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Ein Spiel mit vielen Fragezeichen

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Wenn Volley Düdingen heute Abend im Sechzehntelfinal des europäischen CEV-Cups auf ZOK Luka Bar trifft (20 Uhr, St. Leonhard), dann sind Überraschungen vorprogrammiert. Denn über das Team aus Bar, der 14 000-Einwohner-Stadt im Südwesten von Montenegro, ist nur wenig bekannt. So fördert die Internetrecherche zutage, dass die Frauenequipe vom 55-jährigen Vladimir Milacic, dem ehemaligen montenegrinischen Nationalcoach, trainiert wird. Nach Angaben auf der CEV-Home­page gehören 16 Spielerinnen zum Kader von Luka Bar, der Altersdurchschnitt liegt bei 18,6  Jahren, die Durchschnittsgrösse bei 180 cm. Jüngste Spielerin ist die Passeuse Ines Hodzic (14), die grösste Spielerin ist Aussenangreiferin Milena Burzanovic (195 cm). Auf nationaler Ebene scheint Luka Bar ziemlich dominant zu sein: Das Team hat alle Begegnungen gewonnen und ist Tabellenleader. Und sonst?

 

Dario Bettello, wie haben Sie Ihr Team auf das Spiel gegen ZOK Luka Bar vorbereitet?

Auf dem Internetportal Volleymetrics findet man Videos und Analysen zu zahlreichen Teams, die die Landesverbände aus der heimischen Meisterschaft zur Verfügung stellen. Allerdings arbeiten nicht alle Landesverbände mit dieser Plattform zusammen, zum Beispiel Frankreich nicht und leider auch Montenegro nicht. Also haben wir mit Vasas Obuda Budapest Kontakt aufgenommen, das im Oktober in der Champions-League-Qualifikation gegen Luka Bar gespielt hat, und haben um ein Video vom Spiel gebeten. Allerdings haben wir nie eine Antwort bekommen. Über den Freund eines Bekannten von einem Kollegen haben wir über mehrere Ecken besagtes Video doch noch erhalten. Sehr aussagekräftig war es allerdings nicht.

Warum nicht?

Die Trikotnummern der Spielerinnen stimmten nicht mit der offiziellen Kaderliste, die auf der CEV-Homepage zu finden ist, überein. Die Nummer 15 zum Beispiel, die angeblich der Captain ist, wäre demnach fast nie auf dem Feld gestanden. Herauszufinden, welche Spielerinnen auf dem Video überhaupt zu sehen sind, war ziemlich kompliziert und zeitaufwendig. Zudem hat das Spiel gegen Budapest bereits im Oktober stattgefunden. Seither sind zwei Monate vergangen und Luka Bar dürfte sich in dieser Zeit weiterentwickelt haben. Unser Gegner hatte es bei seiner Matchvorbereitung deutlich einfacher: Von den Power-Cats findet man unzählige Videos, nicht zuletzt auf unserem Youtube-Kanal.

Haben Sie dennoch irgendwelche Anhaltspunkte aus dem einen Videostudium gewinnen können?

Luka Bar spielt nicht so sehr durch die Mitte, es forciert seine Aussen- und Diagonalspielerinnen. Die Nummer 6 (Milena Burzanovic) ist mit 195 cm sehr gross. Sie und eine andere Angreiferin, die auch über 190  cm gross ist, erhalten relativ viele Bälle.

Was hat das für Auswirkungen auf Ihre Taktik?

Für unseren Block bedeutet das, dass er sich jeweils früh entscheiden muss, wo er sich hinstellt. Zudem müssen wir unser Spiel forcieren und den Gegner unter Druck setzten, damit er seine starken Angreiferinnen nicht sauber lancieren kann. Aber wie gesagt, wir haben von Luka Bar nur ein Spiel gesehen, und erst noch kein sehr aktuelles. Daraus auf die Spielweise der Montenegrinerinnen zu schliessen, wäre Lotterie. Wir müssen auf alles vorbereitet sein.

