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Ein Projekt, das eigentlich keines mehr ist

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Für die Feier zum 20-Jahr-Jubiläum des «Gastro Projekts» Des Alpes mussten die Verantwortlichen am Samstag wegen des schlechten Wetters Plan B aktivieren und auf dem Parkplatz ein Festzelt aufstellen, statt Reden und Apéro auf der schönen Terrasse und im Schattengarten durchführen zu können. Dass nicht immer alles genauso läuft wie es sollte, ist für das Team des Des Alpes jedoch Alltag. Seit zwanzig Jahren werden Arbeitslose im Hotel-Restaurant in Düdingen im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms umgeschult (siehe Kasten). Sie arbeiten in Küche, Hausdienst und Service – die meisten ohne jegliche Erfahrung in diesem Berufsfeld. Da kann es schon einmal vorkommen, dass das Dessert serviert wird, bevor alle mit dem Hauptgang fertig sind. Doch das freundliche Lächeln und das Strahlen in den Augen des Servicepersonals mache dies schnell wieder wett, sagte Bea Vonlanthen, ein treuer Gast des Des Alpes, an der Feier vom Samstag. Sie isst jede Woche mit ihrer 93-jährigen Mutter dort. «Ich finde die Projektidee und deren Umsetzung einfach gut.»

Co-Initiantin Marie-Louise Rudaz blickte in ihrer Rede auf die Anfänge zurück.

Die Idee zum Konzept des Des Alpes hatten zwei Frauen: Marie-Louise Rudaz und Marie-Therese Meuwly. Sie waren am Samstag beide anwesend. Sie hätte nie gedacht, dass das «Gastro Projekt» heute noch vonnöten sein werde, sagte Marie-Louise Rudaz vor Beginn der Feier zu einem Gast. Später in ihrer Jubiläumsrede zeichnete sie kurz die Entstehung des Projekts nach mit der Gründungsversammlung des Trägervereins Gastro-Projekt Düdingen-Freiburg im Januar 1997 und dem Start des Projekts nur sieben Monate später. Die damalige Gesetzesänderung habe einen Wechsel weg von den reinen Taggeldern hin zu aktiven Massnahmen verlangt. In den vergangenen zwanzig Jahren hätte sich viel verändert, sagte Rudaz, eines aber nicht: das Ziel, bei Erwerbslosigkeit auf die berufliche Wiedereingliederung zu setzen.

1695 Personen seit 1997

Werner Zurkinden, Vorstandspräsident des Trägervereins, stellte angesichts des Erfolgs des Projekts dessen Bezeichnung infrage. «Ich wage zu behaupten, dass wir heute kein Projekt mehr sind, sondern eine allgemein anerkannte Ausbildungsstätte». Charles De Reyff, Vorsteher des kantonalen Amts für den Arbeitsmarkt, das mit dem «Gastro Projekt» einen Leistungsvertrag hat, stimmte ihm zu. Die Arbeit des «Gastro Projekts» sei bewundernswert, so de Reyff. Seit 1997 habe das Des Alpes 1695 Stellensuchende beschäftigt, die dem Hotel-Restaurant von den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen zugewiesen worden sind.

«Nicht mehr wegzudenken»

Der Sensler Grossratspräsident Bruno Boschung, der auch die Glückwünsche der Freiburger Regierung überbrachte, bezeichnete das «Gastro Projekt» als Erfolgsstory. «Das Des Alpes ist eine nicht mehr wegzudenkende Visitenkarte für die Gemeinde Düdingen und die Region», sagte der Wünnewiler. Beim anschliessenden variantenreichen «Apéro riche» konnten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jubiläumsfeier davon überzeugen lassen. Dank des Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms des Des Alpes sollen die Stellensuchenden weiterhin motiviert in den Arbeitsmarkt zurückkehren können.

Zahlen und Fakten

Rund 150 Teilnehmer pro Jahr

Im Hotel-Restaurant Des Alpes in Düdingen werden im Rahmen des «Gastro Projekts» pro Jahr rund 150 Stellensuchende ausgebildet. Ihnen werden nach dem Prinzip «Learning by doing» Basiskenntnisse in Küche, Service oder Hausdienst vermittelt. Sie bleiben in der Regel drei Monate und werden dem Des Alpes von den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zugewiesen. Die Teilnehmer können zudem an internen Schulungen spezifische Gastro-Kenntnisse erwerben und auch eine von Gastro Freiburg anerkannte Prüfung ablegen.

ak

 

 

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