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«Ein schöner Schnitt ist wichtig»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Drei bis dreieinhalb Millimeter hoch muss das Gras im Zielbereich einer Golf-Spielbahn, dem sogenannten Green, sein. Das erfordert intensive Pflege, denn das Gras kann in 24 Stunden bis zu drei Millimeter wachsen. Und so wie sich das Wetter zurzeit präsentiert, wächst das Gras besonders schnell. Golf Course Manager Richard McGlynn und sein Team vom Golf- und Country-Club Blumisberg mähen die Greens immer sechsmal pro Woche. Allein die 18 Greens des Golfplatzes bei Wünnewil sind eine Hektare, also 10 000 Quadratmeter, gross.

Doch das ist nur ein kleiner Teil der Arbeit: Insgesamt werden auf dem Golfplatz in einer Woche 50 bis 55 Hektaren gemäht und gepflegt. Dies ginge nicht ohne den grossen Maschinenpark und die hauseigene Werkstatt, in der die Messer der teuren Maschinen regelmässig geschliffen werden. «Für uns ist es zentral, dass wir gute Maschinen haben», sagt Richard McGlynn, der seine Arbeit mit viel Leidenschaft ausübt. «Ein schöner Schnitt ist wichtig», betont der Ire, der unter anderem schon in Indien, Dubai, Oman und Russland für den Unterhalt von Golfplätzen zuständig war.

Zu tief verursacht Stress

Mit welchem Messer und wie kurz ein Golfplatzrasen geschnitten wird, hat einen grossen Einfluss auf dessen Qualität. Das Gras muss genügend Nährstoffe und genug Wasser haben, damit es sich optimal entwickelt. Deshalb darf der Schnitt auch nicht zu tief angesetzt werden. «Je tiefer man schneidet, desto stärker steht die Pflanze unter Stress und ist anfälliger für Krankheiten», erklärt McGlynn, kniet sich nieder und streicht über das frisch geschnittene Green. Nebst dem Mähen sind auch das richtige Mass bei der Drainage (nicht zu trocken und nicht zu nass) sowie beim Streuen von Sand auf der Rasenoberfläche (dem sogenannten Topdressing) wichtig für die richtige Pflege eines Golfplatzrasens. Das Bewässerungssystem, das vor fünf Jahren neu eingebaut wurde, muss er nur selten in Betrieb setzen, da der Boden meist feucht genug ist.

Gedüngt wird ständig ein bisschen. «Spoonfeeding» nennt Richard McGlynn die Vorgehensweise. Mit dem «Löffel» füttern wie bei den Babys: schön langsam und mit Mass. Zum Einsatz kommt ein Spezialdünger für Golfplätze, ein Langzeitdünger.

Farbe und Konturen

Die Qualität des Rasens ist das eine, die Gesamtoptik das andere. «Die Golferinnen und Golfer sollen mit einem freudigen Gefühl heimkehren. Deshalb ist es mir wichtig, dass der Platz schön aussieht. Dazu gehören ein bisschen Farbe und ein wenig Konturen», so McGlynn, der beim Bau des Golfplatzes in Gstaad oder beim Ybrig als Bauleiter tätig war. Sein Wissen hat er sich im Ausland beim Studium der Sports Surface Technology (Sportoberflächen-Technologie) angeeignet.

Für Farbe und Konturen auf dem Golfplatz sorgen Bäume, Bunker, Wasserhindernisse und vieles mehr. Auch dafür sind McGlynn und sein Team zuständig. «Die Rückmeldungen der Golfer sind uns wichtig.» Deshalb organisiert er einmal pro Saison einen Informationsabend, an dem er ihnen seine Arbeit vorstellt.

Zahlen und Fakten

Circa 110 Golfplätze in der Schweiz

Normalerweise wird ein Golfplatz von einem Golfarchitekten entworfen. Wesentliche Elemente sind dabei die Abschläge, die Fairways (Bereich zwischen Abschlag und Green) und die Greens, die jeweils mit einer Vegetation aus unterschiedlichen Sportrasenarten gedeckt sind. Dazu kommen noch die Bunker (mit Sand gefüllte Senken), Wasserhindernisse (Teiche, Wasserläufe) und das Rough (ungepflegtes Gelände). In der Schweiz gibt es gemäss Richard McGlynn ungefähr 110 Golfplätze.ak

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