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Ein Volkskalender mit Tradition

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir freuen uns, Teil der langen Tradition des Freiburger Volkskalenders zu sein», meinte Imelda Ruffieux an der gestrigen Medienkonferenz, an der die 112. Ausgabe des Kalenders vorgestellt wurde. «Was sich die Initianten vor 112 Jahren überlegt haben, gilt auch heute noch», stellte die Redaktorin fest. Zusammen mit ihren zwei Redaktionskolleginnen Yvonne Jungo und Trudi Schneuwly hat Imelda Ruffieux zum zweiten Mal eine Ausgabe des Freiburger Volkskalenders erarbeitet. Der Kalender ist jetzt zwar farbig und mit zeitgenössischem Layout, setzt aber wie schon vor 112 Jahren auf lokale Themen und Texte, die sonst nirgends zu finden sind. «Viele treue Leser warten auf den Kalender», freute sich Yvonne Jungo. «Der Freiburger Volkskalender ist etwas Beständiges. Nach all den Jahren wurde er zu einem Sammlerstück und dient als Nachschlagewerk.»

Kalender im Kopfüber-Format

Der Freiburger Volkskalender ist ein «Kalender im Kalender» und erscheint als sogenannte Kopfüber-Variante. Den eigentlichen Kalenderteil erkennt man an seinem traditionellen Titelbild, auf dem Paare in Deutschfreiburger Trachten zu sehen sind. Hier findet man das Kalendarium mit dem Gartenkalender, Chroniken aus Gemeinden und Pfarreien, Nachrufe und einen Unterhaltungsteil. Exklusiv für den Kalender hat Ulrike Zurkinden zwölf Heilpflanzen gezeichnet, deren Wirkung erklärt wird.

Wendet man den Kalender und dreht ihn auf den Kopf, so sieht man das orangefarbene Titelbild des redaktionellen Teils. Hier haben lokale Autorinnen und Autoren eine bunte Mischung aus Texten und Reportagen aus den Bereichen Geschichte, Volkskunde oder Natur und Kultur verfasst. Jeder dieser 18 Texte wurde exklusiv für den Volkskalender geschrieben.

Das Redaktionsteam hat die Texte zum Teil selber erstellt oder Autoren für bestimmte Themen gesucht. Immer wieder bekommt das Team auch Anfragen von lokalen Autoren, die gerne etwas für den Kalender schreiben möchten. «Es gibt in Deutschfreiburg wenig Möglichkeiten, einen Text frei zu publizieren», meinte Yvonne Jungo.

Lesestoff für kalte Wintertage

«Die Arbeit in der Redaktion des Volkskalenders hat viele Facetten», erzählte Trudi Schneuwly. Man könne kreativ sein, Detektiv spielen und seine Leidenschaften einbringen. Ihre Leidenschaft fürs Badminton brachte sie dazu, die Idee zum Text «Von der Kirche in die Nati A», zu lancieren. Detektivarbeit erledigte sie für den Text über die Trachten auf dem Titelbild des Volkskalenders. Im Rahmen dieser Recherche konnte auch herausgefunden werden, welche Freiburger Persönlichkeiten die Trachten auf dem Bild tragen.

Natürlich finden wir auch die Corona-Pandemie im neuen Volkskalender, dies in Form eines Erlebnisberichts einer Sensler Schulleiterin. Einige Texte befassen sich mit Jubiläen, die nächstes Jahr anstehen: Die Kaisereggbahnen gibt es seit 75 und das Kino in Murten seit 20 Jahren, seit 25 Jahren ist die Brecca im Bundesinventar der geschützten Landschaften. Der Kalender erzählt, wie es beinahe dazu kam, dass die Eisenbahn durch das Jauntal führte, und wie früher ganze Häuser auseinandergebaut und an einem anderen Ort wiederaufgebaut worden sind. All diese und noch andere Text bilden zusammen ein reichhaltiges Paket von gutem Lesestoff für kalte Wintertage.

Die 4000 Kalenderexemplare stehen ab sofort zum Verkauf und können in vielen Dorfläden, Kiosken und Buchhandlungen Deutschfreiburgs für 20 Franken erstanden werden.

Agnus Dei

Verborgener Schatz an der Kränzlitracht

In seinem Text «Ein grosses Medaillon und sein kleines Geheimnis» widmet sich Charles Folly dem Agnus Dei, im Senslerdeutschen «Ginggi» genannt. Diese Medaillons wurden von unverheirateten Mädchen zur Kränzlitracht getragen und sind heute meistens leer. Der pensionierte Lehrer hat aber beim Öffnen eines Agnus Dei einen erstaunlichen Fund gemacht. So stiess er auf ein kleines Büchlein, ein sogenanntes «Breverl». Der kleine Faltzettel barg ein wahres Konglomerat an Schutzsprüchen und Gebeten, zum Teil waren sie magischen Ursprungs, zum Teil von der Kirche geduldete Schutzmittel. Ein Beispiel ist das «Glückselige Hauskreuz», das die Menschen vor Krankheiten und Seuchen bewahren sollte. Einige lose Heiligenbilder sollten die Trägerin des Agnus Dei ebenfalls beschützen. «Diese kleinen Zettel wurden auch gegessen und wirkten dann sozusagen von innen», erklärte Charles Folly. «Daher auch der Name Fresszettel.»

In der Mitte des Breverls fand Folly eine sogenannte Schabmadonna aus Ton, die denselben Zweck erfüllen sollte. «Die Leute kratzten einen kleinen Teil ab und schluckten die Partikel, um sich vor Krankheiten zu schützen,» so Folly.

Wann das Agnus Dei zum letzten Mal geöffnet wurde, weiss Folly nicht. «Es kann gut sein, dass die Besitzerinnen es nie geöffnet und einfach auf die Schutzwirkung des Amuletts vertraut haben.»

cbs

 

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