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Ein neuer Spielplatz für Heitenried

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«Meine Kinder fragen mich regelmässig, wann der neue Spielplatz kommt», sagte ein Vater während der Gemeindeversammlung in Heitenried am Donnerstagabend. «Ich möchte Ihnen morgen nicht sagen müssen, dass sie noch länger warten müssen.» Der Vater und seine Kinder dürften zufrieden sein: Die Gemeindeversammlung stimmte mit 47 zu sechs Stimmen für die Sanierung des Spielplatzes beim Schulhaus sowie des Fussballplatzes.

Dringend nötig

Dass die Sanierung nötig ist, war an der Versammlung nicht umstritten. «Der Spielplatz entspricht nicht mehr den Sicherheitsanforderungen», sagte Gemeinderat Michel Zahno, zuständig für das Bauwesen, gemeindeeigene Bauten und Anlagen sowie die Raumplanung. «Die Gummimatten unter den Geräten sind hart geworden und haben Risse, das ist gefährlich.» Er fügte hinzu: «In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder Reparaturen vorgenommen, doch es bleibt ein Gebastel.» Auch der Fussballplatz bei der Arena sei in einem schlechten Zustand, weil er sehr häufig benutzt werde. Vor einigen Jahren wurde deshalb ein Rasenteppich vor dem Tor angebracht. Das sei jedoch keine ideale Lösung, weil er mit Eisen befestigt werden müsse, erklärte Zahno.

Er präsentierte der Gemeindeversammlung ein Projekt, das sowohl den Fussball- als auch den Spielplatz langfristig erhalten soll. Beim Fussballplatz soll ein extra robuster Kunstrasen eingebaut werden. Der Spielplatz soll komplett neu gestaltet werden. Einzig die Wippe und der Turm mit der Rutschbahn werden gemäss Zahnos Vorschlag bestehen bleiben. Ein zweiter Turm mit einer Verbindung zum ersten soll gebaut werden, dazu ein drehbarer Kletterbaum und eine Doppelschaukel. Zudem soll es neue Hecken und Sitzmöglichkeiten geben sowie ein neuer Zugangsweg, so dass der Spielplatz für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen besser zugänglich wird. Darüber hinaus müssen Stützmauern erneuert werden.

Weil der Spielplatz in einem schwierigen Gelände am Hang liege, sei die Ausführung nicht ganz einfach und deshalb teuer, erklärte Zahno. Das Kreditbegehren für beide Projekte beträgt 370 000 Franken.

«Überrissen»

Zu teuer, fanden einige der Anwesenden. Ein Bürger bezeichnete das Projekt als «überrissen». Er erinnerte daran, dass der Spielplatz in den frühen 1980er-Jahren von Eltern und dem Arbeiterverein im Frondienst aufgebaut worden sei. Von der Gemeinde habe es damals kein Geld gegeben. «Mir ist klar, dass so etwas heute nicht mehr möglich ist. Aber der Preis scheint mir trotzdem zu hoch.» Insbesondere, weil der am gleichen Abend präsentierte Finanzplan für die kommenden Jahre eine Verschuldung vorsehe und die Finanzkommission eine vorsichtige Prüfung der Ausgaben fordere.

Zahno entgegnete, die heutigen Sicherheitsrichtlinien verlangten, dass eine Sanierung professionell angegangen werde, und das koste. «Die Zeiten haben sich geändert.» Sein Gemeinderatskollege David Rauber, der zuständig für Bildung Sport und Kultur ist, fügte an: «Wir haben eine Verantwortung für die Sicherheit der Kinder.» Er erinnerte daran, dass bei Unfällen die Gemeinde ­hafte.

Roland Schwab von der Finanzkommission versicherte, die vorgeschlagene Sanierung sei keine «Luxusvariante», die Kommission habe sie geprüft und empfehle sie zur Annahme. Gemeindepräsident Werthmüller fügte an, dass die Sanierung öffentlich ausgeschrieben werde und es gut möglich sei, dass die Kosten im Endeffekt tiefer ausfielen.

Ein anderer Bürger regte an, am Spielplatz beim Schulhaus nur die nötigsten Reparaturen vorzunehmen und stattdessen beim Schlossgarten einen neuen zu bauen: «Dort ist das Gelände eben. Das wäre ein schöner Begegnungsort für Jung und Alt.» Gemeinderat Rauber entgegnete, ein alternativer Standort sei geprüft worden, aber der Spielplatz werde hauptsächlich von den Schülerinnen und Schülern als Pausenplatz genutzt, und die dürften während der Unterrichtszeiten das Schulgelände nicht verlassen.

Die Idee für eine Neugestaltung kam ursprünglichen von den Kindern und Eltern. Bereits vor einigen Jahren gab es einen Ideenwettbewerb. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch wegen des Umbaus des Schulhauses Pfandmatta in ein Mehrzweckgebäude, wie David Rauber erklärte. Nun sei es an der Zeit, die Spielplatz-Sanierung endlich anzugehen.

Andere Geschäfte

Knappes Ja zu einer Studie für Tempo-30-Zonen in Quartieren

Die Gemeindeversammlung hatte dem Heitenrieder Gemeinderat im Mai den Antrag eines Bürgers überwiesen, der ein Konzept zur Einführung von Tempo 30 in den Quartieren forderte. Der zuständige Vize-Ammann Walter Maurer stellte am Donnerstagabend den ersten Schritt dazu vor: «Heute geht es noch nicht um konkrete Massnahmen, sondern um einen Planungskredit.» Dieser sei nötig für die Vorprüfung durch den Kanton, danach könnten Massnahmen ausgearbeitet werden. Der Gemeinderat legte der Gemeindeversammlung zwei Planungskredite vor: einen zur Einführung von Tempo 30 auf Quartier- und Nebenstrassen und einen zur Verkehrsberuhigung entlang der Hauptstrasse.

War der Antrag des Bürgers im Mai noch mit einer grossen Mehrheit überwiesen worden, so waren die Planungskredite umstritten. Die Bewohner der Weiler Wiler vor Holz und Selgiswil fühlten sich benachteiligt. «Mit 50 Kilometern pro Stunde durch einen Weiler zu fahren, ist lebensgefährlich», sagte einer. Maurer bekräftigte, man werde auch die Situation in den Weilern anschauen. Ein Bürger warf daraufhin ein, dass dadurch hohe Kosten entstehen könnten. «Jeder will vor seiner Haustüre eine Tempolimit, da verbauen wir am Schluss Millionen.» Die Abstimmungsresultate waren denn auch knapp: 27 Anwesende sagten Ja zur Studie für die Tempo-30-Zonen, 25  sagten Nein. Die Studie für die Verkehrsberuhigung entlang der Hauptstrasse wurde mit 34 Nein- zu 18 Ja-Stimmen abgelehnt.

Voranschlag angenommen

Einig war sich die Gemeindeversammlung beim Voranschlag 2019: Dieser wurde einstimmig angenommen. Er sieht einen leichten Gewinn von 4840 Franken vor; dies bei einem Aufwand von 4,675 Millionen Franken und einem Ertrag von knapp 4,680 Millionen Franken.

nas

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