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Ein Ort für Verhaltensauffällige

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Die Relaisklassen bestehen noch bis September 2008

Seit Anfang 2006 werden verhaltensauffällige Schüler in Relaisklassen (Anschlussklassen) eingewiesen. Den Jugendlichen Distanz zu ermöglichen, damit sie sich eine neue Einstellung zur Schule erwerben können, ist das Hauptziel der Relaisklassen. Die Aufenthaltsdauer liegt zwischen 8 und 16 Wochen.In diese Klassen eingewiesen wird eine Schülerin oder ein Schüler erst, wenn alle Massnahmen der Regelschule (Prävention, Intervention und Repression) ausgeschöpft worden sind.

Kein Strafvollzug

Grossrat Albert Studer (Freie Liste/Mouvement Ouverture) wollte vom Staatsrat wissen, warum Schüler nach einer «mehrtägigen Untersuchungshaft» nicht auch in Relaisklassen eingewiesen werden. Diese seien nicht Bestandteil des Strafvollzugs, schreibt der Staatsrat in seiner Antwort.Ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme eines Schülers oder einer Schülerin sei die Wiedereingliederung in die angestammte Schule. So gesehen habe die Massnahme eine präventive Funktion. Zu vermeiden, dass die oder der Jugendliche Vergehen ausübt, welche strafrechtliche Folgen mit sich ziehen, sei das Ziel der Einweisung .

Weiterführung in Sicht

Die Relaisklassen werden vorderhand bis Ende August 2008 geführt. Der Staatsrat wird das Angebot jedoch überprüfen und allenfalls vor Ablauf der Frist (Dekret) dem Grossen Rat Vorschläge zur Weiterführung einer «schulexternen Tagesstruktur» für verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler unterbreiten.Im Vorfeld habe die entsprechende Kommission auch eine internatsähnliche Einrichtung (geschlossene Betreuungsstruktur) vorgeschlagen. Doch diese sei in der Vernehmlassung auf zu wenig Zustimmung gestossen. Eine geschlossene Betreuungsstruktur würde sich in erster Linie an Jugendliche mit stark ausgeprägten Verhaltensschwierigkeiten richten – an Jugendliche, die wegen mangelhafter Unterstützung durch die Eltern eine ganztätige Betreuung benötigen, habe es damals geheissen.Wie der Staatsrat in seiner Antwort schreibt, will er diese Option nach den ersten Erfahrungen mit Relaisklassen erneut prüfen.

Inspektorat entscheidet

Das Einweisungsverfahren wird durch ein Gesuch des OS-Schuldirektors oder des Primarschulinspektors eröffnet. Die Entscheidung liege beim Inspektorat der Orientierungsschule, das auch die voraussichtliche Dauer zwischen 8 und 16 Wochen festlege, antwortet der Staatsrat auf die Frage, wie das Einweisungsverfahren laufe.Der Aufenthalt durchläuft drei Phasen: In der Phase der Reflexion werden Arbeitsplan, die Arbeitsbedingungen und die Regeln ausgearbeitet. Die zweite Phase ist der Umsetzung gewidmet, wobei der Lernstoff wie auch die Vorbereitung auf die Zeit danach im Mittelpunkt stehen. Die dritte Phase gilt dem Austritt, bei der eine persönliche Auswertung des Aufenthalts ansteht.

Sechs Monate Nachbetreuung

Jede Phase wird mit einem Standortgespräch abgeschlossen. Die Möglichkeit, den Aufenthalt vorzeitig abzubrechen, bestehe jederzeit.Nach dem Aufenthalt wird der Schüler oder die Schülerin rund sechs Monate lange durch Mitarbeitende der Relaisklassen nachbetreut. il

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