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«Ein Männerchor ist ein Kulturgut»

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Am Freitag findet in St. Antoni der traditionelle Singtreff statt. Für den Männerchor Heitenried-St. Antoni ist der Auftritt an diesem Anlass ein ganz besonderer Moment, da der Chor dieses Jahr sein 120-jähriges Bestehen ­feiert. Er ging 1898 als reformierter Männerchor Heitenried aus der damaligen reformierten Schulgemeinde hervor. Als die Schulkreise aufgelöst wurden, wurde aus ihm der Männerchor Heitenried. 1982 gab es wieder einen Namenswechsel zum Männerchor Heitenried-St. Antoni, da die meisten Mitglieder aus diesen beiden Gemeinden stammten.

In Frauenhand

Geleitet wird der Männerchor von Trudy Vonlanthen – und das schon seit mehr als 28 Jahren. «Mich fasziniert der Klang eines Männerchors immer noch, er berührt mich», sagt sie. «Es ist herrlich!», sagt sie auf die Frage, wie es ist, als Frau bei einem Männerchor den Ton anzugeben. «Es ist eine gemeinschaftliche Arbeit an Melodie und Dynamik, ein Miteinander, um zum Ziel zu kommen.» Die Proben machten viel Freude: «Die Männer sind von der ersten Sekunde voll da.» Deshalb sei sie auch nach einer anstrengenden Probe nie k.o., «sondern erfüllt und aufgestellt». Und hinterher gehe man zusammen etwas trinken, «das gehört einfach dazu».

Treue Sänger

«Wir haben es gut miteinander», sagt die Dirigentin, und Ernst Linder, seit über 50 Jahren Sänger und seit 20 Jahren Präsident, kann dem nur zustimmen. Ein guter Zusammenhalt sei wichtig für einen Verein, sagt er. Er ist sich bewusst, dass die Zukunft nicht einfach wird. Das Durchschnittsalter ist hoch: Der älteste Sänger ist 80 Jahre alt, der jüngste knapp 30 Jahre jünger. Die Mitglieder seien dem Verein sehr treu, sagt er und nennt als Beispiel das Brüderpaar Viktor (90) und Paul Vögeli (89), die über 70 Jahre im Chor mitsangen.

Es sei aber schwierig, neue Sänger zu finden. «Die Tradition, dass junge Männer mit 20 Jahren eingetreten sind und ihr Leben lang dem Chor treu blieben, ist leider vorbei», sagt Ernst Linder. Dabei wäre er beispielsweise eine gute Möglichkeit für Neuzuzüger, sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. «Für mich ist ein Männerchor zu einem Kulturgut geworden, das schützenswert ist», sagt Ernst Linder. «Wir werden deshalb alles daran setzen, es zu schützen, zu fördern und zu erneuern.» Mit dieser Hoffnung blicke er in die Zukunft.

Verstärkung geholt

Einen Versuch, neue Mitglieder zu gewinnen, machte der Chor im Jubiläumsjahr. Er hat sich nämlich Verstärkung geholt. Auf den Aufruf zur Gründung eines Projekt-Jubiläumschors haben sich einige Mitglieder aus anderen Chören gemeldet sowie einige nicht gebundene Sänger, so dass in den letzten Monaten 45 Männer im sonst 20-köpfigen Chor zusammen probten. Am Freitag wird zudem der Männerchor Düdingen-Laupen dazustossen, so dass ein Ensemble von gegen 70 Singstimmen ertönen wird.

Der Chor hat im Laufe der Zeit ein grosses Repertoire einstudiert. Jedes Jahr werden vier bis fünf neue Lieder gelernt und ebensoviele in die Schublade gelegt. «Wir singen vor allem Volkslieder, Kirchenlieder, Schlager, einfache Klassik und Jodellieder», erklärt Ernst Linder. Für das Jubiläum hat der Chor ein paar dieser alten Lieder aufgefrischt.

CD zum Jubiläum

Damit der besondere Moment nachwirkt, wird der Auftritt der Männerchöre und der anderen Teilnehmer des Singtreffs aufgenommen. So erinnert später eine CD an das Jubiläum. Der Verein feiert das 120-jährige Bestehen das ganze Jahr über. Bereits im Ja­nuar hat er am traditionellen Unterhaltungsabend ein paar Lieder mehr als sonst zum Besten gegeben. Im Herbst folgt ein Vereinsausflug. Das Jahresprogramm umfasst zudem Auftritte in der Kirche und in Pflegeheimen.

Vorschau

Zwölfter Singtreff in St. Antoni

Der Männerchor Heitenried-St. Antoni feiert sein 120-jährige Bestehen am Singtreff vom Freitag. Dieser Anlass wird zum zwölften Mal vom Verein Netzwerk Sense, bäuerliche und private Haushalthilfe organisiert. Neben dem Männerchor sind verschiedene andere Formationen aus dem Sensebezirk und die Solojodlerin Ruth Krebs zu Gast. Das Programm umfasst traditionelle bis moderne sowie geistliche bis klassische Chorgesang-Werke. Besucher und Mitwirkende sind anschliessend zum gemütlichen Beisammensein ins katholische Pfarreizentrum eingeladen. Die Kollekte des Konzerts und der Erlös aus dem Verkauf im Pfarreizentrum sind vollumfänglich für den Verein bestimmt.

im

 

St. Antoni, reformierte Kirche. Fr., 15. Juni, 20 Uhr.

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