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Ein notwendiger Schuss vor den Bug

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Eigentlich ging ich davon aus, dass sich Grossbritannien knapp für einen Verbleib in der EU entscheiden wird. Das Vereinigte Königreich hat den Euro nicht eingeführt und nimmt nicht am Schengen-Dublin-Abkommen teil. Es war wohl die unkontrollierte Einwanderung von Menschen aus Osteuropa, welche zum Brexit führte.

Das Ja der Briten zum Brexit hat nichts mit Populismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun. Im Vereinigten Königreich waren offenbar auch traditionelle Parteien wie die konservativen Tories und die sozialdemokratische Labour in der EU-Frage tief gespalten. Die Bürgerinnen und Bürger hatten zu Recht das Gefühl, von der EU fremdbestimmt zu werden.

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa wurde die EU als Zukunftsmodell angepriesen. Eine erweiterte EU sollte theoretisch dem europäischen Kontinent Frieden, Stabilität und Wohlstand bringen. Folglich wurden vom deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem französischen Präsidenten François Mitterrand die europäische Integration im Schnellzugtempo vorangetrieben. Auf die berechtigten Befindlichkeiten der Bevölkerung wurde bei dieser Integrationspolitik nicht Rücksicht genommen. Somit entwickelte sich die EU immer mehr zu einem Projekt der politischen Eliten. Logischerweise wurde so der Graben zwischen den Politikern und den EU-Bürgerinnen und Bürgern immer grösser. Das Ja der Briten zum Brexit ist nun eine logische Folge dieser Entwicklung.

Fazit: Manche Theorie, die in den Augen gewisser Ökonomen und Politiker der Menschheit Frieden und Wohlstand bringen soll, scheitert paradoxerweise gerne am Faktor Mensch. Das Ja der Briten zum Brexit ist keine Katastrophe, sondern ein dringend notwendiger Schuss vor den Bug von Brüssel. Für die EU ist das nun eine Chance, ihre Politik zu überdenken, oder besser, sogar zu ändern.

Für das Vereinigte Königreich wird der Brexit bestimmt kein Sonntagsspaziergang. Die EU wird sicher diesen Austritt, so unattraktiv wie möglich gestalten. Schliesslich könnten ja auch andere EU-Länder mit einem Austritt liebäugeln. Darum sollte man wie die Schweiz der EU gar nicht beitreten, damit man gar nicht eines Tages austreten muss.

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