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Einbürgerung leicht gemacht

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Bald wird sich die Konversation über mein Nicht-Schweizer-Sein erübrigen. Egal, wo und bei wem ich mich vorstelle, bekomme ich sogleich die Frage gestellt: «Was!? Du bist kein Schweizer?» Anscheinend sehe ich nicht wie ein Ausländer aus, rede nicht wie ein Ausländer, verhalte mich «klassisch schweizerisch». Als ob alle Ausländer gleich aussehen, gleich reden und sich gleich verhalten würden. Doch nach einem fast dreijährigen Prozess, dem berüchtigten Einbürgerungstest, sowie einem unüberschaubaren Bürokratiedschungel werde ich diesen Satz nicht mehr hören müssen. Denn im kommenden Monat werde ich endlich Schweizer Bürger.

23 Jahre Leben. 23 Jahre Schweiz. Dass es schliesslich so lange dauerte, bis offiziell anerkannt ist, dass ich in diesem Land integriert und verankert bin, hätte ich nicht gedacht. Schweizerdeutsch spreche ich besser als irgendeine andere Sprache, und ich habe wohl mehr Freiburger Fondue in meinem Leben gegessen, als mir das meine Sommerfigur je verzeihen könnte.

Es sind meistens nicht gierige, fremde Hände, die sich den roten Pass krallen wollen, wie uns dies immer wieder gewisse Abstimmungsplakate weiss machen wollen. Nein, der begehrte rote Pass ist eine Chance für Leute wie mich, um bestätigen zu können, was eigentlich schon immer klar war. Ich gehöre zur Schweiz, und sie zu mir. Die Einbürgerung symbolisiert auch einen Wunsch nach Gewissheit, Standhaftigkeit und nach einer gewissen Verwurzelung.

Der lange Prozess war nicht immer leicht. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass das Land, das mir mehr als zwanzig Jahre lang Heimat war, daran zweifelt, ob es mich definitiv akzeptieren soll oder nicht. In diesem postfaktischen Zeitalter sollte es doch eigentlich egal sein, ob man sich als Schweizer fühlt oder auch einer ist. Doch Mitbestimmung und Teilhabe an den gesellschaftlichen Entscheidungen sind den grossen Aufwand, um endlich den roten Pass in den Händen halten zu können, allemal wert.

Ab nächstem Monat ist es also so weit. Dann werde auch ich als Schweizer mal einen Abstimmungssonntag verschlafen dürfen und mich nicht jedes Mal darüber ärgern müssen, «was die da schon wieder (kaputt-)machen». Dann werde ich mich auch hoch offiziell über meine Landsleute im Ausland aufregen dürfen. Echt jetzt, Schweizer sind überall. Gehen Sie irgendwo in die Ferien, und hören Sie mal genau hin, wie lange es dauert, bis Sie Schweizerdeutsch hören. Bei mir sind es durchschnittlich siebenundzwanzigeinhalb Sekunden.

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