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Ein Nekrolog, die Waldenser und ein Festakt aus doppeltem Grund

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Es ist ein besonderes Jubiläum, das der Deutsche Geschichtsforschende Verein des Kantons Freiburg feiert. Dieses Jahr erscheint ihr Band Freiburger Geschichtsblätter zum 100. Mal. Was das bedeutet, erklären die Präsidentin Kathrin Utz Tremp und ihr Gatte Ernst Tremp. 

«Geschichte zum Anfassen» ist das Motto der diesjährigen Ausgabe der Freiburger Geschichtsblätter. Damit ist aber nicht unbedingt «anfassen» im wörtlichen Sinn gemeint, wie die Historikerin Kathrin Utz Tremp erklärt. «Geschichte ist für die meisten Menschen viel greifbarer, wenn sie von hier ist», so Utz Tremp. Die Freiburger Geschichtsblätter 2023 machen also eigentlich nichts anderes als das, was schon seit jeher ihr Erfolgsrezept sei: Lokal-, Regional- und Landesgeschichte. 

Dass trotzdem alles ein wenig besonders ist an dieser Ausgabe, verrät schon ein Blick auf den Umschlag. Dort prangt die stolze Nummer 100 in Gold. Die Freiburger Geschichtsblätter feiern ihre 100. Ausgabe im Jahr 2023, der dazugehörige Deutsche Geschichtsforschende Verein des Kantons Freiburg feiert allerdings bereits sein 130. Jubiläum. 

«Zwischenzeitlich erschienen die Freiburger Geschichtsblätter nicht ganz alle Jahre, erst seit 1989 erscheinen sie jedes Jahr», erklärt Ernst Tremp diesen Umstand. Tremp war von 1987 bis 2001 Präsident des Vereins. Mittlerweile hat dieses Amt Petra Zimmer inne. Gemeinsam mit Hubertus von Gemmingen ist Utz Tremp seit 2010 für die Redaktion der Geschichtsblätter verantwortlich. Der 100. Band ist für sie noch aus einem anderen Grund bedeutungsschwer. 

Letzter Band für Utz Tremp

«Der 100. Band wird der letzte gemeinsame Band von Hubertus und mir sein», erklärt sie. Im Frühling wird Juri Auderset übernehmen. «Mit dem 100. Band aufzuhören, ist doch auch etwas Schönes», sagt Utz Tremp. Und weiter:

Jetzt ist es Zeit, dass die Jungen die Sache in die Hand nehmen.

Kathrin Utz Tremp
Co-Schriftleiterin Freiburger Geschichtsblätter

«Freiburg ist ein dankbares Pflaster für Historikerinnen und Historiker», sagt die im Kanton Bern aufgewachsene Utz Tremp. Besonders wichtig sei für die Freiburger Geschichtsblätter die Verbindung von Akademikerinnen, Akademikern und Laien. «Die Beiträge sollen zugänglich sein und Spass machen. Natürlich müssen sie wissenschaftlich trotzdem korrekt sein», so Utz Tremp.

Waldenser, Nekrolog, Office du Livre

Mit ihrem Beitrag in der diesjährigen Ausgabe will Utz Tremp ihre Forschung zu den Waldensern von Freiburg abschliessen. «Es geht darin um die Prozesse in den Jahren 1399 und 1430», sagt sie. Der Prozess im Jahr 1399 hat schliesslich mit einem kollektiven Freispruch geendet, der im Jahr 1430 mit Verurteilungen. «Ich wollte schon immer eine sozialgeschichtliche Untersuchung machen, warum der eine Prozess stattfand, der andere aber nicht.»

Ihr Gatte widmet seinen Beitrag der Abtei Humilimont. Das mittlerweile in Vergessenheit geratene Kloster florierte vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, wie Tremp erklärt. «Als das Kloster aufgehoben wurde, landete eine Pergamenthandschrift, die Nekrolog oder Totenbuch genannt wurde, im Staatsarchiv», so Tremp. Letztes Jahr habe er gemeinsam mit seiner Frau das Nekrolog editiert und ausgewertet. Viele Mitglieder des Klosters von den Jahren 1138 bis 1570 und ihre Wohltäter sind dort aufgezeichnet. Besonders spannend: «Aus dem Nekrolog können wir entnehmen, dass das Kloster Humilimont eigentlich ein Doppelkloster war», sagt Tremp. Denn darin finden sich auch Frauennamen. «Wir gehen davon aus, dass das Frauenkloster später nach Posat wegverlegt wurde», sagt er. Das einzige Zeugnis von dieser Tatsache ist das Nekrolog. 

Besonders am Herzen liegt Utz Tremp ausserdem der Beitrag von Hubertus von Gemmingen. Darin gibt dieser Einblicke in den ehemaligen Kunstbuchverlag Office du Livre, in dem er selbst von 1978 bis zur Schliessung des Unternehmens tätig war. 

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