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Ein Weingut als Jugendtraum

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Wie der Freiburger Bankier Meinrad C. Perler zum grössten Weinberg-Besitzer im Tessin wurde

Autor: Von JOSEF JUNGO

100 Jahre Merlot, 25 Jahre Weingut dell’Or: Meinrad C. Perler hätte Grund zum Feiern, doch das berühre ihn nur wenig. «Das überschwengliche Feiern, wie es im Rahmen des Jubiläumsjahres erfolgt, entspricht nicht meinem Naturell», sagt er. Er habe dies auch gar nicht nötig, bemerkt er mit Blick auf die Diplome und Auszeichnungen, die er in der zum Carnotzet umfunktionierten ehemaligen Kapelle ausstellt. An internationalen und nationalen Wettbewerben hat er für seine Spitzenweine schon mehrere Goldmedaillen gewonnen. Mit grossem Erfolg nimmt er jeweils an Weinmessen teil und erfreut sich an der grossen Kundschaft. Mit der Familie und Belegschaft werde er das 25-Jahr-Jubiläum Tenimento dell’Or natürlich schon feiern, ergänzt er.

Weinbauer mit Leib und Seele

Er habe im Leben mehrmals einen neuen Weg eingeschlagen, wenn er «gewisse Entscheidungen oder Situationen nicht mittragen konnte», beschreibt Perler seinen Berufswechsel. «Mit 50 Jahren wollte ich die Banktätigkeit aufgeben», dieses Ziel habe er sich schon früh gesetzt.Der Kauf des verlotterten Weingutes dell’Or im Jahre 1981 zusammen mit sechs Teilhabern, die sich später wieder zurückzogen, war wohl ein grosses Wagnis, doch es erlaubte ihm, seinen Jugendtraum zu erfüllen. Gerne wäre er Agrar-Ingenieur geworden. Jetzt ist der bald Siebzigjährige mit Leib und Seele Weinbauer – aktiv und mit vielen Plänen.Das erworbene Weingut wurde bereits im 18. Jahrhundert in Dokumenten erwähnt. Es soll eines der wichtigsten Weingüter des Mendrisiottos gewesen sein, auf dem insbesondere Weissweine produziert wurden. Nach der Zerstörung der Rebstöcke durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf dem Betrieb keine Reben mehr angepflanzt. Das Gut blieb aber im Rebbaukadaster des Kantons. «So konnten wir sofort mit dem Anpflanzen von Reben beginnen», erinnert sich Perler.«Doch es musste auch Lehrgeld bezahlt werden», so der ehemalige Bankier. Der ihm geratene Anbau von Chasselastrauben habe sich als Fehler erwiesen. Diese Sorte benötige zu viel Wasser und sei nicht geeignet für die Böden im Mendrisiotto.

Blockiertes Kellerei-Projekt

In der gleichen Zeit, in der die Rebberge angelegt wurden, wurde das Gut vollständig renoviert. So wurde auch ein Weinkeller erbaut, der mit dem Ausbau der Produktion längst zu klein geworden ist. Das schon vor einigen Jahren erarbeitete Projekt für eine neue Kellerei von etwa 1500 Quadratmetern für die Vinifizierung des Saftes der über 25 verschiedenen Rebsorten kommt jedoch nicht voran. Obwohl die Gemeinde das Projekt mit zustimmendem Gutachten an den Kanton weitergeleitet habe, würden ihm bürokratische Hindernisse in den Weg gelegt, erzählt Perler mit etwas gedämpfter Stimme. «Es ist mein einziger Ärger, doch dieser vermag meine Freude am Weinbau und am Umgang mit Menschen kaum zu schmälern.Das geräumige Haus enthält sechs grosszügige Wohnungen, die zum Teil als Ferienwohnungen vermietet werden.

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