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Eine Baustelle an prominenter Lage

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Baustelle der Saatzucht Düdingen ist eine, die auffällt. Sie ist direkt an der SBB-Linie gelegen und 28 Meter hoch. An dieser zentralen Lage baut die Saatzucht ihr Arbeitssilo aus und erneuert gleichzeitig einen Grossteil der Infrastruktur. Zurzeit befinden sich die Arbeiten in der Hauptphase. «Wir sind im Zeitplan», sagt Geschäftsleiter Oswald Perler. Die Saatzucht muss den 6,5-Millionen-Franken-Ausbau abgeschlossen haben, bevor die Landwirte im Sommer ihr Getreide abliefern. «Deshalb wollen wir Mitte Juni bereit sein und Testläufe gemacht haben», so Perler. Denn die Saatzucht stockt nicht einfach nur auf, sie ersetzt auch die komplette Anlage für die Saatgutreinigung und installiert eine neue Steuerung.

Der Dreh- und Angelpunkt

«Der Saatgetreidereiniger ist das Nadelöhr des Saatgutbetriebs», so Perler. Mit dem Baukran ist die tonnenschwere Anlage auf die Etage in der oberen Hälfte des Silos gehievt worden. Dies war möglich, weil die bestehenden Gebäudeteile bis auf 15 Meter hinab abgerissen wurden. Von Oktober bis Ende Dezember liefen die Abbrucharbeiten, Anfang Januar wurde dann mit dem Aufbau der neuen Stahlkonstruktion begonnen. Am anliegenden Turm, dem 45 Meter grossen Hochsilo, wird im Innern nichts verändert; die West-Fassade erhält einen neuen Anstrich.

Mehr Platz für Angestellte

Die neue Anlage ist leistungsfähiger und erlaubt es der Genossenschaft, das angelieferte Getreide effizienter zu verarbeiten. 140 Getreidebauern aus der Region liefern jährlich eine Gesamtmenge von 10 000 bis zu 12 000 Tonnen–hauptsächlich Getreide, aber auch Eiweisserbsen und Sojabohnen–an. Aus diesem wird das Saatgut herausgewonnen. Die erneuerte Technik sei vorab für die Mitarbeiter eine Entlastung, sagt Oswald Perler. Die Arbeitsqualität werde steigen, da sie in Zukunft mehr Platz zur Verfügung hätten, mit modernen Geräten arbeiten könnten und dank der erhöhten Kapazität auch weniger Nachtschichten nötig sein werden. Die Saatzucht beschäftigt 16 Voll- und 13 Teilzeit-Angestellte.

 Eine weitere Herausforderung bei den Bauarbeiten am Arbeitssilo ist die unmittelbare Nähe zu den Bahngeleisen. Sollte irgendetwas vom Gerüst hinunterfallen, könnte dies verheerende Folgen haben. «Wir mussten deshalb unter Vorgabe der SBB viele Sicherheitsvorkehrungen treffen», erklärt Perler. Eine davon ist die Installation eines Schutzgerüstes direkt entlang des Trassees. Zudem musste der Baukran so geeicht werden, dass die Laufkatze gar nicht erst bis auf die Höhe der Bahnlinie hinausfahren kann. Der Kran steht auf dem Boden der benachbarten Ziegelei. Das Einvernehmen mit den Verantwortlichen vor Ort sei sehr gut, betont er. Nach der langwierigen Vorgeschichte mit Beschwerden der Besitzer der Ziegelei (siehe Kasten) ist Oswald Perler erleichtert darüber, dass die Saatzuchtgenossenschaft den Ausbau nun realisieren kann. «Wir haben bewusst mit anderen Investitionen am Gebäude zugewartet.» Die letzte liegt 27 Jahre zurück. Dass die Genossenschaft Konzessionen beim Bauvolumen eingehen musste, damit die Besitzer der Ziegeleien Freiburg und Lausanne AG ihre Beschwerde beim Kantonsgericht zurückzieht, damit kann Perler leben. Er verhehlt aber nicht, dass ein bisschen mehr Silovolumen im Innern des neuen Stahlkomplexes der Saatzucht noch mehr Luft verschafft hätte. Das ändere aber nichts daran, dass der Ausbau eine bedeutende Investition in die Zukunft der Saatzucht sei. «Wir besitzen bald eine der modernsten Anlagen derSchweiz», sagt Perler.

Verzögerung: Kredit musste erhöht werden

I m Juli 2010 hatte die Saatzucht Düdingen das Baugesuch für die Erweiterung des Arbeitssilos eingereicht. Einsprachen der Ziegeleien Freiburg und Lausanne AG, der das angrenzende Grundstück gehört, führten zu einem Rechtsstreit bis vor Kantonsgericht. Die Ziegelei befürchtete, das Projekt könne zu einer Wertminderung ihres Geländes führen, vor allem wegen des Schattenwurfs und wegen des Verkehrs. Schliesslich trafen die Parteien im August 2013 im Rahmen einer privatrechtlichen Regelung eine Vereinbarung, die den Rückzug der Einsprache zur Folge hatte (die FN berichteten). Das Projekt musste daraufhin aber angepasst werden. Der im Frühjahr 2010 von den Genossenschaftern gesprochene Kredit von fünf Millionen Franken reichte nicht mehr aus. An einer ausserordentlichen Versammlung im Januar 2014 genehmigten die Genossenschafter die Krediterhöhung um 1,5 auf 6,5 Millionen Franken. ak

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