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Ein neuer Verein will Erinnerungen und Lebensgeschichten bewahren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

FreiburgAussergewöhnliche Lebensgeschichten, handwerkliches Wissen oder die Erinnerungen eines Hundertjährigen: All das interessiert den Verein «Histoires d’ici», der Ende 2007 gegründet wurde und der sich am Mittwoch den Medien vorstellte. Ziel des Vereins ist, dieses Kulturerbe zu bewahren, aufzubereiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zentral ist dabei die Zusammenarbeit mit der Kantons- und Universitätsbibliothek (Kub) Freiburg: Diese wird «Histoires d’ici» einen Raum zur Verfügung stellen, in dem die gesammelten Erinnerungen aufbewahrt und eingesehen werden können. Zudem werden die Dokumente in die Kataloge der Kub aufgenommen.

Interesse zeigte ebenfalls die Loterie romande, welche die Gründung von «Histoires d’ici» mit einer Startsubvention von 8000 Franken unterstützt hat.

Zum Schreiben anregen

Der neue Verein sei keine Konkurrenz zu bestehenden Archiven, betonte Vorstandsmitglied Catherine Schmutz-Brun. «Bei uns geht es ausdrücklich um Aufzeichnungen von Privatpersonen, wie sie sonst nirgends systematisch archiviert werden.» Vorbild sei die französische «Association pour l’Autobiographie», die sich in kurzer Zeit von einer eher zufälligen Idee zu einer bedeutenden Institution entwickelt habe. «Wir wollen Menschen, die etwas zu erzählen haben, mit Menschen zusammenbringen, die ihnen zuhören.»

«Histoires d’ici» möchte nicht nur bestehende Dokumente wie Briefe oder Tagebücher erhalten, sondern die Leute auch dazu anregen, ihre Erinnerungen festzuhalten und weiterzugeben. Dazu will der Verein einerseits Schreibkurse anbieten und andererseits Personen dazu ausbilden, die Geschichten anderer Leute niederzuschreiben. Zudem sind Vorträge, Lesungen oder Ausstellungen geplant.

«Wir wollen kein intellektueller Verein sein», so Präsident François Menétrey. «Histoires d’ici» sei offen für alle, daher auch der bescheidene Jahresbeitrag von zehn Franken.

Vorerst nur auf Französisch

Wenn sich eine Geschichte dazu anbietet, will der Verein auch einen Beitrag leisten, um sie in Buchform zu veröffentlichen. Zwar verfügt er vorerst nicht über die finanziellen Mittel, um dies selbst zu tun, er will aber allfällige Subventionsanfragen an die Loterie romande oder andere Institutionen weiterleiten. Diese Initiative sei auch für ihn als Verleger interessant, sagte Jean-Bernard Repond von den Editions La Sarine: «Oft muss ich Leute abweisen, die interessante Geschichten zu erzählen haben, welche wir aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht veröffentlichen können. Für solche Fälle eröffnen sich hier Möglichkeiten.»

«Histoires d’ici» arbeitet vorerst nur in französischer Sprache. Es sei denkbar, dies künftig auch in Deutsch zu tun. Vorerst suche man aber den Kontakt zur Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft und zum Deutschfreiburger Heimatkundeverein, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen.

Die erste öffentliche Veranstaltung von «Histoires d’ici» ist ein Referat von Philippe Lejeune, Mitbegründer der französischen «Association pour l’Autobiographie»: Do., 10. April, 18 Uhr, im Auditorium A der Universität Miséricorde.

Weitere Infos: www.histoiresdici.ch.

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