Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Wettspiel ohne Ranglisten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Rund 300 Musikerinnen und Musiker aus sieben Musikkorps des Seebezirks sowie einer Gastgesellschaft aus dem Kanton Waadt versammeln sich am ersten Juni-Wochenende in Cressier zum Musikfest des Seebezirks. Das Festmotto «Cress’end’eau» ist ein dreifaches Wortspiel aus der musikalischen Vortragsbezeichnung Crescendo, dem Ortsnamen Cressier sowie dem Begriff Eau, also Wasser. «Der Murtensee unterscheidet den Seebezirk von den anderen Bezirken», erklärt Christophe Savoy, Kommunikationsverantwortlicher im Organisationskomitee. So drehe sich das Fest um das Thema Wasser.

Erstmals im Mehrzwecksaal

Den eigentlichen Kern des Festes bilden die Wettspiele. Am Samstagnachmittag stellen sich die Korps im Mehrzwecksaal der Jury. «Nun können wir den Saal mit seiner Akustik erstmals für ein Bezirksmusikfest nützen.» Weil der Saal beim letzten Fest 1993 noch nicht gebaut war, fanden die Wettbewerbe damals in der Kirche statt. «Aber die Kirche hallte stark.»

Am Sonntagvormittag folgt der Marschmusikwettbewerb auf der Route Gonzague Reynold. Maurice Donnet-Monay und Pascal Schafer werden die Vorträge im Saal bewerten, Pascal Schafer beurteilt den Marschmusikwettbewerb. Für ein Bezirksmusikfest reiche auch ein Juror aus, meint Savoy. «Denn es gibt keine Ranglisten.» Stattdessen erhält jedes Musikkorps einen Bericht. Darin zeigt die Jury die Stärken der Formation auf und erklärt, wo sich das Korps noch verbessern kann. Anschliessend an ihr Wettspiel konzertieren die Musikgesellschaften im Festzelt.

«Immer etwas Neues»

Das Bezirksmusikfest findet ungefähr alle drei Jahre statt. Die Musikkorps des Bezirks übernehmen die Organisation nach einem fixen Turnus. Die Brass Band l’Elite aus Cressier war 1993 zum letzten Mal an der Reihe gewesen. «Wir versuchen jedes Mal, etwas Neues einzubauen», sagt Savoy. So konzertieren dieses Jahr unter anderem erstmals mehrere kantonale Veteranengesellschaften am Musikfest.

In diesen Gesellschaften treffen sich häufig pensionierte Musiker aus den Musikkorps. «Irgendwann mag man nicht mehr so viel üben, um ganz vorne mitspielen zu können», erklärt Savoy. In den Veteranengesellschaften zähle das persönliche Zusammensein mehr als hohe musikalische Ambitionen. «Die Gesellschaften haben bis jetzt für sich gespielt, sind aber noch nie zusammengekommen.» Am Samstag spielen die kantonalen Veteranengesellschaften der Kantone Freiburg, Neuenburg und Unterwallis je ein eigenes Konzert im Festzelt.

Weiter bieten die Organisatoren mit der offenen Bühne diversen Formationen eine Plattform. Die Stilrichtung ist dabei ebenso offen wie die Dauer des Konzertes. «Die Konzertdauer hängt auch von der Anzahl der Einschreibungen ab», so Savoy. Diese seien nötig, um die Konzerte zu koordinieren.

Umzug mit 40 Gruppen

Am Musikfest kommt auch das Unterhaltungsprogramm nicht zu kurz. Am Freitagabend eröffnet die Brass Band Freiburg mit einer Konzertshow das Musikfest. Am Samstagabend konzertiert die Gastgesellschaft aus Pampigny, bevor die Alpin Vagabunden für Stimmung sorgen.

Am Sonntag ist die Reihe an den Jungmusikern. Nach einem Konzert der Murtner Kadettenmusik spielt die Young Harmonic Band, ein Zusammenschluss der Jungmusiker aus Bärfischen und Courtepin sowie den Gemeinden Belfaux, Grolley, Cressier und Courtion.

Ein Höhepunkt ist der grosse Festumzug. Über 40 Gruppen ziehen am Sonntagnachmittag vom Bahnhof Cressier bis zum Festplatz. Unter den Gruppen finden sich unter anderem der Trachtenverein aus dem Vully, der schweizerische Klub für Berner Sennenhunde oder der Fussballclub von Cressier. «Wir wollen mit unserem Fest die Menschen des Bezirks zusammenbringen und dabei auch Vereine ausserhalb der Blasmusikszene integrieren», erklärt Savoy.

Wie bei jedem Musikfest bildet ein Ensemblestück den Abschluss des offiziellen Teils. Die 300 beteiligten Musikerinnen und Musiker spielen anschliessend an den Umzug gemeinsam den Marsch «Crescendo», den der Dirigent der Stadtmusik Murten, Beat Waeber, eigens für das Fest geschrieben hat.

Praktische Informationen

Zwischen Wettbewerb und Unterhaltung

Das diesjährige Bezirksmusikfest des Seebezirks findet vom 2. bis am 4. Juni in Cressier statt. Der grosse Festplatz befindet sich im Schlosspark. Dort können sich die Besucher im Festzelt verpflegen und den verschiedenen Konzerten zuhören. Die weiteren Lokalitäten sind die Mehrzweckhalle für den Saalwettbewerb, die Route Gonzague Reynold für den Marschmusikwettbewerb und die Verbindung zwischen dem Bahnhof und dem Festplatz für den grossen Umzug. Das Fest beginnt am Freitag um 20 Uhr und dauert bis um 3 Uhr in der Früh. Am Samstag eröffnet das Konzert der Veteranengesellschaften um 11.45 Uhr den Festbetrieb, der bis um 3 Uhr in der Nacht dauert. Am Sonntag beginnt der Marschmusikwettbewerb um 10 Uhr. Nach dem Umzug um 15 Uhr sorgt das Molotow Brass Orkestar ab 18 Uhr für den Ausklang bis um Mitternacht.

sos

 

www.cressendeau.ch

Mehr zum Thema