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Ein Nobody warf Wawrinka raus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: rolf bichsel/si

Eines steht fest: Im Gegensatz zu Roger Federer verlieh der Doppel-Olympiasieg von Peking Stanislas Wawrinka keinen zusätzlichen Schwung. Die Teilnahme am Masters, die im Sommer noch in Griffnähe lag, wird Wawrinka wohl verpassen. An den letzten drei Turnieren (Wien, Madrid, Basel) errang der 23-jährige Lausanner nur noch einen Sieg. Zweimal verlor er gegen Gegner von ausserhalb der Top 100.

Ärgerliche Niederlage

An der Niederlage gegen Benjamin Becker nervte alles. Wawrinka hätte die Partie locker in zwei Sätzen gewinnen müssen. Er führte 6:3, 5:3. Bei 6:3, 5:4, 30:15 und eigenem Aufschlag fehlten ihm erstmals bloss noch zwei Punkte zum Sieg. Bei 5:5 vergab er einen Breakball. Im ersten Tiebreak holte er einen 1:4-Rückstand auf. Die vielen vergebenen Chancen zehrten an Wawrinkas Nerven. Die Körpersprache wurde Ende des zweiten Satzes negativer; die Nummer 2 der Schweiz begann zu hadern.

Dennoch erspielte sich Wawrinka auch im dritten Satz wieder Chancen zuhauf. Im Entscheidungssatz führte er zweimal mit einem Break: zuerst 2:0, später 4:1. Bei 4:2 brachte Wawrinka nach einer 40:15-Führung zum vierten Mal im Spiel den Aufschlag nicht durch. Die beiden Matchbälle besass Wawrinka beim Stand von 6:5. Den ersten wehrte Becker mit einem Ass beim zweiten Aufschlag ab.

Überlegen agierte Benjamin Becker in beiden Tiebreaks. In den Kurzentscheidungen ging Wawrinka nie in Führung. Im entscheidenden Tiebreak holte der Romand zwar noch einen 2:5-Rückstand auf, ehe Becker die letzten beiden Punkte gewann. Becker, der diese Saison 14 Mal in der 1. Runde und zweimal gegen Stéphane Bohli verlor, und der seit April auf der ATP Tour bloss noch drei Siege errang, verwandelte den ersten Matchball mit einem Return-Gewinnschlag.

Shanghai ade

Wawrinkas Chance auf die Masters-Teilnahme der besten acht sank durch die Niederlage nahezu auf den Nullpunkt. Der Rückstand auf Juan Martin Del Potro (8.), Gilles Simon (9.) und James Blake (10.) in der Jahreswertung wird sich diese Woche noch vergrössern. Die Qualifikation fürs Masters wird nächste Woche mit dem Masters-Series-Turnier von Paris-Bercy abgeschlossen. Um in Bercy Del Potro, Simon und Blake zu überholen, müsste Wawrinka in der Stadt der Liebe wohl mindestens den Final erreichen. Seine aktuelle Verfassung schliesst einen derartigen Erfolg aber beinahe aus.

Chiudinellis Comeback

Nicht nur Wawrinka brachten die Tiebreaks kein Glück. Auch Marco Chiudinelli unterlag Feliciano Lopez (Sp/ATP 39) in zwei Tiebreaks. Im Gegensatz zu Wawrinka durfte Chiudinelli mit seiner Performance jedoch zufrieden sein. Chiudinelli: «Mit der Leistung war ich sogar sehr zufrieden. Unbefriedigend war aber, dass ich meine Chancen nicht nutzen konnte.» Auch der Baselbieter Nummer 2 (hinter Federer) boten sich in beiden Sätzen Möglichkeiten: Im ersten erspielte sich Chiudinelli zwei Breakbälle bei 4:4; im zweiten schnupperte er bei 3:2 und 30:0 an einem Service-Durchbruch. In den Tiebreaks unterliefen Chiudinelli aber zuviele Fehler. Im zweiten Tiebreak besass der Schweizer dennoch zwei Satzbälle, einen (bei 6:5) sogar bei eigenem Aufschlag.

Heute greift auch Roger Federer gegen den Amerikaner Bobby Reynolds (ATP 86) ins Turnier ein. Mit Stéphane Bohli und George Bastl stehen noch zwei weitere Schweizer im Einsatz.

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