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Ein Rundblick auf Freiburgs Volksseele

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Nebst dem umwerfenden Blick auf die Stadt Freiburg gibt es nun einen Grund mehr, die 365 Stufen des Turms der Freiburger Kathedrale zu erklimmen: Seit letzter Woche ziert ein Panorama mit Fotos und Bildern die Turmspitze, gestern wurde es eingeweiht.

Die Idee, auf der Kathedrale ein Panorama zu installieren, sei schon älter, erklärte Stanislas Rück, Verantwortlicher für Unterhalt und Restaurierung der Freiburger Kathedrale und Vorsteher des kantonalen Amts für Kulturgüter, gestern vor den Medien. Ermöglicht habe sie aber ein tragisches Ereignis: Als sich vor mehreren Jahren eine Person von der Kathedrale stürzte, habe der Kanton beschlossen, auf der Kathedrale ein zusätzliches Schutzgeländer zu installieren. «Dies bot die Möglichkeit, auch gleich ein Gerüst für ein Panorama zu schaf- fen», so Rück.

 Kultur und Sensibilitäten

Das gestern eröffnete Panorama besteht aus zehn Abschnitten, die zwischen den Zinnen der Kathedrale verteilt sind. Es ist ein bunter Mix aus Zeichnungen des Künstlers Frédéric Aeby und Bildern des Fotografen Aldo Ellena. Die neue Installation beschränke sich aber nicht nur auf die Erklärung geografischer Standorte betont Rück. Die Zeichnungen verwiesen auch auf Geschichte, Kultur und die lokalen Sensibilitäten. «Nun hat man hier oben nicht nur einen Rundblick auf die Stadt, sondern auch auf die Freiburger Volksseele».

So ist bei der Fotografie, welche die Freiburger Unterstadt abbildet, eine Zeichnung des Rababou zu finden, links vom Foto in Richtung Galterental zieren ein Drache und ein Eishockeyspieler das Panorama. Neben poetischen Sätzen und einzelnen Worten auf Französisch sind auch immer wieder senslerdeutsche Wortmeldungen zu finden; und natürlich dürfen auch das traditionelle Kilbimenu, die Murtenlinde, der Sankt Nikolaus und der Röstigraben nicht fehlen. Und die vielen auf verschiede- nen Abschnitten auftauchenden Fische erklärt Frédéric Aeby folgendermassen: «Auf drei Seiten ist die Saane, wir sind hier also quasi auf einer Insel. Natürlich gibt es da rundherum viele Fische.» Dass er Bräuche und Traditionen, jedoch nicht Sehenswürdigkeiten der Stadt selbst abbildet, sei für ihn sofort klar gewesen. «Die Stadt ist ja da. Ich wollte etwas Neues zeigen.»

Wie der Künstler hat auch Fotograf Aldo Ellena mehrmals auf die Kathedrale steigen müssen, um das jetzige Ergebnis zu erhalten. «Als ich im Frühjahr 2014 erstmals für dieses Projekt hier oben war, stand das Franziskanerkloster noch im Baugerüst, und auch die Poyabrücke war noch nicht fertig», erinnert er sich.

Kosten von 50 000 Franken

Das Projekt unterstützt habe nicht nur der Kanton, sagte Stanislas Rück, sondern auch die städtische Tourismusorganisation Freiburg Tourismus und Region sowie die Pfarrei Sankt Nikolaus. «Der Kanton hat mit dem Gerüst den Rohbau bezahlt, der Tourismusverband die Idee und die Pfarrei den Druck», erklärte Rück. Insgesamt hat das Panorama rund 50 000 Franken gekostet.

«Ein sicherer Mehrwert»

Er freue sich gleich doppelt über die neue Installation, sagte Cédric Clément, Direktor von Freiburg Tourismus und Region. Zum einen seien die Erklärungen und Illustrationen ein sicherer Mehrwert für die Touristen, die das Wahrzeichen der Stadt Freiburg besuchten. Zwischen 15 000 und 18 000 Personen sind dies pro Jahr. Zum zweiten freue er sich über das gelungene Resultat. «Es ist herrlich–und für manche Leute vielleicht ein zusätzliches Argument, um hier hochzusteigen.»

Im Gegensatz zu Künstler und Fotograf wird für Cédric Clément die Arbeit nach der gestrigen Eröffnung aber noch nicht abgeschlossen sein. «Wir planen eine Broschüre», erzählt er.

Bei der Realisierung des Panoramas sei auch die Frage aufgekommen, ob die erklärenden Texte auch ins Englische übersetzt werden müssten. Da eine zweisprachige Beschriftung aber leichter wirke und der Grossteil der Touristen in Freiburg ohnehin aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich stammen, hätten sich die Verantwortlichen aber dagegen entschieden. Damit die englischsprachigen Touristen dennoch von den neuen Schildern profitieren könnten, wolle Freiburg Tourismus und Region noch vor dem Sommer eine Broschüre mit Erklärungen drucken, die in der Kathedrale aufliegen wird. «Und bei dieser Gelegenheit können wir die Angaben auch gleich ins Spanische und Italienische übersetzen», so Clément.

Installation: Bilder sind leicht austauschbar

B ereits letzte Woche hat ein Helikopter die nötigen Materialien für die Installation des neuen Panoramas auf die Spitze der Kathedrale geflogen. Damit die Witterung dem Panorama nichts anhaben kann, sind die Digitaldrucke mit den Zeichnungen und Bildern hinter einer Glasscheibe geschützt. «Wir haben alle Zeichnungen eingescannt und dann mit den Fotografien zusammen passend angeordnet», erklärt Benoît Criblet vom verantwortlichen Grafikbüro Collaud & Criblet. Diese Vorlagen seien digital noch vorhanden. «Sollte also eine zweite Poyabrücke gebaut werden und sich das Landschaftsbild verändern, können wir die Fotografien leicht ersetzen», so Criblet. rb

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