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Ein zweites Mal Urs Schwaller folgen

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Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass am 18. Oktober Beat Vonlanthen in den Ständerat gewählt wird. Reicht ihm ein einziger Wahlgang? Er lacht. «Mein Staatsratskollege Georges Godel sagt immer:‹Wenn du denkst, du hättest gewonnen, hast du schon verloren.›» Er nehme den Wahlkampf ernst. «Ich hoffe, dass ich den Grossteil der Leute davon überzeugen kann, dass ich ein valabler Vertreter im Ständerat wäre.»

Obwohl er die Unsicherheiten jeder Wahl betont: Der CVP-Staatsrat scheint locker und entspannt. «Ich bin erstaunlicherweise nicht nervös», bestätigt er. Er befinde sich in einer positiven Anspannung und freue sich an den Debatten mit anderen Kandidaten und der Bevölkerung.

Der Sensler wurde 2004 in den Staatsrat gewählt, als Nachfolger seines Parteikollegen Urs Schwaller. Nun möchte er wiederum als dessen Nachfolger in den Ständerat gewählt werden. Wie wichtig ist es denn, dass Freiburg im Bundeshaus mit einem deutsch- und französischsprachigen Tandem vertreten ist, so wie derzeit durch den Sensler Schwaller und den französischsprachigen Christian Levrat von der SP? «Das ist sehr wichtig.» Das SP-CVP-Duo sei auch ausschlaggebend für den Erfolg von Freiburg in Bundesbern, wiederholt er das Mantra der beiden Parteien: «Unsere jetzige Vertretung im Ständerat ist komplementär und kann über Partei- und Sprachgrenzen hinaus Mehrheiten finden.» Damit dies auch weiterhin möglich sei, brauche es einen Vertreter von links und einen Vertreter von rechts, deutsch und welsch.

Wie wäre es denn für den Exekutivpolitiker, im Parlament zu sitzen? «Klar hätte ich etwas Herzschmerz, wenn ich Freiburg verlassen würde und meine Dossiers nicht mehr weiterführen könnte», sagt der Volkswirtschafts- und Energiedirektor. Auf eidgenössischer Ebene könnte er jedoch als Ständerat Rahmenbedingungen für die Kantone verbessern und Inputs geben, «ohne dies dann an der Front bis ins Detail konkretisieren zu müssen».

Als Vonlanthen im Jahr 2004 in die Kantonsregierung gewählt wurde, kam er an die Spitze der Baudirektion. In seine Zeit fiel ein wichtiger Volksentscheid: Die Abstimmung über den Baukredit der Poyabrücke. Das Volk sagte Ja zu 120 Millionen Franken Baukosten, und im Oktober 2014 wurde die Brücke–der neue Stolz Freiburgs–eingeweiht. Am Schluss beliefen sich die Baukosten für das Gesamtprojekt auf 211 Millionen Franken, und die erste freiburgischeParlamentarische Untersuchungskommission (Puk) untersuchte die Gründe für die grosse Differenz. Das Resultat: Kein Skandal, aber viele kleine Fehler hatten dazu geführt. So hatte die Baudirektion eine Kreditvorlage präsentiert, die auf einem Vorprojekt beruhte. Kostenabweichungen von 20 Prozent sind bei Vorprojekten durchaus üblich–doch wies die Baudirektion bei der Abstimmung nie darauf hin.

Bereits 2006 wechselte Vonlanthen zur Volkswirtschaftsdirektion. In diesem Amt schaffte er es, mitten in der jüngsten Sparrunde Millionen für die Off-Kampagne freizumachen, die zum Energiesparen aufruft. «Wir haben darüber im Staatsrat intensiv diskutiert», sagt Vonlanthen. Ihm sei eine weitsichtige Politik wichtig, und dazu gehöre das Energiesparen.

 In Energiefragen erlitt er aber auch schon Schiffbruch: Das neue Energiegesetz des Kantons Freiburg scheiterte 2012 an der Urne. Dass Elektroheizungen verboten werden sollten, passte einer knappen Mehrheit der Bevölkerung nicht. Der Grosse Rat winkte ein Jahr später das neue Energiegesetz ohne Verbot von Elektroheizungen durch.

Zum Fototermin mit den FN erschien der immer braun gebrannte Vonlanthen wie gewünscht im Freizeitlook. Helle Hose, Poloshirt: So fühle er sich wohl. Er trage auch bei der Arbeit nicht immer Krawatte. «Je länger, je seltener.» Für gewisse Anlässe sei die Krawatte wichtig. «Doch gerade bei Diskussionen ist eine entspannte Art besser, als zu steif zu sein.» Kommt der 58-Jährige nach Hause, wechselt er in Sportkleidung, «auch wenn ich zu 95 Prozent weiterarbeite».

