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Ein Neubau für die Turnhalle Cormanon?

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Knapp 7,5 Millionen Franken hat der Generalrat von Villars-sur-Glâne im März 2015 und im Oktober 2014 für die Renovierung der Primarschule Cormanon gesprochen. Das 50 Jahre alte Gebäude braucht unter anderem eine Erneuerung von Fassaden und Dächern, eine Asbestsanierung und eine neue Isolation. Am Donnerstagabend nun sollte der Generalrat über einen happigen Zusatzkredit abstimmen: vier Millionen Franken für den Abriss und den Neubau des Nordflügels mit Turnhalle, Bibliothek und Abwartwohnung.

Der Gemeinderat hatte den Kreditantrag gestellt, weil sich im Verlaufe der architektonischen Abklärungen herausgestellt hatte, dass die Mauern der Turnhalle nicht stark genug sind, um den vorgesehenen neuen Dachstuhl zu tragen. Zudem gelte es, die gesetzlichen Vorschriften zur Erdbebensicherheit einzuhalten, die bei einer solchen Renovierung unumgänglich seien, heisst es in der Botschaft des Gemeinderates. Angesichts der neuen Situation gebe es nur zwei Möglichkeiten: eine Verstärkung der Fassade oder einen Neubau. Der Neubau sei zwar teurer, habe aber den Vorteil, dass man den ganzen Gebäudeflügel und speziell die Turnhalle den heutigen Bedürfnissen anpassen könne.

Abgespeckte Vorlage

In der Generalratsversammlung vom Donnerstag wurde indessen rasch klar, dass die Parlamentarier die geforderten vier Millionen Franken nicht einfach so durchwinken wollten. Die Botschaft des Gemeinderates sei lückenhaft, es fehlten wichtige Informationen, und man fühle sich vor vollendete Tatsachen gestellt, so der Tenor. Zwar habe der Gemeinderat in letzter Minute noch zusätzliche Dokumente geliefert, doch es seien immer noch Fragen offen, sagte Thomas Marthaler (SP), Präsident der Finanzkommission. Unter diesen Umständen sehe sich die Finanzkommission nicht in der Lage, alle finanziellen Folgen einzuschätzen; sie könne die Vorlage darum nicht gutheissen.

Auch die Sprecher der Fraktionen kritisierten durchwegs, dass die Botschaft viele Fragen unbeantwortet lasse. SP, CSP und Grüne sprachen sich aber trotzdem für eine Annahme aus, im Gegensatz zu CVP und FDP. Eine praktische Lösung schlug schliesslich FDP-Sprecher François Grangier vor: Man solle doch nur über den Betrag abstimmen, der für die Weiterführung der architektonischen Abklärungen notwendig sei. Auf dieser Basis könne der Gemeinderat dann eine neue Botschaft ausarbeiten und dem Generalrat den restlichen Kredit noch einmal vorlegen. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat zu und änderte seinen Kreditantrag ab: auf 440 000 Franken für die Fertigstellung der architektonischen Machbarkeitsstudie. Bis auf eine Enthaltung sagten dazu schliesslich alle versammelten Generalräte Ja.

Gemeinderat ist zufrieden

Mit der neuen Lösung zeigte sich der für die Bauten zuständige Gemeinderat Pierre-Emmanuel Carrel (CVP) gegenüber den FN zufrieden. Der Gemeinderat sei sich über die Mängel seiner Vorlage im Klaren gewesen: «Die Botschaft ist im Sommer entstanden, als viele Leute in den Ferien waren. Doch die neuen Erkenntnisse zwangen uns, zu handeln, und wir wollten den Kredit so schnell wie möglich zur Abstimmung bringen.» Mit der nun beschlossenen Aufteilung ändere sich nicht viel: «Die Architekten werden wie geplant weiterarbeiten, und die Bauarbeiten hätten sowieso nicht vor Abschluss ihrer Studien begonnen.» Über den Betrag für den Abriss und den Neubau wird der Generalrat nun im Februar entscheiden.

Massnahmen: Die Turnhalle ist geschlossen

D er Gemeinderat hat auf die neuen Erkenntnisse über den baulichen Zustand des Nordflügels des Schulhauses Cormanon reagiert: Der Dachstuhl der Eingangshalle wurde mit Stützbalken versehen, und die Turnhalle ist vorsorglich geschlossen. «Wir wollen kein Risiko eingehen», so Gemeinderat Pierre-Emmanuel Carrel. Der Sportunterricht findet nun im Dojo statt, und die Sportvereine, welche die Cormanon-Halle nutzten, wurden auf die anderen Turnhallen der Gemeinde verteilt. Die Mehrzweckhalle des Schulhauses, die sich unter der Turnhalle befindet, ist von den Sicherheitsrisiken und dem geplanten Abriss nicht betroffen. cs

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