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Ein Stelldichein der App-Entwickler

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«Es ist kein Anlass von Google», stellt Jacques Supcik, Professor an der Hochschule für Technik und Architektur (HTA) Freiburg, klar. Das DevFest Switzerland 2017 vom kommenden Wochenende in Freiburg ist der grösste schweizerische Anlass für Goog­le-Technologien und wird von den Google Developer Groups organisiert.

«Wir sind komplett frei in der Gestaltung des Programms. Wir können auch Technologien präsentieren, die nichts mit Google zu tun haben», so Supcik. Der Internetriese aus dem Silicon Valley unterstütze das DevFest, indem er Referenten zur Verfügung stellt und die Anreise von auswärtigen Rednern entschädigt.

Dass Freiburg zum ersten Mal Austragungsort dieses zweitägigen Events ist, hat damit zu tun, dass es in der Schweiz neben Zürich nur noch in Freiburg eine aktive Google Developer Group gibt (siehe Kasten). Jacques Supcik hat diese im letzten Jahr mit zwei Studenten der HTA ins Leben gerufen und ist nun für die Organisation des Events zuständig.

Einfluss auf die Wirtschaft

Das Programm des DevFest 2017 dreht sich um die vier Schwerpunkte Technologie für die Mobiltelefonie, Web-Technologien, Googles Cloud-Plattform und vernetzte Geräte. Big Data, Virtual Reality, weibliche Technologie, Sprachmuster oder Swisscoms künstliche Intelligenz werden einige der spezifischen Programmpunkte sein. Die Referenten dazu kommen aus mehreren europäischen Ländern. Die Konferenzen werden ergänzt durch Stände verschiedener Anbieter, Programmier-Ateliers sowie Arbeitsstationen mit den in den Vorträgen behandelten Technologien. Zum Empfang werden die 140 angemeldeten Besucher PC-Spiele aus den 80er- und 90er-Jahren wiederentdecken.

Für Jacques Supcik geht es beim Anlass auch darum, den erweiterten Zusammenhang dieser IT-Technologien aufzuzeigen, insbesondere deren Einfluss auf Start-ups wie auch auf etablierte Wirtschaftsunternehmen.

Zum Android Developer wird man, wenn man selber Apps entwickelt und sie nachher auf dem Google Play Store verbreitet. Für einen einmaligen Beitrag von 25 Franken könne man sich als Android Developer registrieren lassen. Wer seine Apps gratis anbietet, muss dem Internetriesen nichts weiter bezahlen, wer seine Apps aber verkauft, gibt Google eine Provision ab.

Da liegt in den Augen von Supcik auch einer der Gründe, warum Google die weltweiten Chapter und deren Anlässe unterstützt. «Die Entwickler tragen die Technologien oft in die Firmen hinaus, bei denen sie arbeiten», meint der Professor. Derzeit sei Google insbesondere daran interessiert, seine eigene Cloud noch bekannter zu machen. Marktleader in diesem Bereich sei Amazon.

Beim App-Store ist Apple der grosse Konkurrent von Google. Wie Supcik sagt, habe auch Apple eine solche Developer Community. Der Mitgliederbeitrag sei dort etwas höher, und die Qualitätskontrolle der angebotenen Apps strikter. Jacques Supcik will aber nicht von einem Glaubenskrieg zwischen Google und Apple sprechen. «Viele der App-Ent­wickler für den Google Store arbeiten auf Apple-Geräten», verrät er.

Ein weiterer Grund, warum die grossen Internet-Unternehmen die Entwickler von Apps so betreuen, ist der Fachkräftemangel. Gerade Google mit einem Sitz in Zürich ist darauf angewiesen, Personal auch in der Schweiz zu rekrutieren.

An diesem Fachkräftemangel sei die Branche aber mitschuldig, betont der Freiburger Professor: «Nur wenige IT-Unternehmen bilden auch Lehrlinge aus. Viele eigentlich interessierte Junge sind auf diese Weise blockiert.» Die Fachhochschulen könnten die Verantwortung für die Ausbildung nicht alleine wahrnehmen. In der Freiburger Berufs­fachschule gebe es derzeit zwei Informatiker-Klassen, eine dritte wäre aber nötig. Supcik selbst leistet einen weiteren Beitrag, um Jugendliche für sein Fachgebiet zu begeistern: Er organisiert jährlich Ferienpass-Ateliers.

«Wir können auch Technologien präsentieren, die nichts mit Google zu tun haben.»

Jacques Supcik

Professor an der HTA Freiburg

Zahlen und Fakten

2500 Anlässe in 103 Ländern

Google Developers Groups bestehen aus Entwicklern, die an der Google-Technologie interessiert sind. Darunter fallen Android, Chrome, Cloud, Maps oder Youtube. Die Google-Gruppen sind in Chapters vereint. Insgesamt gibt es weltweit 545 Chapters in 103 Ländern. Zu den Auflagen eines Chapters gehört die Organisation von Anlässen; pro Jahr sind es weltweit rund 2500. In der Schweiz gibt es derzeit Gruppen in Zürich, Basel und Freiburg. Wie Jacques Supcik sagt, gab es auch eine Gruppe in Lausanne. Die Basler Gruppe ist ganz klein; bei Freiburger Anlässen waren 10 bis 15 Personen zugegen. Google hat für die Betreuung ihrer Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwei Personen angestellt.

uh

 

«Zahlreiche App-Entwickler für den Google Store arbeiten auf Apple-Geräten.»

Jacques Supcik

Google-App-Entwickler

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