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«Ein wunderbares Schmucktruckli»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

«So, jetzt läuft alles», sagt Moderator Dani Fohrler. Es ist eine Minute vor neun Uhr, der Radiomann steht vor dem Tea-Room Monnier in Murten und prüft sein Mikrofon mit dem Schriftzug von DRS 1. Die Terrasse an der Hauptgasse ist prall mit Menschen gefüllt, wie an einem der sonnigen Touristensonntage, doch dies ist ein ganz gewöhnlicher Donnerstagmorgen – würde da nicht ein DRS-Sendewagen in der Gasse stehen, vor ihm ein Polizist und dahinter Dani Fohrler.

«Das will ich ihm zeigen»

Die Sendung beginnt, das Schweizer Radio schickt jetzt zwei Stunden lang Geschichten über Murten und seine Menschen in den Äther, live und unverfälscht. Als Erste zu Wort kommt die Liedermacherin Véronique Müller. Sie hat die Schweiz vor 37 Jahren am Grand Prix Eurovision de la Chanson vertreten und be-grüsst Dani Fohrler mit «Welcome!», um dann mit ihm über die Zweisprachigkeit in Murten zu reden. «Wäre ich keine Murtnerin, wäre ich ein anderer Mensch geworden», sagt Müller.

Einige Schaulustige harren an den Monnier-Tischchen geduldig aus und hoffen, von Fohrler ebenfalls einige Minuten oder auch nur Sekunden der Sendezeit geschenkt zu bekommen. «Das hier will ich ihm zeigen», sagt eine Frau zu ihrem Begleiter und raschelt geheimnisvoll mit einer kleinen Plastiktüte.

Fondue und frische Feigen

«Noch 28 Sekunden», kommt der Countdown für das nächste Interview aus dem Sendewagen – es geht Schlag auf Schlag. Jetzt ist Stadtführerin Beatrice Magnin an der Reihe. «Die Hauptgasse ist die Hauptschlagader», sagt Magnin; sie verkauft das Städtchen Murten in diesen Sekunden der ganzen Schweiz. Über eine halbe Million Zuhörer hat die Serie «Treffpunkt Stadtgeschichten», wie Fohrler den FN erzählt. Ein Massenpublikum, das nun auch die Gewerbetreibenden aus ihren Altstadtgeschäften lockt. Bernhard Aebersold bringt frischen Nidelkuchen aus seiner Bäckerei und erklärt dem Moderator, dass es in Murten auch salzigen Kuchen mit Speck und Kümmel gibt. Willkommene Werbeminuten, und Aebersold kommt in Fahrt: «Als Freiburger produzieren wir natürlich auch Fonduekuchen», sagt er ins Mikro, und nicht nur er strahlt, sondern auch Dani Fohrler – solches will das Radiopublikum hören.

In Murten sei die Temperatur im Schnitt ein Grad höher als im Rest der Schweiz, sagt ein Mann, der frische Feigen aus seinem Murtner Garten mitgebracht hat. Dani Fohrler isst nun Feigen und scherzt, er werde nach all diesen Köstlichkeiten auf das Zmittag verzichten müssen. Rund um ihn hat sich in der ersten Sendestunde eine imposante Menschentraube angesammelt.

Kein Soli-Lied für Fohrler

In der zweiten Hälfte der Sendung hört der Radiomann die Geschichte vom Zirkuselefanten, der anno 1866 im «Stedtli» mit einem Kanonenschuss hingerichtet wurde, weil er ausser Kontrolle geraten war. Der Moderator scheint im ersten Moment zu glauben, ihm werde ein Bär aufgebunden. Das traditionelle Solennitäts-Fest ist ebenfalls ein Thema, von dem er mehr erfahren will. Warum Murten seine blutige Schlacht feiere, will er wissen. «Auf Neuzuzüger kann das Fest komisch wirken», gibt Philippe Steffen zu, der Fohrler den Brauch erklärt. «Das klingt ein wenig militärisch», sagt der Radiomann, der gleich darauf seine einzige Niederlage des Tages einstecken muss: Die Murtnerin Brigitte Bosch weigert sich strikt, das Soli-Lied live im Radio vorzusingen.

«Murten ist ein wunderbares Schmucktruckli», lautet das Fazit von Dani Fohrler nach zwei Stunden. Seine Sendung war beste Unterhaltung. Solothurn sei der nächste Ort in der Serie «Treffpunkt Stadtgeschichten», kündigt der Solothurner Fohrler noch routiniert an, bevor er das Mikrofon zur Seite legt. Für ihn war Murten die letzte Destination, die er moderiert, wie er später gegenüber den FN feststellt und, als wäre er noch auf Sendung, von Murten weiterschwärmt: «Für mich war das heute ein schöner Schlusspunkt.»

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