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Ein Weinbauer setzt auf das Schweizerkreuz

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Autor: Josef Jungo

In Vallamand-Dessus, an den Rebbergen über dem südwestlichen Murtenseeufer, sieht der Weinbauer und Einkellerer Daniel Matthey der Zukunft der Schweizer Weinproduzenten kritisch entgegen. Der Grund für Mattheys Unbehagen ist die schlecht koordinierte Werbung für den Schweizer Wein. «Wir produzieren nur 40 Prozent des Weinverbrauchs in der Schweiz und haben immer mehr Mühe, unsere Weine abzusetzen», klagt Matthey. Für den Waadtländer ist eine nationale Werbestelle für Schweizer Weine überfällig.

Diskret hat Matthey auf den neu gestalteten Selbstklebe-Etiketten seines Weins das Schweizerkreuz integriert. «Le petit plus», wie er das Kreuz nennt, soll die Differenz ausmachen und das Bewusstsein für einheimische edle Tropfen stärken. Auf die Idee für die Neugestaltung der Etikette mit Einbezug des Schweizerkreuzes kamen Daniel Matthey und seine Ehefrau Doris auf einer Österreich-Reise.

Schweizer trinken häufig nur zum Essen Wein

In den letzten Jahren hätten sich die Trinkgewohnheiten verändert, hielt Matthey an einer Pressekonferenz am letzten Freitag fest. Viele Schweizerinnen und Schweizer tränken Wein nur noch zum Essen. Die einst traditionellen Apéros um 11 Uhr kenne man kaum mehr. Zum Konsumrückgang habe auch die Senkung der Blutalkoholgrenze auf 0,5 Promille beigetragen.

Andererseits hätten die Winzer und Einkellerer in den letzten Jahren dank Fortschritten in der Anbau- und Kellereitechnik grosse Fortschritte erzielt. Es seien in dieser Zeit zudem neue Sorten auf den Markt gekommen. «Wir haben noch nie so gute Weine produziert», findet Matthey.

Gleichzeitig müsse festgestellt werden, dass die ausländischen Weine in der Schweiz Marktanteile gewinnen. Laut Matthey ist der Konsument heute weniger beständig und zieht Weine exotischer und billiger Herkunft den vertrauten Sorten aus einheimischen Weinregionen vor. Diese Entwicklung findet der Winzer besorgniserregend. Es sei deshalb höchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen. Für die Erarbeitung und Durchsetzung einer effizienten Marketingstrategie schlägt der Weinbauer die Schaffung einer nationalen Werbestelle für Schweizer Weine vor.

Bevölkerung sensibilisieren

Matthey will mit seiner persönlichen Initiative etwas in Bewegung bringen und die zuständigen Kreise sowie die Bevölkerung sensibilisieren. Er ist ausserdem der Meinung, dass die Schweizer Weine in der Gastronomie mehr Beachtung verdienen würden. Es gehe ihm um die Zukunft der Branche.

Laut Mattheys Aussage teilen Berufskollegen seine Meinung, halten sich aber im Moment noch zurück.

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