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Ein Schulhaus mit Weitsicht

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Am Samstag hat die Primarschule Murten zum Tag der offenen Tür ins Schulhaus Längmatt geladen. Das liess sich so manche Familie nicht entgehen. Die Schulräumlichkeiten waren gefüllt mit Kindern, Eltern, Tanten und Grossvätern. Grund für den Anlass ist der Abschluss der ersten von zwei Umbauetappen des Primarschulhauses Längmatt. Das Teilprojekt war wegen der Erhöhung um zwei Stockwerke umstritten (siehe Kasten). Von dieser ersten Etappe sind die Schulzimmer betroffen. Der Start für das zweite Teilprojekt mit der Sanierung der Lehrerzimmer, der Administration und der Aula ist auf diesen Sommer angesetzt. Die grosse Eröffnungsfeier soll 2020 über die Bühne gehen.

Licht und Farben

So manches Kind nimmt seinen Vater oder die kleine Schwester an die Hand, um ihnen die neuen Zimmer zu zeigen. Denn die Schülerinnen und Schüler werden bereits seit den Frühlingsferien in den neuen Räumen unterrichtet. Fröhlich gehen sie auf Entdeckungstour. «Das Gebäude hat insgesamt gewonnen», erklärt Regula Hurni, Schulleiterin der Primarschule Murten, bei einem Rundgang. «Wir haben die Beleuchtung in allen Stockwerken auf LED umgestellt.»

Mehr Bilder ganz am Ende des Artikels.

Das Farbkonzept lasse Gänge und Schulräume farbig erstrahlen, «und doch ist es nicht überladen». Die Schulzimmer seien nun zwischen 80 und 90 Quadratmeter gross, «und damit eineinhalb Mal grösser als vor dem Umbau». Das sei der Platz, den die Lehrpersonen für den Primarschulunterricht benötigten. Fast zu jedem Schulzimmer kommt zudem ein kleinerer Gruppenraum, der für heilpädagogischen Stützunterricht, Religionsunterricht oder Gruppenarbeiten zur Verfügung steht. «Die Kinder waren begeistert, als sie sich das erste Mal in die neuen, noch leeren Räume begeben durften», erzählt Regula Hurni lachend. «Sie begannen sofort zu turnen und ‹Schwarzen Mann› zu spielen.»

Leicht höhere Kosten

Die Kosten für die erste Etappe belaufen sich auf rund sieben Millionen Franken, wie Alexander Schroeter, Gemeinderat von Murten, vor Ort erklärt. «Wir werden das Budget wahrscheinlich leicht überschreiten.» Ein Grund dafür sei die Umstellung auf LED-Beleuchtung auch im alten Schulhausteil. «Es ist ein nachhaltiger und zukunftsgerichteter Entscheid, den wir gefällt haben, kein Luxus», betont Schroeter.

«Die Kinder verbringen so viel Zeit in der Schule, sie haben das Recht auf schöne Zimmer und Aussicht.»

Alexander Schroeter

Gemeinderat Murten

 

Verzögerungen bei der Bautätigkeit hätten zudem dazu geführt, dass die Gemeinde für die 16 Container auf dem Pausenplatz länger Miete bezahlen muss. «Eigentlich wollten wir bereits nach Weihnachten in die neuen Räume umziehen», sagt Schroeter, «aber wir mussten die Container länger als Schulzimmer behalten.» Sich darüber aufzuregen, dass der eine oder andere Handwerker seine Arbeit nicht termingerecht abgeliefert hat und sich damit alles nach hinten verschob, lohne sich nicht.

«Es ist schöner geworden, als ich es mir vorgestellt hatte», freut sich der Gemeinderat nun über das Ergebnis. «Es ist nicht nur grösser, sondern auch das Raumgefühl mit dem Licht hat mich positiv überrascht.» Es sei gelungen, «und zwar in Bezug auf Ästhetik, Funktionalität und Harmonie – wir konnten viel herausholen». Auf die Frage, ob sich die Kinder durch die Aussicht auf den Murtensee oder das Stedtli nicht vom Unterricht ablenken liessen, antwortet Schroeter: «Kinder verbringen so viel Zeit in der Schule, sie haben das Recht auf schöne Zimmer und tolle Aussicht – sie werden sich schon nicht gross ablenken lassen.» Und auch die Lehrpersonen hätten ein Recht auf schöne Schulzimmer, fügt der Gemeinderat hinzu.

Chronologie

Der Weg zu genügend grossen Schulräumen

Das Primarschulhaus Längmatt in Murten wurde 1960 errichtet und diente bis 2001 als Sekundarschule. Seit der Eröffnung des OS-Prehl-Schulhauses ist die Primarschule im L-förmigen Bau untergebracht. Der Bau war veraltet, zudem waren die Schulzimmer zu klein für den Primarschulunterricht. Auf Stufe Orientierungsschule ist die benötigte Raumgrösse geringer. Von 2007 bis 2009 erfolgten Vorstudien zum Umbauprojekt für das Schulhaus Längmatt. Bereits damals fehlte es an genügend Schulräumen. Von 2011 bis 2012 erstellte die Schulraumplanungsgruppe ein Konzept und gliederte das Vorhaben in zwei Teile. Im Februar 2014 reichte die Gemeinde Murten das Baugesuch ein. Darauf folgten fünf Einsprachen, bei einer handelte es sich um eine Kollektiveinsprache. Dabei ging es insbesondere um die «Skyline» der geschützten Murtner Villen-Vorstadt. Einspracheverhandlungen führten zu keinem Ergebnis. Im Dezember 2015 wies das Oberamt des Seebezirks die Beschwerden mit Verweis auf Verdichtung ab. Die Einsprecher zogen den Fall nicht weiter vor Kantonsgericht. Im Sommer 2016 fuhren die Bagger für das erste Teilprojekt auf.

emu

 

 

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