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Ein Schloss, ein Schulhaus, ein Freilichtspiel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

In den letzten Tagen ist im Schulhaus von Heitenried eine ganz besondere Art von Nervosität zu spüren. Die rund 140 Kinder bereiten sich nicht etwa auf eine wichtige Prüfung vor, sondern fiebern der Premiere ihres Freilichtspiels von morgen Donnerstag entgegen (siehe auch FN vom 22. April).

Schwierige Koordination

Es war gewiss keine leichte Aufgabe für das Lehrerteam, die grosse Schar der Darsteller vom Kindergartenkind bis zum Sechstklässler entsprechend ihren Vorlieben und Fähigkeiten in das Schauspiel einzubinden und die Auftritte in den verschiedenen Szenen zu koordinieren.

Ein Blick in eine der Hauptproben zeigt: Das ehrgeizige Experiment ist gelungen. Die lange Probezeit, teils in den Klassen, teils stufenweise, hat sich ausbezahlt. Das Resultat ist ein unterhaltsames Theaterstück, in dem man sich nicht nur über den Eifer der vielen kleinen Schauspieltalente erfreut, sondern gleichzeitig auch noch etwas über die Geschichte von Heitenried erfährt.

Nicht immer ein Schulhaus

Denn wer hat schon gewusst, dass dort, wo heute tagtäglich Schüler ein- und ausgehen, einst ein echter Ritter wohnte? Genau darum geht es in «Der letzte Herrscher von Heitenried»: Wie Ritter Heito von Ried sich vor rund 700 Jahren in der Gegend niedergelassen hat, wie das stattliche Herrschaftshaus entstand und was die Schlossbewohner im Laufe der Jahrzehnte alles erlebt haben.

Besonders genau wird die Geschichte des Grafen François-Philippe de Diesbach erzählt, der im 18. Jahrhundert zusammen mit seiner Frau Charlotte und seinem Sohn François-Romain im Schloss wohnte. In den Wirren der Französischen Revolution verliert Graf de Diesbach seinen geliebten Sohn, lebt fortan zurückgezogen und verbittert und sorgt mit seinem Testament für eine Überraschung …

Erst 1878 übernimmt eine Schlossgesellschaft das Gebäude, und zwei Jahre später findet die feierliche Einweihung des neuen Schulhauses statt.

Ideal für ein Freilichtspiel

Die überragende Lage des Schlosses über dem Dorf und die bewegende Geschichte laden geradezu dazu ein, diese Geschichte als Freilichtspiel zu erzählen. Die Drehbuchautoren Ursula Mühlematter und Thomas Vaucher (von dem auch das Titel- und Schlusslied stammt) haben das Schulhaus dabei geschickt in die Handlung miteinbezogen.

Durch die Rahmenhandlung – eine Grossmutter erzählt ihrer Enkelin die Geschichte des Schlosses – werden die Szenen miteinander verknüpft. Schön gemacht sind zum Beispiel die Szenen, in denen das Kriegsgeschehen in Frankreich dargestellt wird: Im Gegenlicht hinter einer grossen Leinwand kommen sie sehr wirkungsvoll zur Geltung. Nicht nur hier werden die selbst hergestellten Requisiten und Kostüme ins beste Licht gerückt.

Selbstbewusste Kinder

Einfach nur herzig sind die kleinsten Schlossbewohner, die ihre Rolle ohne Scheu und Hemmungen präsentieren und nicht einmal über die hochdeutsche Sprache stolpern. Diese Haltung zieht sich im übrigen durch alle Szenen: Die Schülerinnen und Schüler treten auffallend selbstbewusst auf. So ist eines der wichtigsten Ziele des Projekts, das im Rahmen der Gesundheitsförderung lanciert wurde, sicher erfüllt, nämlich das selbstsichere Auftreten der Kinder vor grossem Publikum zu üben und das Selbstvertrauen zu stärken.

Das werden sie auch brauchen, wenn die grosse Tribüne vor dem Schulhaus erst einmal mit Zuschauern gefüllt ist. Morgen Donnerstag ist es zum ersten Mal soweit. Kinder, Lehrer und Helfer sind bereit – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen (siehe Kasten).

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