Der Altersdurchschnitt von Luka Bar liegt bei 18,6 Jahren, vier Jahre tiefer als bei Düdingen. Könnte das ein Vorteil für Ihr Team sein?

Von den 16 Spielerinnen von Luka Bar werden nur 12, vielleicht 13 nach Freiburg kommen. Die Juniorinnen, die zum Team gehören und die mit ihren 14, 15 Jahren den Altersdurchschnitt senken, bleiben höchstwahrscheinlich zu Hause. Dann gleicht sich der Altersdurchschnitt wieder etwas aus. Aber ja, wir sind etwas routinierter, und das könnte sich zu unserem Vorteil auswirken. Andrerseits: Wenn die Trikotnummern auf der Kaderliste von Bar nicht korrekt aufgeführt sind, könnten ebenso gut die Jahrgänge der Spielerinnen falsch sein.

Was auffällt: Bei Luka Bar spielen nur Montenegrinerinnen. Braucht das Team keine ausländischen Verstärkungen, weil es auch so stark genug ist, oder fehlen ihm die finanziellen Mittel, um Söldnerinnen zu engagieren?

Eher Zweites. Volleyball hatte schon im Staatenbund Serbien-Montenegro einen hohen Stellenwert und gehört in Serbien auch heute noch zu den Nationalsportarten. In Montenegro ist es ähnlich. Allerdings ist in den Vereinen nicht so viel Geld vorhanden, weshalb sie vornehmlich mit lokalen Spielerinnen arbeiten. Das macht Luka Bar offensichtlich ziemlich erfolgreich, es dominiert die heimische Meisterschaft.

Wie stark ist die montenegrinische Liga einzuschätzen?

Wenn ich das wüsste (lacht). Die besten Volleyballerinnen des Landes sind eher nicht dort engagiert. Wenn sie bekannt werden und gut spielen, wechseln sie ins Ausland. Das Europacup-Spiel gegen uns ist für die aktuellen Spielerinnen von Luka Bar denn auch eine Chance, sich international zu präsentieren und sich für ein Auslandengagement zu empfehlen. Nicht zuletzt deshalb erwarte ich einen bis in die Fingerspitzen motivierten Gegner.

Die Stärke des Gegners ist das eine, die eigenen Qualitäten sind das andere. Beim knappen 3:2-Sieg im letzten NLA-Spiel gegen Cheseaux hat Ihr Team keinen bestechenden Eindruck hinterlassen.

Am Samstag haben wir sicherlich mehr Mühe bekundet als erwartet. Das liegt zum einen an Cheseaux, das in dieser Saison deutlich besser spielt als letztes Jahr. Das Team hat in den letzten fünf Begegnungen immer gepunktet und bereits Kanti Schaffhausen ein 2:3 abgetrotzt. Die Halle in Cheseaux ist klein und ziemlich dunkel, da ist es nicht einfach zu spielen. Zum anderen machen sich im Dezember bei den Spielerinnen jeweils kleinere körperliche Beschwerden bemerkbar, die sich im Verlauf der Meisterschaft aus kleineren Bobos akkumuliert haben.

Was liegt für Ihr Team resultatmässig drin?

Sagen wir es so: Das, was ich auf Video von Luka Bar gegen Budapest gesehen habe, hat mich nicht besonders beeindruckt. Wenn das Team tatsächlich auf diesem Niveau spielt, dann haben wir sehr gute Chancen auf ein Weiterkommen. Wie aussagekräftig dieses Video in Bezug auf den aktuellen Formstand von Luka Bar ist, weiss ich allerdings nicht.

