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Ein Sieg, der Lust auf mehr macht

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Den ersten Saisonsieg hat Düdingen am Samstag gegen Genf Volley problemlos mit 3:0 unter Dach und Fach gebracht. 25:13, 25:16, 25:15 – die Satzresultate sprechen eine klare Sprache und geben das Geschehen in der Leimackerhalle genauso brutal wieder, wie es war. Selbst als Düdingens Trainer Dario Bettello im dritten Satz seine Ausländerinnen Trine Kjelstrup und Rachel Giustino vom Feld nahm, waren die Power Cats klar überlegen. Nach 87 Minuten Spielzeit war der Spuk vorbei und die meisten der 250 maskierten Zuschauer dürften sich jene Frage gestellt haben, die sich nach so einseitigen Matchs immer aufdrängt: War der Sieger so stark oder der Verlierer so schwach?

Wie meistens lag die Wahrheit auch diesmal irgendwo in der Mitte, wenn auch mit einiger Schlagseite Richtung Gewinner. Düdingen spielte erstaunlich schnell, in der Annahme sehr sicher, machte wenig direkte Fehler und beeindruckte im Angriff mit einer 51-prozentigen Erfolgsquote. Natürlich war noch nicht alles Gold, was glänzte, insbesondere beim Service nicht, aber Perfektion erwartet bei Saisonbeginn auch niemand.

Einige Asse im Ärmel

Die Senslerinnen offenbarten bei ihrem ersten Saisonauftritt, dass sie in dieser Saison einige Asse im Ärmel haben. Eines davon heisst Trine Kjelstrup, ist 25 Jahre alt und kommt aus Dänemark. Die neu verpflichtete Diagonalspielerin hat gezeigt, warum sie zu Recht mit viel Vorschusslorbeeren eingedeckt worden ist. Mit ihrem wuchtigen Sprungservice brachte sie die gegnerische Annahme immer wieder in Schwierigkeiten, im Angriff spielte sie sehr variabel und druckvoll und leistete sich kaum Eigenfehler.

Viel Energie und Durchschlagskraft brachte auch Elena Steinemann, die neue Captain, auf den Platz. Überraschend war die starke Performance der 25-jährigen Aussenangreiferin nicht. Schon letzte Saison war sie eine überaus fleissige Punktesammlerin, ehe sie sich Anfang November am Fuss verletzte und für den Rest der Saison ausfiel. Die Thurgauerin spielt zwar noch mit einer Schiene am Sprunggelenk, «das ist aber mehr eine psychologische Stütze, als dass ich noch Schmerzen habe», erklärte die Spielerin mit der Trikotnummer 17. «Gegen Ende des Spiels habe ich ein paar Fehler zu viel gemacht, aber insgesamt bin ich mit meinem Comeback zufrieden.» Die Wucht, mit der Steinemann die Bälle in den gegnerischen Block schlägt, womit sie regelmässig Block-out-Punkte erzielt, ist bemerkenswert. Noch beeindruckender ist es, wenn man bedenkt, dass sie sich vor zwei Jahren einer komplizierten Schulteroperation hatte unterziehen müssen.

Einen starken Eindruck hinterliess am Samstag auch der Düdinger Block – obwohl Samantha Cash verletzungsbedingt fehlte. Samira Sulser und die erst 19-jährige Lea Zurlinden sorgten mit ihren beherzten Auftritten dafür, dass die amerikanische Mittelblockerin kaum vermisst wurde. «Samira und Lea waren letzte Saison auf dieser Position noch die Nummern drei und vier, jetzt standen die beiden während des ganzen Spiels auf dem Feld und haben ihre Sache super gemacht», freute sich Trainer Bettello über die Leistung seiner Schützlinge. «Es ist immer schön, wenn Spielerinnen solche Fortschritte machen.»

Erfreuliches und Bekanntes

Auch sonst war bei den Power Cats Erfreuliches und Bekanntes zu sehen, das man schon von der letzten Saison her kannte: Passeuse Méline Pierret verteilte die Bälle geschickt, variierte das Tempo und bezog alle Angreiferinnen ins Spiel ein. Libera Flavia Knutti zeigte, dass sie ein valabler Ersatz für die verletzte Thays Deprati sein kann. Und Sarina Wieland wird sich hinter Steinemann und der ebenfalls stark aufspielenden Amerikanerin Rachel Giustino auch diese Saison auf der Aussenposition mit der Nummer 3 zufriedengeben müssen.

Eine Sache war dann aber doch anders: Die Power Cats begannen die Partie auf der linken Feldseite, nachdem sie in den vergangenen zwölf NLA-Jahren den ersten Satz immer auf der anderen Seite absolviert hatten.

Genfs Ambitionen

In dem Masse, wie der Sieger am Samstag überzeugte, enttäuschte der Verlierer – und das war doch ziemlich überraschend. Denn nach dem ernüchternden neunten Platz der letzten Saison hatte Genf Volley unter seinem neuen Präsidenten Patrick Tran zünftig aufgeräumt. Beim Frühlingsputz fielen zehn Spielerinnen und Headcoach Ludovic Gruel dem Besen zum Opfer. Die neue Trainerin Aïda Shouk hat auf diese Saison eine neue, homogene Truppe zusammengestellt. Dank der kraftvollen schwedischen Nationalspielerin Diana Lundvall, der erfahrenen Amerikanerin Olivia Rusek und der gross gewachsenen (195 cm) Bulgarin Maria Dancheva will der Verein diese Saison hart zuschlagen. Die Playoffs sind das erklärte Minimalziel.

Doch die Realität sieht zumindest momentan anders aus. Wie, das zeigte sich exemplarisch zu Beginn des dritten Satzes. Nachdem die Genferinnen den vorherigen Durchgang nach einem Aufschlagfehler verloren hatten, begannen sie gleich wieder mit einem Aufschlag ins Netz. Eine schlechte Abnahme ins Out, eine Linienübertretung und eine Netzberührung später lagen die Gäste bereits mit 1:4 im Rückstand. Einzig zu Beginn des zweiten Satzes lag Genf zwischenzeitlich vorne, um mehr als zwei Punkte konnte es sich aber nie absetzen. «Genf hat sicherlich nicht das gezeigt, was es kann», sagte Elena Steinemann nach dem Spiel. «Nächsten Sonntag in Neuenburg wird uns ein ganz anderer Wind entgegenwehen.»

Telegramm

Düdingen – Genf 3:0(25:13, 25:16, 25:15)

Leimacker. – 250 Zuschauer. – SR: Weinberger/Dzankovic.

TS Volley Düdingen: Steinemann, Zurlinden, Kjelstrup, Giustino, Sulser, Pierret, Knutti (Libera); Eiholzer, Wieland, Mebus.

Genf Volley: Guyot, Lundvall, Klopfenstein, Dancheva, Rusek, Tryphosa, Aveni (Libera); Guscetti, Bielinski.

Bemerkungen: Düdingen ohne die verletzten Cash und Deprati.

Wahl zu den besten Spielerinnen: Steinemann und Dancheva.

«Gegen Ende des Spiels habe ich ein paar Fehler zu viel gemacht, aber insgesamt bin ich mit meinem Comeback zufrieden.»

Elena Steinmann

Spielerin TS Volley Düdingen

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