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Ein weiterer Düdinger Derby-Sieg

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Seit 2012 wartet Freiburg auf einen Sieg im Derby gegen Düdingen, die Wartezeit geht für die Hauptstädter nach der 1:3-Niederlage am Samstag zumindest für ein halbes Jahr weiter. Die Sensler reihten gegen den FCF unter ihrem neuen Trainer Daniel Monney den dritten Sieg in Folge aneinander und dürfen dank diesem Hoch im Abstiegskampf plötzlich wieder hoffen.

Aufseiten des Verlierers hatten die Querelen in der Führungsetage in der letzten Woche um die Präsidenten-, Trainer- und Sportcheffrage ihre Spuren deutlich hinterlassen. Die Gästemannschaft wirkte vor allem in der zweiten Halbzeit völlig verunsichert und muss froh sein, schon jetzt den Ligaerhalt gesichert zu haben.

Bei Düdingen hatten die zwei Siege gegen Martigny und Azzurri dem Selbstvertrauen der Mannschaft sichtlich gutgetan. Insgesamt zeigte der SCD eine ziemlich gute Leistung und war viel siegeshungriger. Im Endeffekt entschied die klar höhere Effizienz der Sensler dieses spielerisch doch enttäuschende Spiel, das eigentlich nur von ein paar schönen Kontertoren des Gastgebers lebte, aber sonst eben ein Match zwischen zwei Teams aus der hinteren Tabellenlage war.

Dindamba der glückliche Matchwinner

Nach dem Match präsentierte sich der erst 24-jährige Elie Dindamba den wartenden Journalisten mit einem breiten Grinsen. Ihm war zuvor ein fast optimaler Match gelungen, den er mit zwei herrlichen Kontertoren in den ersten 45 Minuten entschieden hatte. Kurz vor dem Führungstor in der 21. Minute hätte eigentlich Freiburg in Führung gehen müssen, doch der junge Goalie Kai Stampfli hielt sein Team mit einer guten Parade im Spiel. So starteten die Sensler zu einem schnellen Konter, der der frühere FCF-Stürmer Dindamba am herauslaufenden Goalie Sléo Freiburghaus vorbei kaltschnäuzig abschloss.

Das spielte natürlich dem abstiegsbedrohten SCD in die Karten, und als man zehn Minuten später sogar nachdoppeln konnte, war dieser mit Spannung erwartete Match mehr oder weniger schon vorentschieden. «Plötzlich schiessen wir jetzt in den wichtigen Momenten die Tore und haben hinten auch das Glück, das uns zuvor fehlte», zogen sowohl Goalie Stampfli wie auch Dindamba ein gemeinsames Fazit nach dem Schlusspfiff.

Das lange Zeit gut mitspielende Freiburg kam mit einem tollen Freistosstor von Bryan Rodrigues ins Lattenkreuz (35.) wohl noch einmal bis auf ein Tor heran. Zugleich war das aber der letzte richtige Angriff der Gäste bis Spielende – sehr zum Unmut des schwer enttäuschten FCF-Coachs Ismaël Djelid: «Ich weiss nicht warum, aber nach der Pause hat meine Mannschaft aufgehört, Fussball zu spielen und dadurch Düdingen zurück ins Spiel gebracht. Unser Gegner hat sich den Sieg verdient.»

In der 69. Minute erhöhte dann Goalgetter Dylann Nyangi nach schöner Vorarbeit von Aussenstürmer Gezim Shalaj sogar auf 3:1, und in der Nachspielzeit bot sich Einwechselspieler Marco Fasel sogar noch die Möglichkeit, das Ganze noch gesalzener zu machen. Dem Neuzuzug aus Ueberstorf fehlte jedoch im letzten Moment etwas die Kaltschnäuzigkeit, die seine Mannschaft davor so ausgezeichnet hatte.

Düdingen mit gutem Gerüst

Trotz des Trainerwechsels hat sich nicht allzu viel beim SCD verändert, aber unter Trainer Monney hat die Mannschaft wieder ein solides Gerüst erhalten, was am Samstag dem Gegner völlig abging. Hinten macht die junge Abwehr um Keeper Stampfli und Mittelverteidiger Fabian Suter einen tollen Job, in der Mitte schliessen Piller und Ziegler die Lücken, und nach vorne geht dank den schnellen und guten Stürmern die Post plötzlich ab. «Mit jedem Sieg steigt natürlich das Selbstvertrauen, und wir gehen plötzlich mehr Risiken ein als vorher», sieht Kai Stampfli, der trotz der Rückkehr von Stammgoalie Maxime Brenet seinen Posten mit Bravour hält, die Fortschritte seiner Mannschaft. Und Elie Dindamba sieht nach diesem Sieg im Ligaerhalt wieder Land in Sicht: «Wenn wir so weitermachen und alles optimal für uns läuft, können wir den Weg über den Strich schon am nächsten Samstag in Echallens schaffen.» Noch ist es natürlich nicht so weit, denn die Konkurrenz schläft nicht. Aber die letzten Auftritte der Rot-Weissen lassen bei den erneut zahlreich erschienenen Fans doch wiederum berechtigte Hoffnung aufkommen. Die Resultate und vor allem die Auftritte des Tabellenvorletzten zeigen eine steigende Formkurve.

Viele Fragezeichen beim FCF

Morgen Dienstag will der Klub über wichtige Schritte bezüglich seiner Zukunft orientieren. So soll es neben einem neuen Präsidenten auch einen neuen Sportchef geben – und zum Leidwesen des Trainers, der die Mannschaft letztes Jahr vor dem Abstieg bewahrt hat, wohl auch einen neuen Coach. «Diese Diskussionen hinter der Kulisse sind nicht spurlos an meiner Mannschaft vorbeigegangen», sagt Trainer Djelid. «Ich konnte das Team so kaum richtig vorbereiten, und zu was das führt, hat man in unserer katastrophalen zweiten Halbzeit ja gesehen.» All diese offenen Fragen dienen natürlich nicht dazu, eine kompetitive Mannschaft für die nächste Saison zusammenzustellen. Im Birchhölzli spielte die Dreierabwehr ohne defensive Absicherung kaum auf 1.-Liga-Niveau, und als es wirklich um die Wurst ging, liessen die vielen technisch guten, aber zum Teil launischen FCF-Spieler jeden Siegeshunger vermissen.

Telegramm

Düdingen – Freiburg 3:1 (2:1)

Birchhölzli. – 900 Zuschauer. – SR: Mujo Dedukic. Tore: 21. Dindamba 1:0. 31. Dindamba 2:0. 35. Rodrigues 2:1. 69. Nyangi 3:1.

SC Düdingen: Stampfli; Portmann (79. Sommer), Suter, Moussa, Rytz; Piller, Ziegler; Rebronja, Dindamba (88. Catillaz), Shalaj; Nyangi (70. Fasel).

FC Freiburg: Freiburghaus; Schmidhäusler, Bize, Ndarugendamwo, Bamele (67. M Sabeg); Ozouf, Mejdi (77. Cerezo); C. Ademi (57. Efendic); Nzinga, Rodrigues; Tsoutsis.

Bemerkungen: Düdingen ohne Cassarà, Corovic (beide verletzt); Freiburg ohne Ombala (gesperrt), D. Ademi (verletzt).

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