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Einblicke in die Techniken des Druckens

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Die gebürtige Pariserin Claire Zahnd, Absolventin der dortigen Kunsthochschule, hat es im Alter von zwanzig Jahren der Liebe wegen nach Freiburg verschlagen. Die Künstlerin, die sich vor allem auf Gravuren spezialisiert hat, suchte in ihrer Wahlheimat nach einem Rückzugsort, wo sie sich ihrem künstlerischen Schaffen widmen konnte. Fündig wurde sie in einem Haus zwischen den schroffen Felsen des Galterntals. Seit einigen Jahren befindet sich dort auch der Sitz des Vereins «Le Pilon à Os», in dem sich Zahnd engagiert. Ziel dieses Vereins ist es, das kunstinteressierte Publikum in die Gravurtechnik einzuführen.

Synergien nutzen

Die aktuelle Ausstellung im Gutenberg-Museum Freiburg kam durch eine Zusammenarbeit mit dem Verein «Le Pilon à Os» zustande. «Diese Synergie ist ein Glücksfall für uns», sagte Stefan Ledergerber, Direktor des Museums, an der gestrigen Pressekonferenz erfreut. Dass nur einen Steinwurf vom Museum entfernt die Gravurtechnik auf höchstem Niveau vermittelt und gepflegt werde, sei für das Museum eine tolle Sache.

Verschiedene Techniken

Der Titel der neuen Ausstellung – «Zwischen Hoch- und Tiefdruck» – spielt auf die verschiedenen Drucktechniken an. «Die Frage ist immer: Wo befindet sich die eingefärbte Stelle auf der Druckform?», erklärte Stefan Ledergerber, als ausgebildeter Polygraf ein Kenner seines Fachs. Bei einem Holzschnitt wird beispielsweise die ursprüngliche, nicht eingravierte Oberfläche des Druckkörpers mit der Druckfarbe bestrichen. Der Abdruck eines Holzschnitts wird folglich als Hochdruck bezeichnet. Anders sieht es bei einem Kupferstich aus: Hier kommt die Druckfarbe in die eingravierten Stellen. Das zu bedruckende Papier wird danach richtiggehend in die Vertiefungen auf der Kupferplatte gedrückt. Dies ist ein Beispiel für Tiefdruck. Diese beiden Verfahren werden in der Austellung veranschaulicht.

Ein wichtiger Teil des Schaffens von Claire Zahnd kommt ihren jüngeren und älteren Schülern zugute. «Mein jüngster Schüler ist nur gerade acht Jahre alt», sagte die Künstlerin. In einem separaten Raum sind verschiedene Werke ihrer Schüler ausgestellt. Es sei bewundernswert, wie talentiert sie seien. Denn man dürfe nicht vergessen: «Bei Gravuren kommt erschwerend hinzu, dass alles spiegelverkehrt auf die Druckform eingraviert werden muss.»

An gewissen Tagen wird Claire Zahnd mit einigen ihrer Schüler direkt im Museum arbeiten. Auch interessierte Besucher erhalten drei Mal die Gelegenheit, sich in der Gravurtechnik zu üben.

Gutenberg-Museum, Liebfrauenplatz 16, Freiburg. Bis am 8. November. Mi., Fr. und Sa. 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr, So. 10 bis 17 Uhr. Infos und Rahmenprogramm unter: www.gutenbergmuseum.ch

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