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Ein Spiel mit Licht und Farben

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Die Josephskapelle liegt unter der Sakristei in der Pfarrkirche Wünnewil. Sie ist in den letzten Monaten vollständig renoviert worden. Der Raum erhielt mehr Luft, indem die Deckenträger entfernt beziehungsweise in die Decke versenkt wurden. Auch wurden Altar, Ambo, Parkettboden und Bestuhlung erneuert, die Wände gestrichen und die Beleuchtung neu gestaltet (FN vom 21. Dezember 2012). Den Abschluss bildet die Neugestaltung der Fenster. Hierfür hat die Baukommission einen Projektwettbewerb ausgeschrieben, aus dem das Projekt «Lichtgesang» als Sieger hervorgegangen ist. Die Umsetzung erfolgte in den letzten Wochen.

Buntes Fensterband

«Mein Ziel war es, mehr Atmosphäre in den Raum zu bringen», erklärt der Freiburger Künstler Ivo Vonlanthen. Er wollte das Tageslicht, das durch die kleinen runden Butzenglasfenster kommt, mit verschiedenen Farbtönen auffächern. Die Butzenfenster durften wegen des Kulturgüterschutzes nicht angetastet werden. Dafür hat er vor die drei Fenster und die Mauerstücke ein Band von Scheiben aus farbigem Glas montiert.

In der Kapelle wechseln sich Licht und Dunkel durch die indirekte Beleuchtung in Kombination mit den weissen Wänden und der dunklen Möblierung aus Nussbaum ab. Diese Farbsituation hat Ivo Vonlanthen aufgenommen und im Fensterband wiederholt: die Glasscheiben wechseln von Violett, Rosa und Blau bis zu Gelb, Orange und Braun. Manche stehen für sich, andere überlappen sich einmal oder gar zweimal. Daraus entstehen zusätzliche, teils überraschende Lichteffekte. «Es ist wie ein Aufdecken und Zudecken des Lichts, vom Tageslicht über all die Stufen von farbigem Licht bis zum Dunkel», sagt er.

Beim äussersten Fenster ist ein schmaler Schlitz offengeblieben, durch den Tageslicht durchschimmert. Im mittleren Teil setzt eine einzelne vergoldete Scheibe einen besonderen Akzent. Die mundgeblasenen Scheiben der Fensterfront sind nicht akkurat geschnitten, sondern haben weiche Ränder. Deutlich sind Unreinheiten, Rillen und Blasen zu sehen. Kommt wenig Licht von draussen herein, wirkt das sieben Meter lange und rund 95 Zentimeter hohe Fensterband eher dunkel. Sobald Sonnenstrahlen durch die Butzenscheiben gelangen, erzeugen die Glasplatten und ihre Variationen überraschende Lichtspiele an die Wände, die Decke oder auf den Boden.

Zur Person

Huldigung an das Licht

Das Projekt «Lichtgesang» in der Josephskapelle stammt von Ivo Vonlanthen. Er stammt aus St. Antoni und ist in der Stadt Freiburg als freischaffender Maler tätig. Der 54-Jährige arbeitet seit vielen Jahren bei Creahm mit, einem Verein, der behinderte Künstler fördert. Er sei sich bewusst, dass sein modernes Werk mancher Vorstellung eines traditionellen Kirchenfensters widerspricht. «Man muss sich auf die Stimmung einlassen», sagt er. Die «Huldigung an das Licht», wie er das Werk umschreibt, sei ein schöner Ausgangspunkt, um eine spirituelle Atmosphäre zu schaffen, «da ja das Licht von materiellen bis in geistige Zustände zu vermitteln vermag».im

Renovation: Kirche wird farbiger und heller

D ie Pfarrkirche von Wünnewil wird umfassend renoviert. Die erste Etappe betraf die Erneuerung der Heizung und der Gewölbeisolation. Die zweite Etappe sieht eine Verbesserung der Akustik und eine neue Beleuchtung vor. Dazu bekommt der Innenraum die Farben zurück, die er einst hatte. Die Kirche, die in den 1930er-Jahren erbaut wurde, hat heute nämlich einen beige-grauen Anstrich. Das entspricht aber nicht der ursprünglichen Farbe der Kirche. Damals hatte man bei der modernen Kirche aus Beton bewusst auf traditionelle Bögen und Friese verzichtet, dafür aber für die Wände kräftige Farben gewählt. Diese sind in den 1980er-Jahren übermalt worden, weil sie stark verschmutzt waren und nicht mehr dem damaligen Geschmack entsprachen.

Zweite Etappe folgt

Die Kirche wird in zwei Etappen renoviert. Die Restauration der Josephskapel- le verlief parallel zur ersten Etappe. Dieser Raum wird unter der Woche regelmässig benutzt. Er soll während der Renovation vermehrt für Andachten oder Messen zur Verfügung stehen. Die Arbeiten der zweiten Etappe wurden an der Pfarreiversammlung Ende März genehmigt. Eine Neugestaltung des Chorraumes und der liturgischen Zone, die der Versammlung als zusätzliche Option vorgeschlagen wurde, fand vor allem aus Kostengründen keine Mehrheit. Somit bleibt die als Treppenlandschaft gestaltete Liturgiezone aus den 1980er-Jahren bestehen. Die Restaurierungsarbeiten beginnen im Sommer. Bis Ostern 2014 sollen sie abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Franken. Während der Bauarbeiten ist die Kirche geschlossen. Für die liturgischen Anlässe wird auf die Josephskapelle, auf Flamatt und auf die umliegenden Kirchen der Seelsorgeeinheit ausgewichen. Grosse Kirchenfeste werden in der Aula der OS Wünnewil abgehalten. im

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