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Ein Quantensprung für die Patienten

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1962 war die Ausrüstung der Fahrzeuge der Ambulanz Murten einfach: Sie bestand aus einer Tragbahre, einem Beatmungsbeutel, einer Sauerstoffflasche und einem Verbandsset. Heute stehen über 150 Artikel und Geräte zur Verfügung. «Bis in die achtziger Jahre war die Ambulanz ein reines Transportmittel, heute ist sie ein medizinisches Fahrzeug mit modernster Ausrüstung», sagt Kurt Liniger, der die Ambulanz Murten seit 1984 leitet. «Der Ambulanzdienst hat einen Quantensprung erlebt.»

 Online mit Spital verbunden

 Früher haben die Transporthelfer dem Patienten Sauerstoff gegeben, den Blutdruck gemessen und ihn im Notfall beatmet. «Heute leiten die Rettungssanitäter schon vor Ort therapeutische und medizinische Massnahmen ein.» Die Fahrzeuge sind mit modernster Technik ausgerüstet. So werden bei Patienten mit Herzproblemen die in der Ambulanz vorgenommenen Messungen direkt zum Spezialisten ins Spital übertragen. «Mittels Konferenzschaltung kann er den Rettungssanitätern Anweisungen geben», so Liniger. Im Spital werde derweil alles vorbereitet. «Bei einem Herzinfarkt liefern wir den Patienten direkt im vorbereiteten Operationssaal ab.» Auf die Frage, ob der Ambulanzdienst mit all diesen Entwicklungen besser geworden ist, antwortet Liniger mit Ja. «Aber nur so lange man ob all der Technik und den Vorgaben nicht den Patienten vergisst.»

 Im Gegensatz zur landläufigen Meinung fährt in der Ambulanz kaum je ein Arzt mit. «Nur bei schweren Verkehrsunfällen werden Spezialisten aufgeboten», so Liniger. Diese rücken aber mit dem Rega-Helikopter an. «In der Ambulanz sind zwei bis drei Rettungskräfte.» Ambulanzfahrer gibt es kaum noch, am Steuer sitzt eine Rettungskraft. «Es müssen sich alle am Rettungseinsatz beteiligen können», so Liniger. Entsprechend hat sich die Ausbildung gewandelt: Früher machten die Transporthelfer einen Samariterkurs, heute studieren die Rettungssanitäter drei Jahre an der höheren Fachschule.

 Wie jedes normale Fahrzeug kann auch eine Ambulanz Pannen haben. «Die Technik kann sich querstellen und das Fahrzeug lahmlegen», sagt Liniger. Dieses Horrorszenario komme aber zum Glück sehr selten vor. «Wir haben im Schnitt alle anderthalb Jahre eine Panne, was rund 190 000 Fahrkilometern entspricht.» Bei einer Panne werde sofort eine andere Ambulanz losgeschickt.

Gibt es mal keinen Einsatz, erledigt das Team Wartungsarbeiten oder administrative Aufgaben. Letztere haben laut Liniger zugenommen. «Der Papierkrieg und die gesetzlichen Vorgaben sind enorm gewachsen.» Das könne vor allem dann belastend sein, wenn der Sinn nicht nachvollziehbar sei.

Wer mehr über die Ambulanz Murten erfahren will, kann das am Sonntag tun. «Es gibt Übungen und die Besucher können mitmachen», so Liniger. Zudem gibt es Helikopterrundflüge, Spiele, Musik und eine Festwirtschaft. Der Anlass wird gemeinsam mit der Firma Wielandbus organisiert, die ihr 30-Jahr-Jubiläum feiert (die FN berichteten). Die Ambulanz Murten ist seit 2004 in den Räumlichkeiten der Firma Wieland untergebracht.

Ambulanz Murten,Fin du Mosssard 45, Courgevaux. So., 26. Aug., 10 bis 16 Uhr.

Zahlen und Fakten

Die Entwicklung der Ambulanz Murten

Im Gründungsjahr 1962 ist der Ambulanz- und Rettungsdienst Murten 63 Einsätze gefahren. 1987 waren es bereits 568 Einsätze und im letzten Jahr rückte die Ambulanz Murten 1803 Mal aus. Das Jahresbudget hat sich von 8000 Franken im Jahr 1962 auf 402000 Franken im Jahr 1992 und auf über zwei Millionen Franken für das laufende Jahr erhöht. 1980 wurden die Gemeindebeiträge mit 20 Rappen pro Einwohner eingeführt, heute liegen sie bei 18 Franken pro Einwohner. Das erste Ambulanzfahrzeug mit medizinischer Ausrüstung wurde 1985 angeschafft und zu 100 Prozent mit Spendengeldern finanziert. In den letzten 29 Jahren gingen laut Rettungsdienstleiter Kurt Liniger insgesamt über zwei Millionen Franken an Spendenein, die vollumfänglich in die Anschaffung von neuem Material flossen.luk

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