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Ein Spiel nicht nur für Hündeler

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Im Pfarreizentrum in St. Antoni trafen sich im Rahmen der Sensler Kulturtage am Samstag 38 passionierte Spielerinnen und Spieler zum Dog-Turnier. Dog? Auch wenn es danach klingen mag: Im Pfarreizentrum wurden keine Hundekämpfe ausgetragen. Bei «Dog» handelt es sich um ein altes Brettspiel – das dem bekannten «Eile mit Weile» ähnelt. Die Engländer nennen dieses Spiel «Tock», die Deutschen «Tack» und die Franzosen «Le jeu de toc». Hierzulande heisst es–wegen einem sprachlichen Missverständnis–«Dog». Mit Hunden hat das Spiel also nichts zu tun.

Gespielt wird Dog in Zweierteams. Jeder Spieler versucht, seine vier Kugeln über einen Rundkurs ins Ziel zu bringen. Anders als bei «Eile mit Weile» wird mit Jasskarten statt Würfeln gespielt. Je nach Kartenwert können die Kugeln auf dem Brett verschoben werden. Am Turnier dauerte eine Spielrunde 20 Minuten. In dieser Zeit versuchten die Teams, so viele Kugeln wie möglich ins Ziel zu bringen. Jede Kugel gab einen Punkt, wer alle ins Ziel brachte, erhielt zehn Punkte.

Spannend bis zum Schluss

Kämpfe trugen die Spieler am Dog-Turnier trotzdem aus. Blut floss aber keines, so verbissen waren sie nicht. Michel Modoux, Präsident der Kulturkommission von St. Antoni und Organisator des Turniers, sagte die letzte und entscheidende Runde an. Er wies auf einen Tisch und sagte: «Dort wird es spannend, dort entscheidet sich das Turnier.» Am besagten Brett massen sich Fabio Ackermann und Sandro Brülhart mit Werner Dutly und Philipp Zahno. Ackermann und Brülhart lieferten ein starkes Spiel.

 Nur Sekunden vor Schluss zauberte Brülhart – zum Erstaunen aller Beteiligten – ein Ass auf das Brett und brachte so noch seine letzte Kugel ins Ziel.

Am Ende reichte der Effort von Ackermann und Brülhart nicht. Der Taferser Werner Dutly und der Heitenrieder Philipp Zahno sicherten sich trotz Niederlage im letzten Spiel den Titel. «Wir hatten viel Glück», sagte Zahno nach dem Triumph bescheiden. «Gute Karten in den Finalspielen haben uns den Sieg gebracht», so Dutlys Manöverkritik.

Dog-verrückte Sensler

Dutly und Zahno sind erfahrene Dog-Spieler und messen sich regelmässig mit ihren Frauen. «Mittlerweile sind wir gut eingespielt, und unsere Strategie ist abgestimmt», erklärt Werner Dutly gegenüber den FN. Der Sensebezirk ist ein Dog-Mekka: Viele Anwesende waren an diesem Nachmittag mindestens so enthusiastische Dog-Spieler wie die beiden Turniersieger. Sogar der jüngste Teilnehmer, der 12-jährige Simon Nägelin aus Bösingen, blickt auf eine mittlerweile sechsjährige Karriere zurück. Er spielte mit seinem Vater am Turnier mit. Gemeinsam erreichten sie den elften Rang.

Mit dem ersten Dog-Turnier in St. Antoni ist Organisator Michel Modoux zufrieden. «Wir hatten viele Anmeldungen, die Spiele waren sehr fair und die Stimmung toll.» Ob nächstes Jahr wieder ein Dog-Turnier stattfinde, wisse er noch nicht. Fest steht: Angefressene Sensler Dog-Spieler gibt es genug.

Bis gestern Abend konnte die Koordinationsgruppe der Sensler Kulturtage noch keine abschliessende Bilanz über die viertägige Veranstaltungsreihe ziehen. Laut Franziska Werlen, Leiterin des Sensler Museums, wolle man erst noch die Rückmeldungen der einzelnen Veranstalter abwarten.

Beliebtes Spiel: Es traten 38 Spielerinnen und Spieler an.

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