewerkes umweltfreundlich ist, muss sie durchlaufen», erklärt Mende. Wenn sie für einen kleinen Wärmebedarf angestellt wird, bildet sich zu viel Russ. In solchen Situationen muss auf den zweiten Heizkessel zurückgegriffen werden. Zudem ist ­Groupe E auf die lokale Verfügbarkeit von Rohstoffen angewiesen. «Wenn das Holz zuerst in grossen Lastwagen weit transportiert werden muss, ist der CO2-Ausstoss beim Transport grösser als die Einsparnisse, die durch die Holzverbrennung erzielt werden», so Mende. «Das ist dann ökologisch auch nicht mehr sinnvoll.» In diesen Fällen muss das Fernwärmewerk mit Erdgas und in abgelegenen Ortschaften mit Erdöl betrieben werden.

Groupe E plant, künftig komplett ohne Erdöl zu funktionieren. Indem das Gasleitungsnetz des Kantons Freiburg ausgebaut wird, soll es möglich werden, alle Fernwärmewerke mit Erdgas zu erschliessen, falls die Versorgung mit Holz nicht möglich ist. Bezüglich ihrer Expansion konzentriert sich Groupe E primär auf Wohnsiedlungen und grössere Betriebe, wie zum Beispiel Firmen, Schulhäuser und Hallenbäder. Auf die Frage, ob Groupe E auch bei Privatkunden Werbung für Fernwärmeanschlüsse mache, antwortet Mende: «Nicht wirklich. Deshalb eine funktionierende Heizung rauszuwerfen, ist energietechnisch sinnlos und zudem für einen einzelnen Haushalt relativ teuer», so Mende.

Fernwärme

So funktioniert das nachhaltige Heizsystem

Bei einem Fernwärmewerk wird das Wärmetransportmedium Wasser im Heizkessel der Fernwärmezentrale erwärmt und durch wärmegedämmte Rohrleitungen zu den Kunden transportiert. Dort wird die Wärme mithilfe eines Wärmetauschers auf die Heizleitungen des Hauses übertragen. Für die Erwärmung des Wassers können diverse Energiequellen genutzt werden, wie zum Beispiel Abwärme von Kraftwerken oder Fabriken, die dort ausgekoppelt und durch Fernwärmeleitungen verteilt wird. Nur wenige Länder, darunter die Schweiz, koppeln Fernwärme auch aus Kernkraftwerken aus. Groupe E erzeugt ihre Wärme durch die Verbrennung von Biomasse. Holzabfälle und Altholz werden in einem Schredder zu Schnitzel verkleinert und bei Wärmebedarf im Heizkessel verbrannt. «Der Heizkessel funktioniert eigentlich wie eine sehr grosse Version eines Holzofens, wie man ihn in vielen Haushalten findet», sagt Iris Mende. Der Rauch, der bei der Verbrennung entsteht, wird durch einen Elektrofilter geleitet, damit keine gesundheitsschädlichen Gase und Partikel in die Atmosphäre gelangen. Jedes Fernwärmewerk verfügt über einen zweiten, mit Erdgas betriebenen Heizkessel als Notlösung. Nur in einigen abgelegenen Dörfern wie Treyvaux, wo aufgrund der Distanz kein Erdgas verfügbar ist, wird der zweite Heizkessel mit Erdöl betrieben.

Lara Schroeter

 

 

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