Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Votum gegen das politische Establishment

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

E

in zweiter Durchgang erübrige sich, hatte CVP-Ständerat Beat Vonlanthen am Abend des ersten Wahlgangs als Zweitklassierter verlauten lassen. Nur drei Wochen später ist er abgewählt. Schlimmer gehts nicht aus seiner Sicht. Auch wenn es wegen der groben Panne bei der Verarbeitung der Wahlresultate einen Rekurs und damit wahrscheinlich eine Überprüfung der Wahlresultate geben wird, ist das Desaster für Vonlanthen und für seine Partei zumindest absehbar. Seit 1857 war die CVP oder ihre Vorgängerpartei immer in der Freiburger Ständeratsdelegation vertreten. Seit 1979 und Otto Piller hatte Deutschfreiburg zudem stets einen Vertreter in der Ständekammer. Die Abwahl Vonlanthens hat somit historische Dimensionen. Das gilt auch für die Wahl der FDP-Kandidatin Johanna Gapany, die nun neben dem komfortabel wiedergewählten SP-Ständerat Christian Levrat als erste Frau einen Freiburger Ständeratssitz innehat. Sie ist politisch zwar ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt und steht in vielen Belangen weiter rechts als Vonlanthen. Dennoch hat Gapany mit ihrer Frische und mit ihrem jugendlichen Charme viele Wählerinnnen und Wähler von sich überzeugt. Andersrum hat es Vonlanthen nicht geschafft, für den zweiten Wahlgang genügend Wähler zu mobilisieren. Das muss ihm zu denken geben – und mehr noch seiner Partei. Denn die Wahl von Gapany ist nicht in erster Linie ein Affront gegenüber Deutschfreiburg, das nun vorläufig nicht mehr im Ständerat vertreten ist. Vielmehr ist es ein Votum gegen das politische CVP-Establishment und für einen Wechsel der politischen Kultur. Zu lange verharrte die CVP im Gefühl der politischen Überlegenheit, fühlte sich zu sicher und gefeit vor wirklich schmerzlichen Niederlagen. Die gestrige Schlappe bei der Ständeratswahl belehrt die Partei eines Besseren. Sie muss nun dringend ihre Hausaufgaben machen, will sie bei den kantonalen Wahlen 2021 bestehen und in vier Jahren wieder zu den Ständeratswahlen antreten. Sie ist es allen voran der engagierten Parteijugend schuldig, die bislang oft nur als Stimmenlieferantin gut genug war.

Kommentar

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema