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Ein Spaziergang für Olympic

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Nein, unterhaltsam war die Partie zwischen Olympic und Massagno nicht. Nach sieben Sekunden gingen die Gastgeber durch Natan Jurkovitz in Führung. Sie sollten diese nie mehr abgeben. Nach dem ersten Viertel hiess es 24:13, zur Pause 37:21. Dabei war die erste Halbzeit zäh wie Kaugummi. Fast eine Stunde dauerte sie bei einer Nettospielzeit von zwanzig Minuten. Werbung für den Schweizer Basketball sieht anders aus. War ein ähnlicher Spielverlauf vor Wochenfrist gegen Aufsteiger Swiss Central noch absehbar, enttäuschten die Tessiner auf ganzer Linie. Miserable 21 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld landeten in der ersten Hälfte der Partie im Korb–unterirdisch. «Wir haben es nie geschafft, unser Spielsystem anzuwenden», sagte Marko Kraljevic nach Spielschluss. Der Flügel hatte letzte Saison noch das Trikot der Freiburger getragen und wusste deshalb: «Alle kennen die Philosophie von Olympic-Trainer Petar Aleksic, der eine aggressive Verteidigung spielen lässt. Damit kamen wir nie zurecht. Die Folge waren überhastete Abschlussversuche.»

Vorteile unter den Körben

Gewiss, die Freiburger starteten konzentriert und aufsässig in die Partie, doch allein dieser Tatsache die vielen Fehlwürfe der Tessiner zuzuschreiben, wären der Lorbeeren zu viel. Vielmehr war Massagno auf ganzer Linie überfordert, allem voran in der Zone unter den Körben. 52 Punkte erzielte das Heimteam aus dem Trapez heraus. Die Gäste kamen auf bescheidene zehn Punkte in Korbnähe. Einzig Pape Badji, der von Neuenburg ins Tessin gewechselt hatte, konnte einigermassen dagegenhalten (10 Rebounds). Doch dies alleine konnte selbstredend nicht reichen.

Zu stark waren die Freiburger unter dem Korb mit Jurkovitz, bis jetzt die Entdeckung der Saison, dem Amerikaner Andre Williamson (19 Zähler) und Arnaud Cotture, der von der Bank kam. «Es war nicht so einfach, wie es aussah», gab sich Williamson alle Mühe, den Spielgehalt der Partie schöner zu reden, als er war. «Wir wollten von Beginn weg eine hohe Intensität an den Tag legen.» Die Worte des Amerikaners in Ehren, sie zielten an der Wahrheit vorbei. Massagno hatte an diesem Abend nie auch nur den Hauch einer Chance.

Spielzeit für alle Spieler

«Wir haben das Spiel sehr ernst genommen und uns dementsprechend vorbereitet», erklärte derweil Aleksic. «Wir wussten, dass Massagno sehr gefährliche Werfer in seinen Reihen hat.» Einzig, von diesen war dann rein gar nichts zu sehen. Der dadurch einseitige Spielverlauf erlaubte es dem Olympic-Trainer, auch Spielern aus der zweiten Reihe wie Boris Mbala und Stan Leemans Einsatzzeit zu gewähren. «Ich versuche wann immer möglich auch diesen Jungs Spielzeit zu geben. Manchmal ist es nicht möglich, heute schon.» Alle hätten einen guten Job gemacht, würdigte Aleksic die Vorstellung seiner Mannschaft, wies aber gleich daraufhin, dass weiter hart gearbeitet werden muss.

Jurkovitz’ Basketball-IQ

 Ein spezielles Lob hatte er für Jurkovitz, der von NLB-Club Villars gekommen war, übrig. «Natan versteht das Spiel und hat einen hohen Basketball-IQ. Ich bin sehr glücklich, wie er sich bei uns eingeführt hat.» Aleksic sagt Jurkovitz eine grosse Zukunft voraus. «In zwei bis drei Jahren kann er ein wirklich guter Spieler werden. Momentan ist er noch zu wenig egoistisch und traut sich nicht viel zu.» Um gegen eine inferiores Team, wie es Massagno am Samstag gewesen war, genügte die Leistung von Jurkovitz allemal, um eine dominierende Rolle einzunehmen. Auch deshalb sagte Robbi Gubitosa, der restlos bediente Coach der Tessiner: «Ich habe Petar nach dem Spiel gesagt, dass sein Team die Meisterschaft gewinnen könne. Olympic, Genf und Monthey werden um den Titel spielen.» Das mag wohl so sein, eine Referenz, um die wahre Stärke der Freiburger zu kennen, war der Sieg gegen die Tessiner aber sicher nicht.

Telegramm

Olympic – Massagno 100:57 (37:21)

St. Leonhard. 800 Zuschauer. SR: Michaelides/Tagliabue/Pilet.

Freiburg Olympic:Williamson (19), Miljanic (17), Wright (10), Kovac (7), Jurkovitz (17); Kazadi (9), Mbala (8), Fongué (2), Cotture (9), Leemans, Damjanovic.

SAM Massagno:Day (18), Badji (4), Appavou, Grüninger (3), Gearhart (10); Varidel (9), Bracelli (2), Ishiodu, Andjelkovic (4), Kraljevic (3), Magnani (4).

Bemerkungen:Olympic ohne Molteni.–5 Fouls: Gearhart (36.).

 

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