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Ein paradiesisches Wintermärchen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Schönste war die Stille. Nur der knirschende Schnee, das Klappern der Schneeschuhe und ab und zu ein Vogelruf begleiteten die zwölf Mitglieder unserer Reisegruppe. Jeder marschierte in sich versunken und genoss die Ruhe in dieser einzigartigen Winterlandschaft auf dem Ofenpass. An diesen Februartagen war uns ein fantastisches Wetterglück beschieden. Jeden Tag verzauberte die Sonne die Landschaft von Neuem in ein paradiesisches Wintermärchen. Unter der Leitung des Nationalparkkenners Roman Gross marschierten wir während rund vier Stunden täglich. Und am Abend überraschte uns das heimelige Hotel Il Fuorn – die einzige Herberge im Nationalpark – mit einem ausgezeichneten Menü, das zum abendfüllenden Festmahl wurde.

Wildtiere am Fels

Das Postauto brachte uns jeden Tag zu einem anderen Ausgangspunkt: Auf der ersten Tour liefen wir entlang eines zauberhaft eingeschneiten Baches hinauf auf die Hochebene Jufplaun. Dort offenbarten sich uns die italienischen Berge und die Unterengadiner Dolomiten. Tag zwei verlangte etwas mehr Puste. Für den steilen Aufstieg durch einen dichten Föhrenwald wurden wir auf dem Plan Ivraina mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Roman Gross stellte sein Stativ auf, und sein Versprechen, dass sich Wildtiere zeigen würden, erfüllte sich. Wir sahen die Kletterkünstler, Steingeissen mit ihren Jungen, an einer schneebedeckten Felswand klebend. Auch ein junger Steinbock tauchte kurz auf.

Bartgeier am Himmel

«Oh, der Bartgeier!», schrie uns Gross auf der dritten Tour zu und riss uns alle aus unserer Versunkenheit. Den Führer freute es wohl am meisten. Denn auch das hatte er vorausgesagt. Der Bartgeier ist mit einer Spannweite von knapp drei Metern der grösste Vogel der Alpen. 1991 wurde er im «Parc Naziunal Svizzer», dem grössten Wildnisraum der Schweiz, wieder angesiedelt. «Zurzeit sind drei Paare im Park», sagte Gross. An diesem Tag liefen wir von der Passhöhe des Ofenpasses auf dem Höhenweg Senda Val Müstair via Alp Champatsch nach Lü und lernten beim Mittagshalt auch das kleine Skigebiet Minschuns (erreichbar vom Val Müstair aus) kennen.

Im Winter ist der 170 Quadratkilometer grosse Nationalpark geschlossen, damit die Tiere in ihren Wintereinständen nicht gestört werden. Schneeschuhtouren sind daher nur rund um das grösste Wildnisgebiet der Schweiz möglich.

Dreitausender in Griffnähe

Die vierte Tour am Abreisetag liess Raum für persönliche Wünsche. Einige schlossen sich für eine gemütliche Runde dem Führer an, andere wiederum wagten Eigenes. So machte sich ein kleines Wandertrüppchen auf den Höhenweg von Lü, über die Alp Terza hinunter nach St. Maria. In Kauf zu nehmen war der etwas lange Abstieg ins Tal nach Val Müstair. Schneeschuhe brauchte man auf diesem vierstündigen Trip keine mehr. Bei sonnigen Frühlingstemperaturen schmolz der Schnee auf dem Höhenweg nur so dahin. Doch das einzigartige Panorama mit den verschneiten Dreitausendern entschädigte einen tausendfach dafür.

Gut für Ausdauer und Kraft

Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Sport ist das Schneeschuhlaufen die gesündeste Sportart unter den beliebtesten Wintersportarten. Das Laufen fördere Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit und könne so vor Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen, heisst es beim Bundesamt. Ist das nicht Grund genug, auch einmal auf dem Ofenpass die Schneeschuhe zu schnallen?

Sollte das Wetter nicht mitspielen, kann man in Zernez das Nationalparkzentrum besuchen. Das Natura-Team des Zentrums hat im Jahr 2014 zum 100-Jahr-Jubiläum über Monate den Alltag und die Lebensräume der Tiere gefilmt, und die kann man jetzt auf drei Grossleinwänden hautnah erleben. Ein Schlechtwettertag oder ein Ruhetag lässt sich aber auch in der Kaffeerösterei Zuoz sinnvoll verbringen (siehe Kasten).

Diese Reportage wurde von Imbach Reisen unterstützt.

Zuoz

Die Geheimnisse eines guten Kaffees

In Zuoz befindet sich die höchstgelegene Kaffeerösterei Europas: Cafè Badilatti, ein Familienbetrieb mit rund zehn Mitarbeitern, der in dritter Generation geführt wird. Im 19. Jahrhundert verliess Giuseppe Badilatti seine Heimat im bündnerischen Puschlav und fand Arbeit im Caffe Bondolfi in Rom. Dort lernte er den Kaffee kennen. «1912 eröffnete er in Zuoz seinen ersten Laden mit einer kleinen Rösterei», erzählte uns die Mitarbeiterin Diana Bassin. Zur Einführung zeigte sie uns einen Film über die Kaffeeplantagen in Nicaragua, wo Badilatti seine Bohnen bezieht: Auf bis zu 2000 Metern über Meer wächst aus einem Setzling ein Kaffeebaum, der nach einem Jahr rote, kirschenähnliche Früchte trägt. Diese werden abgefleischt, so dass nur noch die Kaffeebohne zurückbleibt. Nach dem Trocknen an der Sonne werden sie in Säcke abgepackt für den Container-Transport nach Europa. In der Rösterei in Zuoz steht die Maschine, welche die Bohnen entstaubt, die schlechten von den guten trennt. Weiter gehts in den Röster: «Mit dem Rösten erhalten wir das Aroma», so Diana Bassin. «Je nach Bräunung ergibt es ein anders Aroma.» Badilatti mischt nach eigenem Rezept drei bis vier Sorten.

Anlässlich einer Degustation erklärte Diana Bassin, was einen guten Kaffee ausmacht. Ein offener Kaffeebeutel müsse in einer luftdichten Dose aufbewahrt und innerhalb von zehn Tagen aufgebraucht werden. «Vorräte stellt man niemals in den Kühlschrank, sondern in einen dunklen, trockenen Raum.» Ideal sei ein dickflüssiger Kaffeefluss. Um dies zu erreichen, muss das Mahlwerk richtig eingestellt sein.

il

Tipps und Infos

Mit den Schneeschuhen um den Nationalpark

Imbach Reisen bietet verschiedene Schneeschuhtouren an. Die nächste Tour um den Schweizer Nationalpark findet vom 3. bis zum 8. Februar 2018 statt und kostet 900 Franken (mit Halbpension). Weitere Angebote im Bündnerland: Val Müstair, 20. bis 25. Januar (1050 Fr.); Valposchiavo, 11. bis 17. Februar (960 Franken).

il

Infos: www.imbach.ch; 041 418 00 00.

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