CEV-Cup

Gemeinsam für ein Freiburger Sportfest

Mit dem dritten Schlussrang in der letztjährigen NLA-Meisterschaft hat sich Volley Düdingen für den CEV-Cup 2019/20 qualifiziert. Im zweithöchsten europäischen Wettbewerb hinter der Champions League sind die Power-Cats inzwischen ein regelmässiger Gast. Nach der Premiere gegen die Béziers Angels in der Saison 2016/17, den Duellen gegen Hapoel Kfar Saba Tel Aviv und Dresden (2017/18) sowie dem letztjährigen Spiel gegen Fatum Nyiregyhaza ist es bereits der fünfte CEV-Cup-Auftritt der Düdingerinnen. Gegner im heutigen Sechzehntelfinal (20 Uhr) ist ZOK Luka Bar aus Montenegro.

«Freiburger Sportfest»

Düdingen trägt seine Partie aus organisatorischen und infrastrukturellen Gründen erneut in der Basketballhalle St. Leonhard in Freiburg aus. Anders als in anderen Jahren hat der Verein mit zahlreichen namhaften Sportclubs wie Freiburg-Gottéron, Freiburg Olympic, den Düdingen Bulls oder dem SC Düdingen zusammengespannt und auf deren sozialen Netzwerken Werbung für die Partie gegen Luka Bar und den Volleyballsport im Allgemeinen gemacht. «Ziel der Aktion ist es, die Freiburger Sportvereine zusammenzubringen und dieses Sportfest zusammen zu feiern», erklärt Christian Marbach, Präsident der Power-Cats. «Die Resonanz bei den anderen Vereinen war gross, das hat mich sehr gefreut.»

Hatten letztes Jahr 822 Zuschauer den Auftritt der Power-Cats im St. Leonhard mitverfolgt, so erhofft sich Marbach von der Aktion eine noch grössere Kulisse. «Wenn wir 1000 Leute ins Stadion bringen könnten, wäre das genial.»ms

CEV-Cup

«Ein gemeinsames Sportfest»

Mit dem dritten Schlussrang in der letztjährigen NLA-Meisterschaft hat sich Volley Düdingen für den CEV-Cup 2019/20 qualifiziert. Im zweithöchsten europäischen Wettbewerb sind die Power-Cats inzwischen ein regelmässiger Gast. Nach der Premiere gegen die Béziers Angels in der Saison 2016/17, den Duellen gegen Hapoel Kfar Saba Tel Aviv und Dresden (2017/18) sowie dem letztjährigen Spiel gegen Fatum Nyiregyhaza ist es bereits der fünfte CEV-Cup-Auftritt der Düdingerinnen. Gegner im heutigen Sechzehntelfinal (20 Uhr) ist ZOK Luka Bar aus Montenegro.

Düdingen trägt seine Partie aus organisatorischen und in­fra­struk­turel­len Gründen erneut in der Basketballhalle St. Leonhard in Freiburg aus. Heuer hat der Verein mit zahlreichen namhaften Sportclubs wie Freiburg-Gottéron, Freiburg Olympic, den Düdingen Bulls oder dem SC Düdingen zusammengespannt und auf deren sozialen Netzwerken Werbung für die Partie gegen Luka Bar gemacht. «Ziel der Aktion ist es, die Freiburger Sportvereine zusammenzubringen und dieses Sportfest gemeinsam zu feiern», erklärt Christian Marbach, Präsident der Power-Cats. «Die Resonanz bei den anderen Vereinen war erfreulich gross.»

Hatten letztes Jahr 822 Zuschauer den Auftritt der Po­wer-Cats im St. Leonhard mitverfolgt, so erhofft sich Marbach von der Aktion eine noch grössere Kulisse. «Wenn wir 1000 Leute ins Stadion bringen könnten, wäre das genial.»ms

«In Montenegro ist nicht so viel Geld vorhanden, weshalb die Vereine fast nur mit lokalen Spielerinnen arbeiten.»

«Das, was ich von Luka Bar gesehen habe, hat mich nicht besonders beeindruckt.»

«Luka Bar spielt nicht so oft durch die Mitte, sondern forciert ­seine Aussen- und Diagonal- spielerinnen.»

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