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Einäscherung im Kanton

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Private planen in Vuisternens-en-Ogoz ein Krematorium für 6 Millionen Franken

Autor: Von REGULA SANER

«Der Tod ist ein Geschäft, aber um das geht es hier nicht», erklärte André Bovay, Trauerbegleiter am Mittwoch vor den Medien. Als er von Sarghändler Paolo Rossi auf das Projekt angesprochen worden sei, habe er gedacht: «Das hat was.» Denn es ermögliche den Hinterbliebenen auch im Falle von Kremationen das Abschiednehmen in einer dafür angemessenen Umgebung. Denn oft stünden diese mit dem Abtransport des Leichnams in ein ausserkantonales Krematorium im Leeren. Architekt Yves Grandjean vom Atelier A3 in Bulle war es denn auch wichtig, ein Eintauchen in eine Atmosphäre der Trauer zu ermöglichen. Gleichzeitig sollte der Bau nüchtern und religiös neutral daherkommen. Das Krematorium soll neben der Industriezone am Dorfrand zu stehen kommen, mitten im Grünen. «Der Ort ist prädestiniert für Momente der Ruhe und der Meditation», ist Grandjean überzeugt.

Krematorium für die Zukunft

Initiator des Projektes ist der Sarghändler Paolo Rossi aus Vuisternens-en-Ogoz. Sichtlich stolz präsentierte er die Pläne des 6 Millionen teuren Zentrums. Man habe das Krematorium für die nächsten 50 Jahre konzipiert. In den zwei Öfen mit je einem Filtersystem könnten bis zu 3000 Kremationen jährlich vorgenommen werden. Heute werden im Kanton Freiburg 1300 Personen oder 80 Prozent der Verstorbenen kremiert. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und den veränderten Bestattungsformen dürften die Kremationen noch zunehmen.Das Krematorium soll deshalb laut Rossi in jeder Hinsicht den modernen Ansprüchen einer Bestattung gerecht werden. So können die Trauernden die Verbrennung des Leichnams selber per Knopfdruck auslösen, sodann soll die Zeremonie zum Beispiel für Angehörige oder Freunde im Ausland per Internet übertragen werden können. Und jede Verbrennung wird gefilmt, als Beweis für Behörden oder Menschen, die Zweifel haben, dass wirklich die richtige Person kremiert wurde.Rossi betonte auch, dass das Krematorium weniger Emissionen verursachen würde als die Heizung eines Einfamilienhauses. Die Normen der Luftreinhaltung könnten bei Weitem eingehalten werden.

Bestatter gegen ein Monopol

Unterstützung erhält das Projekt auch von Seiten der Bestatter. So vom Bestattungsunternehmer Eric Conus aus Freiburg. Er begrüsst vor allem die Tatsache, dass das Krematorium nicht von einem einzigen Bestattungsunternehmen initiiert wird, sondern von verschiedenen Leuten aus der Branche. «Sonst hätte ein Bestattungsinstitut das Monopol, und die anderen hätten das Nachsehen.» Damit machte Conus auch deutlich, dass er gegen die Pläne des Bestattungsinstitutes Murith in Freiburg ist. «Die meisten der 20 Bestattungsunternehmen im Kanton denken so», behauptete Conus weiter.

Platz für zwei Krematorien?

Wie dem auch sei – zwei Krematorien im Kanton würden wohl kaum rentieren. Dennoch hat die Cineris SA diesen Fall bei der Budgetierung berücksichtigt, wie Geschäftsführer Paolo Rossi erklärte. Dabei gehen die Promotoren allerdings davon aus, dass die Bestattungsszene hinter ihnen steht, was bedeuten würde, dass Murith nur noch die 300 Kremationen seiner eigenen Klientel blieben. Ob Rossi da aber nicht die Rechnung ohne den Wirt macht? Wie Jean-Pierre Rossier von der Firma Murith auf Anfrage erklärte, werde das Bestattungsunternehmen sein Projekt im St. Leonhard nicht zurückziehen. «Wir warten zuerst den Entscheid der Stadt Freiburg ab, dann sehen wir weiter.»Murith will im Friedhof St. Leonhard einen Verbrennungsofen bauen, welcher laut Jean-Pierre Rossier die Kapazitäten für sämtliche Kremationen des Kantons hätte. Der Gemeinderat von Freiburg hat Murith dafür bereits ein Stück Land von 850 m2 im Baurecht für die Dauer von 50 Jahren versprochen. Noch ist dagegen aber eine Einsprache hängig. Danach muss auch noch der Generalrat grünes Licht für die Konzessionserteilung geben.

Noch nichts entschieden

Aber auch das Krematorium von Vuisternens-en-Ogoz hat noch einige Hürden zu nehmen. So muss es noch verschiedene Vorprüfungen, wie die Umweltverträglichkeitsprüfung, bestehen. Erst dann kann es öffentlich aufgelegt werden. Sollten keine Einsprachen eingehen, rechnet Paolo Rossi damit, das Krematorium im Jahr 2009 in Betrieb nehmen zu können.Was die Finanzierung angeht, ist diese laut den Promotoren grundsätzlich gesichert. Gemäss Rossi suche man aber noch nach besseren Finanzierungsbedingungen. Wer die Geldgeber neben den Banken sind, wollten sie allerdings nicht bekannt geben.Der Tod ist zwar nicht nur ein Geschäft, aber eben auch.

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