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Ein turbulentes Jahr gemeistert

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«Freiburg hat seine Arbeitslosigkeit im Griff.» Mit dieser Aussage eröffnete Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen (CVP) gestern vor den Medien seinen Beitrag zur Jahresbilanz des Amts für den Arbeitsmarkt. Mit dieser Aussage schloss er seine Rede auch ab.

 Das vergangene Jahr sei turbulent und kontrastreich gewesen, sagte Vonlanthen. Neben Niederlassungen und Erweiterungen von einigen Unternehmen, die Stellen schafften, sei das Jahr auch von mehreren Hiobsbotschaften geprägt gewesen. «Die Konkurse der Firmen Boxal und Ilford sowie der Stellenabbau bei Polytype haben gezeigt, dass das wirtschaftliche Leben ein stetes Auf und Ab ist», so Vonlanthen.

Effiziente Zusammenarbeit

Trotz dieser Krisenfälle ist die kantonale Arbeitslosenquote 2013 gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gestiegen. Damit liegt Freiburg deutlich unter dem schweizerischen Mittel von 3,2 Prozent und verzeichnet das beste Ergebnis unter den Westschweizer Kantonen.

Dieses gute Resultat sei auf ein rasches Handeln seitens des Amts für den Arbeitsmarkt zurückzuführen–«sowie auf eine effiziente Querschnittspolitik», so Vonlanthen. So sei die Zusammenarbeit mit anderen Ämtern wie dem Amt für Berufsbildung oder der Wirtschaftsförderung entscheidend, erklärte Vonlanthen am Beispiel von Ilford: «Alle Lehrlinge haben dank einer effizienten Zusammenarbeit sehr schnell einen neuen Ausbildungsplatz gefunden.»

Auch was die restlichen ehemaligen Mitarbeiter von Ilford betreffe, seien einige Erfolge zu verzeichnen gewesen. Von den 164 Personen, die sich im Dezember als arbeitslos gemeldet haben, haben 86 Personen bereits eine neue Arbeit gefunden, so Vonlanthen. Manche dieser Leute seien schon sehr gut ausgebildet gewesen, andere hätten fehlendes Wissen durch Weiterbildungen ergänzt, erklärte Charles de Reyff, Dienstchef des Amts für den Arbeitsmarkt. «Zudem waren auch viele Unternehmen sehr solidarisch und haben Leute bei sich aufgenommen.» So zum Beispiel der Schlachtbetrieb Micarna in Courtepin, in welchem die Pressekonferenz stattfand.

Kontrolle des Arbeitsmarkts

 Die Verhütung drohender und die Bekämpfung bestehender Arbeitslosigkeit sei zwar wichtig, jedoch nicht die einzige Aufgabe des Amts für den Arbeitsmarkt, sagte Charles de Reyff. Der zweite grosse Bereich ist die Einflussnahme auf den Arbeitsmarkt, darunter der Schutz der Arbeitnehmer und die Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Die insgesamt über tausend Kontrollen hätten gezeigt, «dass die grosse Mehrheit der Freiburgerinnen und Freiburger in einer technisch sicheren Umgebung arbeiten», so de Reyff. Auch halte sich die grosse Mehrheit der Unternehmen an die orts- und branchenüblichen Arbeits- und Lohnbedingungen für Arbeitnehmende, die vom Abkommen über den freien Personenverkehr betroffen seien. «Die Situation hat sich in den letzten Jahren verbessert», sagte de Reyff und ergänzte: «Seit 2004 sind in Freiburg keine Fälle von massivem oder wiederholtem Lohndumping aufgedeckt worden.»

Drei Trümpfe für Freiburg

Als Grund für die gute Position Freiburgs sehe er vor allem drei Elemente, sagte Beat Vonlanthen den FN. «Zum einen ist unsere Wirtschaft sehr diversifiziert und nicht auf einzelne Branchen spezifiziert.» Dementsprechend sei sie auch weniger anfällig auf Krisen. Zweitens sei das demografische Wachstum Freiburgs zu nennen. «Unser Kanton ist dynamisch und es werden viele neue Arbeitsplätze geschaffen», so Vonlanthen.Und schliesslich sei auch die gute Struktur des AMA für die relativ entspannte Lage auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich. «Die Leute, welche Arbeit suchen, werden individuell und professionell begleitet.»

Zahlen und Fakten

Arbeitslosenquote im April 2014 leicht gesunken

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg betrug 2013 laut dem Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) 2,7 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung. Damit ist sie im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen: 2012 lag sie im Schnitt bei 2,4 Prozent. Trotzdem liegt Freiburg nach wie vor unter dem schweizerischen Mittel von 3,2 Prozent. 2013 haben die Mitarbeiter der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) rund 12000 Anmeldungen zur Arbeitslosigkeit bearbeitet. Dies sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Jeder Personalberater hat 2013 über 130 Dossiers betreut. Die Vermittlungsquote betrug dabei 58 Prozent. Ein weiterer Indikator für die Wirtschaftslage ist die Kurzarbeit, die Unternehmen gewährt wurde, um Entlassungen zu vermeiden. Mit 103000 Stunden sind die durch Kurzarbeit verursachten Ausfallstunden gegenüber dem Vorjahr (146000 Ausfallstunden) deutlich zurückgegangen. Durchschnittlich waren pro Monat 172 Arbeitnehmende von Kurzarbeit betroffen; im Vorjahr betrug diese Zahl 273. Trotz des Rückgangs bleibt die Zahl höher als in den Jahren vor der weltweiten Wirtschaftskrise von 2008. So wurden 2007 nur 17500 Ausfallstunden verzeichnet. Wie das AMA gestern mitteilte, ist die Zahl der Arbeitslosen im April 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt neu 4262 Personen. Der Rückgang der Arbeitslosenquote betrifft hauptsächlich das Bauhaupt- und das Baunebengewerbe. In der Schweiz ging die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zurück.rb

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