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Ein Roger Federer ohne Konstanz

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Es war nicht das Turnier von Roger Federer. Der Baselbieter suchte während der gesamten zwei Wochen nach seiner Form. Die nötige Konstanz, um in Paris zu triumphieren oder überhaupt einen seiner ärgsten Konkurrenten zu schlagen, fand er nie. Dies wurde am späten Freitagnachmittag auf dem Court Philippe Chatrier bei windigen, unangenehmen Bedingungen gegen Djokovic offensichtlich.

Phasenweise zeigte Federer brillante Schläge: eine herrlich durchgezogene Rückhand, eine Vorhand aus unmöglichem Winkel oder zu Beginn des zweitens Satzes einen Lob mit dem Rücken zum Netz. Aber es fehlte die Sicherheit in den Schlägen. Und allzu oft – vor allem gegen Ende der Partie – wählte er den falschen Schlag.

Ärgerlicher Verlauf

Der Verlauf der Partie wird Federer noch eine Weile lang ärgern. Denn ein Federer in Topform hätte gute Chancen auf den Einzug in den Final gehabt. Der Schweizer führte im ersten Satz mit Break, musste den Vorsprung aber gleich wieder hergeben und gab schliesslich seinen Service zum 4:6 ein zweites Mal ab.

Noch schlimmer im zweiten Satz: Der 16-fache Grand-Slam-Sieger war 3:0 und mit zwei Breaks in Front, ehe er seinen Service zu null abgab. «Djokovic hat in diesem Game alles richtig gemacht, ist volles Risiko gegangen», blickte Federer auf jenes Aufschlagsspiel zurück. Später glich Djokovic zum 4:4 aus, doch Federer konterte mit einem weiteren Break zum 5:4, musste aber dann die nächsten drei Games abgeben. «Ich hatte meine Chancen. Zumindest einen der beiden Sätze muss ich gewinnen», ärgerte sich Federer. Er sei einfach nicht solid genug gewesen. «Und mein Aufschlag war in den gesamten zwei Wochen nie so, wie ich es gerne gehabt hätte.» Im dritten Satz (3:6) stand Federer dann auf verlorenem Posten. Es war ihm anzusehen, dass er nicht mehr an seine Chance glaubte.

1:9-Bilanz gegen Nadal und Djokovic

Gemessen an dem, was er in seiner Karriere schon geleistet hat, befindet sich Federer auf einer Durststrecke. Zum vierten Mal in Folge findet am Sonntag ein Grand-Slam-Final ohne ihn statt. Seinen letzten Major-Titel holte er 2010 mit dem Australian Open. Vor allem gegen Djokovic und Nadal tut er sich ungemein schwer. Zum sechsten Mal in Folge verlor er am Freitag gegen die amtierende Nummer 1. Von den letzten zehn Duellen gegen Nadal und Djokovic auf Grand-Slam-Stufe gewann er lediglich eines (im letzten Jahr beim French Open gegen Djokovic).

In Paris kam Federer in diesem Jahr mit den langsamen Bedingungen nie zurecht. «Ich habe mir viele Fragen gestellt», gestand er. Der Schweizer kann sich nun auf schnellere Bedingungen einstellen. Nächste Woche tritt er beim Rasenturnier in Halle an. Am 25. Juni beginnt Wimbledon.

«Ich bin froh, auf Rasen zu wechseln. Die Sandsaison war hart», so Federer. Vor dem Turnier in Madrid hatte er sich eine Hüftverletzung zugezogen. «Mittlerweile ist aber alles wieder in Ordnung.» Die körperlich schwierige Phase vor dem French Open erklärt aber womöglich seine derzeitigen Probleme beim Timing. Gegen Djokovic leistete er sich zahlreiche Fehlschläge. In etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit schlug er 46 unerzwungene Fehler und damit fast dreimal mehr als Novak Djokovic.

Nadals siebter Final

Im Final wird Djokovic mit Sicherheit auf mehr Widerstand stossen. Rafael Nadal präsentiert sich in bestechender Form. Sein Gegner David Ferrer konnte 20 Minuten lang von der Sensation träumen. Beim Stand von 2:1 hatte der 30-Jährige aus Valencia zwei Breakbälle. Danach stürmte Nadal unaufhaltsam Richtung Final. Keine 20 Minuten nach den Breakmöglichkeiten von Ferrer und nach vier von Nadal in Folge gewonnenen Games war der erste Satz entschieden. Auch in den folgenden Durchgängen liess der Weltranglisten-Zweite rein gar nichts anbrennen. Bis zum Ende der Partie nahm er seinem Gegenüber noch fünfmal den Aufschlag ab. Dabei zeigte er während der 106 Minuten zum Teil fantastische Punkte, etwa einen Stoppball im Sitzen während eines über 30 Schläge langen Ballwechsels. «Momentan läuft für mich alles sehr gut. Ich mache sehr wenig Fehler, meine Vorhand hat eine gute Länge, mein Service ist stark», äusserte sich der ansonsten eher zurückhaltende Nadal sehr angetan von seinem Formstand. Seine Matchbilanz ist am Bois de Boulogne mit 51 Siegen in 52 Partien herausragend. Nur Robin Söderling konnte ihn 2009 aus dem Titelrennen werfen.Si

Roger Federer: «Ich hatte meine Chancen.»Bild Keystone

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