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Eine bewegende Amtshandlung

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Eine bewegende Amtshandlung

Mit der Übergabe der Verfassung hat der Verfassungsrat seinen Auftrag erfüllt

Der Verfassungsrat hat die von ihm ausgearbeitete und vom Volk am 16. Mai angenommene Verfassung dem Staatsrat übergeben. Nun liegt der Ball wieder bei der Regierung und beim Grossen Rat, welche jetzt die Umsetzung des neuen Grundgesetzes an die Hand nehmen müssen. Dieses tritt am 1. Januar 2005 in Kraft.

Von WALTER BUCHS

Im früheren Kurhaus und heutigen Hotel/Restaurant Les Colombettes oberhalb von Vuadens, wo Abbé Joseph Bovet das «Vieux Chalet» komponiert haben soll, hat sich der Verfassungsrat am Mittwochabend zu seiner allerletzten offiziellen Sitzung versammelt. Verfassungsratspräsident Adolphe Gremaud, Villars-sur-Glâne, gab dabei bekannt, dass seit der Wahl des Verfassungsrates am 12. März 2000 235 Kommissionssitzungen, 58 Plenarversammlungen und 31 Büro-Sitzungen stattgefunden haben. Er sei sehr froh, dass sowohl Termine als auch Budget hätten eingehalten werden können.

«Moderner und zeitgemässer Text»

Für den vierten und letzten Präsidenten des Verfassungsrates ist der vom Volk vor genau einem Monat gutgeheissene Text von einem Geist der Öffnung geprägt und zukunftsgerichtet. Freiburg habe eine neue Verfassung gewagt. Das Bild eines konservativen Kantons sei nun definitiv überholt.

Auch Staatsratspräsident Michel Pittet ist überzeugt, dass der Kanton jetzt über «eine zeitgemässe Grundcharta verfügt, die modern und an die heutigen und künftigen Bedürfnisse angepasst ist». Mit der Annahme an der Abstimmung habe das Volk die Qualität dieses Werkes anerkannt, dem er ein langes Bestehen wünschte. Jetzt sei es Aufgabe der kantonalen Behörden, diese neue Verfassung in Kraft und umzusetzen. Dabei wies er darauf hin, dass namentlich gewisse organisatorische Bestimmungen relativ schnell konkretisiert werden müssten.
Staatsratspräsident Pittet gestand im Weiteren, dass die Entgegennahme der neuen Verfassung für ihn zugleich ein einmaliger, bewegender und feierlicher Moment sei. Es sei für ihn «ein historisches Privileg», dass er sich an der Ausarbeitung der neuen Verfassung beteiligen durfte und diese nun als Staatsratspräsident entgegennehmen könne.

Zum ersten und letzten Male durfte auch Generalsekretär Antoine Geinoz eine Ansprache vor dem Verfassungsrat halten. Er hatte ausdrücklich darum gebeten. Für ihn sei es ein einmaliges Erlebnis gewesen, die Entstehung der neuen Verfassung so hautnah miterleben zu können. Er habe dabei viel gelernt. Er wisse auch, dass nicht alles, was in der Verfassung steht, allen passen kann; sei aber überzeugt, dass die Freiburger Bevölkerung nun die Möglichkeit habe, «die Öffnung nach innen zu erleben».

Worte des Dankes

Antoine Geinoz bedankte sich bei den Verfassungsräten für das Vertrauen, die Unterstützung und das Verständnis, das ihm entgegengebracht wurde, und bei den Deutschsprachigen für die Nachsicht dem französischsprachigen Generalsekretär gegenüber. Ein grosses Kränzchen wand er dem Personal des Sekretariates, das in all den Jahren seine Vielseitigkeit und Beweglichkeit unter Beweis gestellt habe. Besonders die Verwaltungsmitarbeiterin Julia Brügger habe zu jeder Zeit als «gute Fee» das Unmögliche möglich gemacht, was von den Verfassungsräten mit einem lang anhaltenden Applaus quittiert wurde.

Kurz bevor er die Auflösung des Verfassungsrates verkündete und alle noch einen Imbiss geniessen konnten, unterstrich auch Präsident Adolphe Gremaud, dass alle entscheidend zum Erfolg beigetragen hätten. Nach seiner Beobachtung hätten sich alle Beteiligten mit «Ernsthaftigkeit, Begeisterung, Verstand und Weitsicht» eingesetzt und hätten somit den Auftrag des Volkes erfüllt.

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