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Ein mysteriöser Fall von Antibiotika in Kuhmilch im Sense-Oberland

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Autor: karin aebischer

Der Pächter der «Gassera» in Schwarzsee, Paul Boschung, und sein Bruder, der Stallchef Moritz Boschung, haben sich ein teures Milch-Testgerät angeschafft. Dies, nachdem die Milch ihrer Kühe positiv auf Antibiotika getestet worden war. «Sonst könnten wir nachts nicht mehr schlafen und unsere Milch nicht mehr mit gutem Gewissen abgeben», sagt Moritz Boschung. Doch wie ist es so weit gekommen?

Am Sonntag, dem 8. Juni, wurde Paul Boschung von der Cremo AG benachrichtigt, dass seine Milch Spuren von Antibiotika aufweise. Noch am selben Abend liess er von allen Kühen Milchproben nehmen und diese bei der Cremo AG testen. Am Montagmorgen dann der Befund: Sieben von 44 Kühen sind positiv auf Antibiotika getestet worden.

Paul und Moritz Boschung konnten sich dies nicht erklären. Noch am selben Tag reichten sie Strafklage gegen Unbekannt ein wegen «Verabreichung von Antibiotikum an Milchkühe» und eine weitere wegen Verleumdung gegen den Käsermeister der Käserei Bühl in Oberschrot, Yvan Aeby. Wieso wegen Verleumdung?

Nach Streit zu Cremo AG

Paul Boschung hatte seine Milch bis zum Samstag, dem 7. Juni, in der Käserei Bühl abgeliefert. Am Vortag hatte er sich jedoch mit dem Käsermeister Yvan Aeby zerstritten, worauf dieser ihm gesagt habe, er nehme nur noch einen kleinen Teil seiner Milch entgegen. Daraufhin nahm Paul Boschung mit der Cremo AG Kontakt auf und konnte bereits am Samstagmorgen seine Milch bei der Annahmestelle der Cremo in Plaffeien abliefern.

Wie Moritz Boschung weiter erklärt, habe Yvan Aeby am Freitag anhand der Käseproduktion im Bühl gemerkt, dass etwas mit der Milch nicht stimme. Er konnte gemäss Boschung jedoch keine Einzelproben der Milch machen, da das Testgerät defekt gewesen war.

«Ohne dass er eine Probe von unserer Milch besass, da wir ja bereits am Samstagmorgen der Cremo lieferten, hat Yvan Aeby am Samstag herumerzählt, dass das Antibiotikum in seiner Gesamtprobe von Paul stamme», so Moritz Boschung.

«So etwas ist sehr rufschädigend. Ich melke seit 1989 und hatte noch nie Probleme», sagt Paul Boschung. Deshalb erschloss er sich zur Strafklage. Seither hat er nichts mehr von Yvan Aeby gehört.

Dieser erklärte gegenüber den FN, dass er als Käsermeister dazu befugt ist, auch manuell Milchproben zu entnehmen. Dies habe er getan und die Proben im Labor von Grangeneuve untersuchen lassen. «Das ist mein Beweismaterial, dass die Milch von Paul Boschung Antibiotika enthalten hat», sagt Yvan Aeby. Der Schaden der Käseproduktion belaufe sich auf 12 000 Franken.

Mit Spritzen in das Euter

Wer genau ihren Tieren Antibiotikum verabreicht hat, können sich die Gebrüder Boschung nicht erklären. «Ich vermute, dass jemand das Antibiotikum mit Plastikspritzen direkt in die Zitzen des Euters gespritzt hat», hält Paul Boschung fest. Verdächtig dünkt ihn, dass gleich die fünf ersten Kühe beim Stalleingang Antibiotikaspuren aufweisen. «Wir hoffen, dass der Untersuchungsrichter Klarheit schafft und die Wahrheit ans Tageslicht bringt», betont Moritz Boschung.

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