Schon jetzt, als Staatsrat, arbeitet Vonlanthen jeden Tag bis in den Abend hinein sowie an den Wochenenden. Würde er in den Ständerat gewählt, würde er bis zu den kantonalen Wahlen im Herbst 2016 im Freiburger Staatsrat bleiben. Wäre das nicht zu viel? «Ich müsste die eine oder andere Aufgabe abgeben, wie das Kopräsidium der Hauptstadtregion Schweiz oder das Präsidium der Kantonalen Energiedirektorenkonferenz.» Machbar sei aber ein Jahr mit der Doppelfunktion, sagt er. «Es wäre anspruchsvoll, und ich müsste auf der privaten Seite zurückfahren.»

Vonlanthen ist bekannt für seinen Optimismus und seine Euphorie. Kennt er auch Krisen? «Sicher–jeder Mensch hat Krisen.» Er versuche jeweils, diese mit einem positiven Ansatz zu überwinden. «Jede Krise eröffnet auch Chancen für etwas Neues; so kommt man vorwärts.» Zurzeit befindet er sich aber nicht in einer Krise, sondern in einem eher gemütlichen Wahlkampf. Etwas Neues möchte er im Ständerat anpacken–ohne dafür erst eine Krise durchlaufen zu müssen.

Die FN porträtieren alleStänderatskandidaten. Bisher erschienen: Jacques Bourgeois (27.8.), Christian Levrat (3.9.), Ralph Alexander Schmid (10.9.), Patrick Castioni (10.9.).

Jede Krise eröffnet auch Chancen für etwas Neues.

Klar hätte ich etwas Herzschmerz, wenn ich Freiburg verlassen würde und meine Dossiers nicht mehr weiterführen könnte.

Unsere Vertretung im Ständerat ist komplementär und kann über Partei- und Sprachgrenzen hinaus Mehrheiten finden.

Gretchenfragen: Der Kandidat als Privatmensch

D ie FN wollen den Privatmenschen hinter den Ständeratskandidaten zeigen – und stellten darum auch unpolitische Fragen:

 

Was kochen Sie am besten? Wann standen Sie das letzte Mal am Herd?

Am liebsten mache ich Schweinsgeschnetzeltes mit Kartoffelstock und einem Gemüse. Gekocht habe ich zum letzten Mal am letzten Wochenende.

 

Was wollten Sie werden, als Sie ein Kind waren?

Ich wollte Schlagersänger werden.

 

Welche Jugendsünde bereuen Sie heute noch?

Als kleiner Bub habe ich mich einmal auf den Traktor gesetzt und den Motor angelassen; dann bin ich losgefahren, fast in einen Baum.

 

Haben Sie eine Macke? Welche?

Ich benutze recht viel Parfüm.

 

Machen Sie Selfies?

Ja. Ich habe sogar so einen Selfie-Stick erhalten; den habe ich aber noch nie benutzt. Bei der Diplomverleihung der Lehrabschlüsse habe ich beispielsweise Selfies gemacht.

 

Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben fürs Leben?

Ich bin ein Bauernbub. Da ist wichtig zu wissen, dass man Erfolg hat, wenn man viel arbeitet und die anderen achtet. Ich orientiere mich darum gerne an den «vier M» von Adolf Ogi: «Man muss Menschen mögen.» njb

Interessenbindungen

Energie und Wirtschaft im Mittelpunkt

CVP-Staatsrat Beat Vonlanthen ist Mitglied folgender Organisationen: Verwaltungsrat Groupe E AG (Vizepräsident); Verwaltungsrat Forces Motrices Hongrin-Léman; Vorstand Freiburger Tourismusverband; Vereinigung des Kantonalen Berufsbildungszentrums (Vorstandspräsident); ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit; Fribourgissima Image Fribourg (Präsident); Energissima (Präsident Organisationskomitee); Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (Präsident); Verein Swissinnovationpark; Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren; Konferenz der Kantonsregierungen; Westschweizer Regierungskonferenz; Hauptstadtregion Schweiz (Kopräsident des Vorstands und Geschäftsausschuss); EOS Holding (öffentlicher Beirat); Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren der Westschweiz; Greater Geneva Berne area; Versammlung der Regionen Europas; Fachhochschule Westschweiz.njb

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