Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Remis, das keinen weiterbringt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die sportlichen Zeichen stehen im Moment für den Sensler Vorzeigeklub Düdingen denkbar schlecht: Aus vier Spielen schaute lediglich ein Sieg heraus, und zudem geht fast die halbe Mannschaft von Coach Rolf Rotzetter im Moment «an Krücken». So war der gewonnene Punkt gegen Portalban vor immerhin gut 350 Fans im heimischen Stadion kein Weltuntergang, weiter in der Tabelle bringt es den SCD aber nicht. Die Gäste, die während des Spiels drei Spieler wegen Verletzungen verloren, hatten wohl etwas mehr Spielanteile, die Torchancen hielten sich jedoch an diesem schönen Samstagnachmittag etwa die Waage.

Deshalb war am Schluss der gestellte Gang das durchaus logische Verdikt einer Partie, die nicht von spielerischen Höhepunkten geprägt war. Richtig gute Torszenen waren in den 90 Minuten an einer Hand abzuzählen, immer wieder führten krasse Fehlzuspiele zum Abbruch gut gemeinter Angriffe; weil beim Gastgeber ein Grossteil der gefährlichen Angriffsspieler fehlten, war die magere Torausbeute allerdings auch keine grosse Überraschung.

Nur ein Verteidiger trifft

Eigentlich ist es die erste Aufgabe von Abwehrchef Fabian Suter, hinten die junge Verteidigung zusammenzuhalten, aber seine offensiven Qualitäten sind nicht erst seit Samstag bekannt. Nach nur gerade acht Minuten schoss der vorgerückte Back nach einem zügig getretenen Freistoss von Comeback-Spieler Diego Sandmeier das so wichtige 1:0-Führungstor. Die Gästeabwehr hatte den Schützen am hinteren Pfosten ganz einfach vergessen. Zu diesem Zeitpunkt dachten die Fans wohl kaum, dass dies schon das einzige Tor ihrer Lieblinge sein würden. Portalban, das mit einer etwas offensiveren Mannschaftsaufstellung spielte, hatte einzig nach einer halben Stunde eine Torchance, als Mittelstürmer Ewembe Lokwa den Ball von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbeischlenzte.

Als einige gedanklich bereits in der Pause waren, fiel dann doch noch der Ausgleich: Einen Freistoss aus gut 25 Metern lenkte Keeper Luca Aebischer an die Torlatte, von dort sprang der Ball zurück auf den völlig freistehenden Moussa Mane, der mit dem Kopf nur noch einzunicken brauchte. Ein vermeidbares Gegentor, doch Trainer Rolf Rotzetter hat es auf der Goalieposition momentan nicht leicht, Stammkeeper Yoël Tschan kann nicht trainieren, weil er im Militär ist, und so entsteht eben auf dieser Position ein Problem.

Mittelfeldgeplänkel und viele Missverständnisse

Die Geschichte der zweiten 45 Minuten ist schnell einmal erzählt, weil ganz einfach nichts Zählbares passierte. Beiden Teams fehlte im Abschluss die Durchschlagskraft, hier habe man die fehlende Substanz seiner Mannschaft im Moment eben schon gesehen, sagte Rotzetter nach dem Spiel. Ein umstrittenes Offsidetor von Amar Avdukic (59.), und eine schöne Parade von Luca Aebischer auf einen Versuch von Maël Zybach, waren die einzigen Szenen im Abschluss, die zumindest nach Torgefahr aussahen. Weil hüben wie drüben auf der Bank gute Varianten fehlten, Portalban-Topskorer Ndiaw Ndiaye zum Beispiel, anfangs Saison für viel Geld von Bulle ins Fischerdorf geholt, kann wegen einer Adduktorenverletzung praktisch nur auf einem Bein Fussballspielen, aber auch die anderen Einwechselspieler brachten kaum neue Impulse aufs Feld. So blieb es dann beim alles in allem gerechten Unentschieden, das wohl den Gästen, die nur mit 10 Mann das Spiel beendeten, etwas besser schmeckte – auch wenn es sie ebenfalls nicht weiterbringt.

Trainer Rolf Rotzetter blickte nach dem Spiel mit klaren Aussagen auf das Geschehen zurück: «Wir sind im Moment in einer schwierigen Situation, aber es bringt nichts zu hadern, wir müssen hart arbeiten und nach vorne schauen.» Natürlich hofft er, dass in den nächsten Spielen der eine oder andere verletzten Spieler ins Team zurückkehren kann, aber gewinnen könne man nur als Mannschaft, und nicht wegen einzelner Spieler.

Seitens der Broyebezirkler ist man froh, dass man nächstes Weekend spielfrei ist, denn das Trainerduo Joaquim Pereira da Silva und Emmanuel Domo plagen nicht erst seit diesem Match ebenfalls Verletzungssorgen. Ein kleines Detail zum Schluss: Spielertrainer und Ex-Profi (Ligue 1 in Frankreich Lillie und NLA Lugano) Hasib Domo ist inzwischen 41jährig. Auf den Gegenseite spielte mit Venhar Serifi ein erst 19-Jähriger ebenfalls in der Innenverteidigung. Da soll noch jemand sagen, Fussballsport verbinde nicht.

Telegramm

Düdingen – Portalban 1:1 (1:1)

Birchhölzli: 352 Zuschauer. – SR Lionel Gothuey.

Tore: 8. Suter 1:0, 45. Mane 1:1.

SC Düdingen: Aebischer; Bürgy, Suter, Serifi, Schwarz; Piller; Aegerter (45. Biwongo), Knutti, Scheuwly (62. Balvis), Sandmeier (62. Spicher); Avdukic (24. Osmani).

FC Portalban/Gletterens: Matos; Garcia, Domo, Ferhatovic, Lewandrowski; Mbaye (19. Tela), Girardin; Luis (11. Mane, 70. Ndiaye), Zybach; Lokwa (85. De Brito), Santos Fonseca.

Bemerkungen: Düdingen ohne Bächler, C. Portmann, Catillaz, Ragonesi, Vonlanthen, Brünisholz (alle verletzt), Tschan (Militär) und K. Portmann (rekonvaleszent); Portalban/Gletterens ohne Chiquet, Nogueira, San Augustin (alle verletzt), Semedo (privat). Verwarnungen: Knutti (45.), Ferhatovic (52.), Girardin (64.). Spicher (90.), Garcia (94.) und Gelb-Rote Karte: Girardin (91.).

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema