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Ein neuer Trainer für die Stadtverwaltung

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Bruno Bandi trat am 1. Juli die Nachfolge des Murtner Stadtschreibers Urs Höchner an. Der Fräschelser führt seit rund 100 Tagen die Verwaltung des Bezirkshauptortes und hat sich gut eingelebt, wie er im FN-Interview sagt.

 

 Was ist Ihnen von Ihren ersten 100 Tagen im Amt als Stadtschreiber in besonderer Erinnerung geblieben?

Die Kultur. Es war für mich ein Kulturwechsel, und die Kultur der Stadtverwaltung von Murten kennenzulernen, ist spannend und angenehm. Es ist also kein einzelnes Ereignis oder Erlebnis, sondern es sind viele verschiedene Situationen, welche als Gesamtheit meine ersten 100 Tage geprägt haben.

 

 Sie waren bisher «nur» stellvertretender Gemeindeschreiber von Lyss. Wie schwierig war der Wechsel nach Murten?

Nicht sehr. Ich hatte in Lyss meine eigenen Bereiche, die ich autonom geführt habe, beispielsweise das Sekretariat des Gemeindeparlamentes. Das hat mir Sicherheit gegeben. Ich habe in verschiedenen Funktionen in Gemeinde- und Stadtverwaltungen gearbeitet. Zum Beispiel habe ich mit Tourismusbüros zusammengearbeitet; eine Aufgabe, die ich auch hier habe. Neu war für mich der Kanton Freiburg als Arbeitsort. Die Aufgaben sind zwar in jeder Gemeindeverwaltung die gleichen, aber die Vorgaben, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, sind verschieden. Ich habe mich in diesen drei Monaten intensiv eingearbeitet und viel gelernt.

 

 Sie haben eine Vielzahl von Dossiers zu betreuen. Haben Sie gerne alles im Griff?

Die Verwaltung von Murten ist von den Aufgabengebieten her recht komplex. Beispielsweise ist es nicht einfach, die Ansprüche von Akteuren wie den Einwohnern und dem Gewerbe oder dem Tourismus unter einen Hut zu bringen, zum Beispiel die Bewilligungsverfahren mit all den Veranstaltungen. Jemand muss entscheiden. Ohne Stadtschreiber wird es nicht gehen. Da bin ich auch froh, denn so macht meine Arbeit ja auch Sinn.

Urs Höchner hatte das Amt 24 Jahre lang inne. Wie schwierig gestaltet sich der Übergang zu Ihnen?

Ich vergleiche das mit einer Fussballmannschaft. Manchmal gibt es Trainerwechsel. Die Situation hier ist insofern speziell, weil das Team mit mir einen neuen Trainer erhalten hat, aber der frühere Trainer noch als Assistenztrainer fungiert. Ich führe sämtliche Dossiers selbstständig. Es gibt keine Übergangsphase. Ich lebe meinen Führungsstil und meine Arbeitsweise. Ich bin derjenige, der sagt: Wir haben hier an einem Ort mit hoher Lebensqualität eine funktionierende Verwaltung, die eine interessante Partnerin für andere Organisationen ist. Man hat vieles richtig gemacht, und ich reisse deshalb sicher nicht das Ruder herum. Aber natürlich gibt es in der Organisation und im Ablauf noch einige kleine Schrauben, an denen ich drehen muss, was ich zunehmend tue. Man soll ja auch merken, dass ein neuer Chef da ist.

 

 Wie funktioniert der Austausch mit dem Gemeinderat, der die strategischen Geschicke der Stadt lenkt?

Der Gemeinderat ist das strategische Führungsorgan. Es ist nun interessant zu sehen, in welche Richtung diese Führung geht. Es gibt viele Projekte, die weitergeführt und abgeschlossen werden müssen. Ich wurde rasch akzeptiert. Der Gemeinderat berücksichtigt meine Anregungen und Wünsche. Er merkt, was ich für Vorstellungen habe und was er von mir erwarten darf. Wir haben eine gute Vertrauensbasis aufgebaut. Es stehen jedoch Wahlen an, und das Team bildet sich neu, ich erhalte neue Partner. Ich weiss nicht, wer es sein wird. Es ist aber einfacher, wenn man so eine Aufgabe am Ende einer Legislatur übernehmen und mit einem neuen Team in die nächste Amtszeit starten kann. Wir werden eine Klausursitzung abhalten und die Rahmenbedingungen unserer Zusammenarbeit neu definieren. Ich werde mich dabei intensiv einbringen. Die Wahlen sind eine Chance, in einer neuen Legislatur das eine oder andere anzuregen und zu ändern. Ich stehe auch in einem fruchtbaren Austausch mit dem Parlament.

 

 Wie haben die Murtner Sie aufgenommen?

Ich habe gute Erfahrungen gemacht. Die Murtner haben mich freundlich und offen aufgenommen. Man hört ab und zu, sie seien eigen und stolz. Doch gerade für die jüngeren Generationen kann ich das nicht bestätigen. Es ist eine Freude da, man zelebriert das Zusammenleben. Natürlich gibt es die eine oder andere Diskussion, vielleicht mal einen Konflikt, doch diese werden konstruktiv angegangen. Es ist eine hohe Toleranz und Akzeptanz da. Die Murtner schätzen unser Angebot, auch wenn unsere Arbeit manchmal auch als Belastung wahrgenommen wird. Es ist vielleicht etwas früh. Man muss das über eine längere Zeit hinweg betrachten und bewerten.

 

 Welche Ziele haben Sie für sich und Ihre Arbeit gesetzt?

Wichtig ist mir, dass die Stadtverwaltung als Dienstleistungsbetrieb wahrgenommen wird, der für die Bürgerinnen und Bürger da ist. Wir stehen in ihrem «Dienst». Das ist zwar ein furchtbares Wort, für mich aber zentral. Ich möchte über die Geschäftsleitung Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass wir bürgernahe Dienstleistungen anbieten, einen guten Dialog mit unseren Partnern finden und als kompetente Partner wahrgenommen werden. Es ist mir wichtig, dass sich Murten weiterentwickelt, auch wenn es hier schon fast perfekt ist.

Zur Person

Bruno Bandi, Stadtschreiber

Bruno Bandi, 34, hat nach einer kaufmännischen Ausbildung ein bernisches Gemeindeschreiberdiplom erworben und wohnt mit seiner Familie in Fräschels. Er arbeitete unter anderem als AHV-Zweigstellenleiter in Brienz und als stellvertretender Gemeindeschreiber in Lyss. Zuletzt war er beim Bernischen Wirtschaftsamt Personalberater.fca

 

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