Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron, Meister der Resilienz

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Yannick Herren (links) und Philippe Furrer bejubeln den vierten Treffer beim 4:1-Sieg in Biel.
Keystone

Erst eine Woche ist es her, da schien Gottéron die Luft auszugehen. Die Reaktion? Eine perfekte Woche mit neun Punkten in drei Spielen. Die Freiburger besitzen Widerstandskraft, das zeigte sich auch am Samstag beim 4:1-Sieg in Biel.

Plötzlich drang am späten Samstagabend lautes Gejohle aus der Kabine der Freiburger. Trainer Christian Dubé hatte nach dem klaren Erfolg in Biel seinen Spielern soeben zwei Tage frei gegeben. «In der derzeitigen Situation fühlt sich das an wie zwei Wochen», sagte Captain Julien Sprunger danach strahlend im Interview. Seit Anfang Jahr absolvierte Gottéron 20 Spiele in 50 Tagen. «Das ist viel, zumal wegen der dünnen Spielerdecke immer wieder die gleichen Spieler forciert wurden. Ein kleiner Break ist physisch und mental deshalb extrem wichtig.» Unter Break versteht Sprunger die kommende Woche, die sich mit nur einer Partie – dem Match am Freitag in Davos – für einmal relativ entspannt ankündigt.

«Wir stehen sofort wieder auf»

Die Freude über die zwei freien Tage veranschaulichte gut, was ohnehin offensichtlich ist: Die Freiburger gehen auf dem Zahnfleisch. Umso beeindruckender ist, was sie in der Woche vor diesem Break noch schafften. Letzten Sonntag schien die Luft bei Gottéron nach zwei Niederlagen in Folge definitiv draussen zu sein. Die Reaktion? Eine perfekte Woche mit drei Siegen in drei Spielen. «Hut ab vor meinen Jungs», sagte denn auch Christian Dubé am Samstag in Biel. «Sie haben irgendwo noch Energie gefunden.»

Das zeichne die Mannschaft in dieser Saison aus, analysierte Sprunger. «Wir lassen keine längeren Krisen zu. Auch wenn wir, wie letzte Woche, mal zweimal verlieren, lassen wir uns nicht verrückt machen. Wir finden in schwierigen Situationen jeweils schnell wieder zurück in die Spur, stehen sofort wieder auf.» – Gottéron, die Meister der Resilienz.

Mauro Jörgs starkes Signal in Biel

Widerstandskraft war auch in Biel nötig. «Wir haben viel Charakter gezeigt», sagte Dubé. Denn im Startdrittel waren die Bieler klar besser, völlig verdient führten sie zur ersten Pause mit 1:0. Doch im Mittelabschnitt stellten die Freiburger ihre ganze Offensivklasse unter Beweis. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison war vor allem die Effizienz beeindruckend. Nur gerade zwölf Schüsse benötigten die Gäste im zweiten Abschnitt für ihre vier Tore. 

Die entscheidende Szene spielte sich in den Minuten nach Killian Mottets 1:1 – es war im siebten Spiel gegen seinen Lieblingsgegner Biel sein siebtes Tor und sein 15. Skorerpunkt – zu Beginn des Mitteldrittels ab. Zunächst überstand Gottéron eine doppelte Unterzahl. Unter anderem, weil sich Mauro Jörg heroisch in einen Schuss warf, und auch danach trotz offensichtlich grosser Schmerzen wacker weiterverteidigte. «Das sind starke Signale. Er kriegte den Puck an den Rücken, stand aber sofort wieder auf», zollte Sprunger seinem Mitspieler Respekt. «Wenn sich jemand so für die Mannschaft opfert, verleiht das sämtlichen Spielern zusätzliche Energie.» Wenig später schoss Yannick Herren Gottéron erstmals in Führung (27.). Nach 35 Minuten war der Match beim Stand von 4:1 für die Freiburger entschieden.

Auch weil Gottéron den Vorsprung diesmal sicher verwaltete. Etwas, das in dieser Saison nicht immer der Fall war. «Wir haben daran gearbeitet. Wir hören nie auf, uns zu verbessern, arbeiten immer an unseren Schwächen», sagte Verteidiger Jérémie Kamerzin. «Und wenn eine Schwäche ausgemerzt ist, nehmen wir die nächste ins Visier. Dadurch sind wir in dieser Saison als Mannschaft gewachsen und werden auch weiter wachsen.»

Komfortable Ausgangslage im Playoffkampf

Nach dem sechsten Sieg im siebten Saisonduell gegen Biel präsentiert sich Gottérons Ausgangslage im Kampf um einen direkten Playoffplatz komfortabler denn je. Natürlich ist die Tabelle weiter sehr unübersichtlich, da die Anzahl Spiele je nach Team stark variiert. Aber trotzdem: Bei zwölf verbleibenden Spielen beträgt Gottérons Vorsprung auf Rang sieben bereits 15 Punkte. Auch wenn man den Punkteschnitt nimmt, belegen die Freiburger den dritten Rang. Für Julien Sprunger ist deshalb klar: «Unser Ziel ist nicht bloss die direkte Playoff-Qualifikation, sondern ein Platz in den Top 4.»

Aebischer am Montag mit Ajoie

Für den Qualifikations-Schlussspurt hofft Dubé, schon ab dem Spiel vom Freitag in Davos wieder auf die zuletzt verletzt ausfallenden Viktor Stalberg und Matthias Rossi zählen zu können. Bereits zuvor zu Spielpraxis kommt ein anderer Gottéron-Spieler: David Aebischer. «Er wird am Montag mit Ajoie in der Swiss League spielen und kehrt danach wieder zu uns zurück», sagte Trainer Christian Dubé nach dem Spiel in Biel. Dafür musste sogar der Vertrag des jungen Verteidigers angepasst werden, da er ursprünglich eine Klausel beinhaltete, wonach der 20-Jährige nicht in die Swiss League abgeschoben werden darf. Grundsätzlich scheinen sich aber auch in dieser Causa die Wogen allmählich zu glätten. Die Transferfrist für Schweizer Spieler ist vorbei, David Aebischer immer noch da. Eine weitere heikle Situation, die Gottéron zumindest fürs Erste überstanden zu haben scheint…

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema