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Ein Spiel auf Messers Schneide

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Autor: frank stettler

Wenn in einem Playoff-Viertelfinal der Vierte und Fünfte der Qualifikation aufeinandertreffen, ist a priori mit einer engen Serie zu rechnen. Die erste Partie am Samstag im St. Leonhard zwischen Olympic und Vacallo unterstrich diese These umgehend. In einem nicht immer hochstehenden, dafür aber intensiven Spiel schenkten sich die beiden Equipen nichts. Nachdem es nach drei Vierteln 44:44 gestanden hatte, fiel die Entscheidung erst in den Schlussminuten. Es war Dave Esterkamp, der mit einem erfolgreichen Distanzwurf zum 62:57-Zwischenstand erhöhte. Dieses Polster gaben die Freiburger in der Folge nicht mehr aus der Hand. Für den Amerikaner, der damit der eigentliche Matchwinner für Olympic war – sollte es der fünfte Dreier in diesem Spiel gewesen (Trefferquote von 71 Prozent!) sein.

Wie ein Schachspiel

Dass die Gastgeber den Vorsprung in den letzten Minuten verteidigen konnten, war indes keineswegs selbstverständlich. Immer wieder erarbeitet sich Olympic im Verlaufe der Partie einen kleinen Vorteil, gab diesen dann aber wieder aus der Hand. Dies lag nicht zuletzt an Vacallo, das geschickt zwischen einer Zonenverteidigung und einer Manndeckung variierte. «Es war wie ein Schachspiel», resümierte Esterkamp. «Gegen Vacallo ist dies immer so.» Er habe mit Distanzwürfen den Erfolg gesucht, damit sein Team im Spiel bleibe, so der langjährige Olympic-Ausländer weiter. «Ich habe von meinen Mitspielern den Ball gekriegt und getan, was nötig war. Das ist ein grosser Sieg für uns. Schliesslich spielt man die Qualifikation, um in den Playoffs Heimrecht zu geniessen. Das wollten wir unter keinen Umständen gleich im Auftaktspiel aus der Hand geben.»

Im Vorfeld dieser Serie schien ein Vorteil der Freiburger auf den Positionen unter dem Korb mit dem Trio Brendon Polyblank, Ron Yates und Oliver Vogt zu liegen. Aber ausgerechnet dieser Trumpf stach nicht. Nur gerade 15 Punkte steuerte dieses Trio zum Erfolg bei. «Dies liegt sicher an der Zonenverteidigung von Vacallo», analysiert Olympic-Trainer Damien Leyrolles. «Diesbezüglich müssen wir uns verbessern und die Balance zwischen dem Spiel von aussen und unter dem Korb finden.» Zufrieden war der Franzose mit dem Debüt seines neuen Amerikaners Tarick Johnson. «Mit seiner guten Defensivarbeit und seiner Energie ist er für unser Spiel wertvoll. Klar ist aber auch, dass Tarick nicht immer 13 Punkte erzielen wird.»

Beeindruckender Vay

Auch Vacallo präsentierte mit Fabricio Vay, letzte Saison immerhin als bester Söldner in der österreichischen Liga ausgezeichnet, ein neues Gesicht. Der Argentinier hinterliess mit 21 Punkten einen ausgezeichneten Eindruck. «Gut möglich, dass Vay in dieser Serie punktemässig auf diesem Level weiterfahren wird», zeigte sich auch Leyrolles beeindruckt. Vay selbst gab sich bescheiden. «Das war für mich ein ausgesprochen guter Abend», versuchte er zu suggerieren, dass er nicht immer so treffen würde. Nur abkaufen wollte man es ihm nicht so recht. Vays Feststellung, dass Vacallo die Viertelfinalserie durchaus gewinnen könne, war da schon treffender. «Wie ich schon vorher gesagt habe, die Chancen stehen weiter 50:50», bekräftigte damien Leyrolles seine Prognose. «Gegen dieses Vacallo wird jede einzelne Partie ein grosser Kampf werden. Positiv ist, dass wir heute konzentriert waren. Das gibt uns Sicherheit. Und wir müssen uns bewusst sein, dass es eine lange Serie geben wird.»

Dieser Meinung ist auch Leyrolles’ Gegenüber Rodrigue Pastore. «Es war eine richtige Playoff-Partie. Wir hätten eine Spur konstanter auftreten müssen, um Olympic zu bezwingen. Es ist aber noch nichts verloren.» Pech hatten die Tessiner, dass mit Marcus Sloan und Rokas Uzaz nach der Pause zwei Ausländer angeschlagen waren.

Bereits übermorgen Mittwoch kommt es im St. Leonhard zu Spiel zwei der Serie. Gut möglich, dass Pastore, der mit Pape Badji und dem weiteren Neuzugang Georges Diamantopolus auf den Ausländerpositionen Alternativen hat (nur fünf sind pro Spiel erlaubt), neue Kräfte bringen wird. «Wir werden sehen», liess sich der Italiener nicht in die Karten schauen.

Olympics neuer Amerikaner Tarick Johnson fügte sich spektakulär in seine neue Mannschaft ein.Bild Charles Ellena

Telegramm

Olympic – Vacallo 71:63 (32:25)

St. Leonhard; 1650 Zuschauer; SR: Pizio, Musard, Wirz.

Freiburg Olympic: Kazadi (5); Thomas (4); Johnson (13); Petkovic (13); Polyblank (2); Yates (10); Esterkamp (21); Vogt (3).

SAV Vacallo:Schneidermann (8); Sloan (1); Gibson (21); Uzas (19); Ramseier (3); Zivanovic; Vay (21); Koludrovic.

Bemerkungen:Olympic ohne Forbey, Savoy und Schwab (alle verletzt), Vacallo ohne Diamantopolus und Badji (überzählige Ausländer). – Viertelresultate: 11:9, 21:16, 12:19, 27:19. – Beste Spieler: Esterkamp und Vay.

«Gegen dieses Vacallo wird jedes Spiel ein grosser Kampf werden.»

Autor: Damien Leyrolles

Autor: Trainer Freiburg Olympic

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