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Ein Pass ins Leere

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Ein Pass ins Leere

Autor: «Experten wollen alle Drogen liberalisieren», FN vom 3. August

Als Steilpass bezeichnet der neue Direktor des Bundesamts für Gesundheit die Stossrichtung einer Expertengruppe des Bundes. Sie will in der Suchtpolitik neue Wege einschlagen und propagiert Straffreiheit auch für harte Drogen. Ist das nicht viel mehr ein Fehlpass, der unter Buhrufen im Publikum landet? Handelt es sich doch um eine grobe Missachtung des Volkswillens. Die Stimmberechtigten haben sowohl 1998 die Drogenliberalisierung wie auch 2008 die Hanfinitiative wuchtig verworfen und mit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes den Erhalt der Repression gesetzlich verankert.

Einmal mehr erheben sich so genannte Experten über den Dunstkreis des einfachen Volkes und wollen es besser wissen. Ein Blick auf deren Namensliste zeigt, dass kaum jemand an der drogenpolitischen Front arbeitet, sonst müssten sie wissen, welch wichtigen Einfluss die Repression auf eine Suchtkarriere haben kann.

Die schweizerische Drogenpolitik bewegt sich mit ihrem laisser faire in eine gefährliche Richtung. Die im Ausland gerne als Erfolgsmodell angepriesene liberale Haltung, unter anderem mit staatlicher Heroinabgabe, bleibt bis heute ihren Nachweis zu Wirksamkeit und Nachhaltigkeit schuldig und verschlingt Millionen an Steuer- und Krankenkassengeldern. Ausserdem mussten unzählige abstinenzorientierte Therapieinstitutionen schliessen – zu einfach ist die Wahlfreiheit zum staatlich finanzierten Konsum und umso höher die Schwelle zum Ausstieg aus der Drogensucht. Mit der Straffreiheit verlieren wir ein wirksames, wenn auch aufwändiges Instrument im Kampf gegen den Drogenkonsum.

Autor: Dr. med. Daniel Beutler-Hohenberger, Co-Präsident Dachverband Drogenabstinenz Schweiz, Mühleturnen

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