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Ein Monument des Betonbaus

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Von 1939 bis 1941 entstand auf dem Gelände des früheren Friedhofs Miséricorde in der Stadt Freiburg das gleichnamige Universitätsgebäude. Der monumentale Stahlbetonbau war für jene Zeit ein Wagnis: «Man hatte gerade erst angefangen, für repräsentative Bauten den Baustoff Beton zu verwenden», sagte Lisa-Marie Wittler vom kantonalen Amt für Kulturgüter am Wochenende anlässlich der Führungen zum Europäischen Tag des Denkmals.

Hinter dem Wagnis stand der Architekt Denis Honegger. Dass er den Auftrag für den Bau der Universität überhaupt erhielt, war jedoch nicht selbstverständlich, wie Lisa-Marie Wittler erklärte. Der Architekturwettbewerb hatte sich nämlich ausdrücklich an ortsansässige Architekten gerichtet. Honegger aber war Zürcher und lebte in Paris. Seinen Entwurf hatte er anonym eingereicht–parallel zu einem Entwurf, den er zusammen mit dem Freiburger Architekten Fernand Dumas, für den er arbeitete, signiert hatte. Das Rennen machte seine anonyme Eingabe; ausgeführt haben Honegger und Dumas den Bau schliesslich doch gemeinsam.

Freier Blick auf die Stadt

Als die Fakultäten der Geisteswissenschaften 1941 das Gebäude bezogen, hatte dieses noch nicht die heutigen Dimensionen. Es bestanden damals erst die Hauptachse mit der Aula Magna, der Ehrenhalle und den Verwaltungsräumen, der Seminarflügel mit der Kapelle und dem Musikpavillon und der Vorlesungstrakt im Südosten. Der Anbau an den Vorlesungstrakt und der Bau der Bürogalerie folgten erst in den Siebzigerjahren.

«In seiner ursprünglichen Form korrespondierte das Gebäude ganz anders mit der Stadt als heute», führte Lisa-Marie Wittler aus. Honegger habe Wert darauf gelegt, dass man von der ganzen Universität aus freien Blick auf die Stadt gehabt habe. Die von Le Corbusier inspirierten versetzten Flügel hätten dies möglich gemacht.

Luftiger Beton

Eine Ahnung von diesem Blick auf die Stadt erhielten die Besucherinnen und Besucher am Wochenende beim Gang auf die Dachterrasse oberhalb der Kapelle, die üblicherweise aus Sicherheitsgründen geschlossen ist. Auch sonst ermöglichte die Führung neue, ungewohnte Blicke auf die Universität. So erkennt man, wenn man darauf achtet, in der ganzen Anlage Honeggers architektonischen Umgang mit Übergängen: Die repräsentativen, öffentlichen Räume sind einladend offen und intuitiv zugänglich, während Seminar- oder Büroräume durch den Einsatz von Treppen oder engeren Gängen eher abgeschieden sind.

Wie leicht und luftig Beton wirken kann, zeigt sich etwa in der Aula Magna oder im ähnlich konstruierten Musikpavillon: Geschickt arbeitete Honegger hier mit nach innen versetzten tragenden Säulen und durch Betonmasswerk erzeugten Lichteffekten. Ein wahres Bijou ist die Universitätskapelle mit ihrer weitgehend originalen Ausstattung: «Sie wirkt wie eine kleine Schatzkiste», so Lisa-Marie Wittler.

 

Bilanz: Mehr als 3000 Personen sind gekommen

Ungefähr 3100 Besucherinnen und Besucher hat das kantonale Amt für Kulturgüter an den sechs Orten gezählt, die im Rahmen der Denkmaltage offen standen. Das sind rund 300 Personen mehr als 2011 und dies, obwohl das Programm weniger umfangreich war. «Wir mussten uns dieses Jahr etwas zurückhalten, weil unser Amt wegen des bevorstehenden Umzugs stark be-lastet ist», erklärte Anne-Catherine Page, Verantwortliche der Denkmaltage im Kanton Freiburg. Dass der Besucher-ansturm trotzdem so gross war, ist vor allem der Staumauer Rossens zu verdanken, die allein 2000 Interessierte angelockt hat. Die übrigen Angebote waren laut Page mit 200 bis 250 Personen alle ähnlich gut besucht. Nebst der Universität Miséricorde und der Staumauer Rossens standen das Reyff-Haus im Freiburger Auquartier, der Schlosskerker von Châtel-St-Denis, der Steinbruch Villarlod und das Römermuseum Vallon zur Wahl. Die nächsten Denkmaltage finden am 7. und 8. September 2013 zum Thema «Feuer, Licht und Energie» statt. cs

 

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