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Ein seltenes Früchtchen in Freiburg

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im ganzen Kanton Freiburg finden sich auf Obstbaubetrieben genau neun Quittenbäume. Es gibt weder Kulturen noch eine Produktion, und die Obstbauern hüten sich davor, diesen Baum in ihre Reihen aufzunehmen. Warum bloss ist die hübsche gelbe Quitte unerwünscht?

Dies hat zwei Gründe, sagt Dominique Ruggli vom landwirtschaftlichen Institut in Grangeneuve. Einerseits ist der Quittenbaum äusserst anfällig für Feuerbrand, eine bakterielle Pflanzenkrankheit. Andererseits ist die Quitte eine Verarbeitungsfrucht: Sie muss erst gekocht oder gepresst werden, damit sie geniessbar wird. Hat man aber die Unannehmlichkeiten der Verarbeitung erst mal überwunden, so entstehen aus der harten, Vitamin-C-haltigen Frucht verschiedenste Gaumenfreuden: von Gelee zu Saft über Edelbrand. In der Schweiz sind vor allem zwei Sorten der Quitte bekannt: Ronda ist die eine, deren Namen sich auf die runde, apfelähnliche Form bezieht, und Vranja die andere, deren Silhouette eher an die einer Birne erinnert.

Diese Ähnlichkeit ist gar nicht so weit hergeholt: Die Quitte ist botanisch gesehen eng mit der Birne verwandt. Deshalb ist eine Veredelung möglich, eine gärtnerische Technik, bei der zwei Pflanzen verbunden werden. Das Wurzelwerk des Quittenbaums dient hier zur Unterlage für niederstämmige Birnbäume in Obstbaukulturen. Lässt man einen Birnenbaum natürlich wachsen, zieht er viel Energie aus dem Boden und schiesst in die Höhe. Der Quittenbaum als Unterlage aber bremst diese Energie und sorgt dafür, dass der Birnbaum nicht grösser als vier Meter wird.

ab/Bild zvg

Im Rahmen der Sommerserie «Was wächst und gedeiht» stellen wir verschiedene Freiburger Gewächse vor.

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