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Eine Bibliothek für die Zukunft

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Läuft alles nach dem Plan der kantonalen Direktion für Erziehung, Kultur und Sport, wird die Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg ab dem Jahr 2023 eine fast doppelt so grosse Nutzfläche zur Verfügung haben wie heute, dreimal mehr Arbeitsplätze und einen Freihandbereich mit einer Kapazität von 300 000 Bänden. Gestern hat die Direktion von Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP) den Medien das ambitionierte Aus- und Umbauprojekt für die Bibliothek vorgestellt. Dieses sieht die Restaurierung des aktuellen, historischen Gebäudes aus dem Jahr 1910 sowie die Errichtung von zwei Erweiterungsbauten vor. Die Gesamtkosten sollen sich laut Staatsrat auf 79 Millionen Franken belaufen. Das Projekt untersteht damit dem obligatorischen Finanzreferendum und soll im Juni 2018 vors Volk kommen.

«Die Bibliothek neu denken»

Es handle sich um ein grosses, aber dringend notwendiges Projekt, so Jean-Pierre Siggen. Die Dringlichkeit betreffe zum einen die Bedürfnisse der Bibliothek und ihrer Nutzer, die nicht mehr zeitgemäss erfüllt werden könnten. Zum anderen gehe es um das Gebäude selbst, das sich in einem schlechten Zustand befinde, was auch die Konservierungsbedingungen beeinträchtige.

«Es reicht nicht aus, an dem bestehenden Gebäude zu pflastern», ergänzte Siggens Regierungskollege Jean-François Steiert (SP), Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektor. «Wir müssen die Bibliothek neu denken, um den heutigen Ansprüchen und Prozessen zu genügen.» Diese Denkarbeit hat das Lausanner Architektur­büro Butikofer/de Oliveira/Vernay verrichtet, das mit seinem Projekt «Jardins cultivés» 2010 den Architekturwettbewerb gewonnen hat. Die Pläne sehen zwei Neubauten vor: eine Erweiterung zwischen der St.-Michaels-Gasse und dem Park hinter der Bibliothek mit fünf oberirdischen und drei unterirdischen Geschossen und eine Erweiterung an der Joseph-Piller-Strasse mit fünf oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen. Das ganze Projekt sei geprägt von der Verbindung zum Park und von der maximalen Nutzung des Tageslichts, sagte Architekt Serge Butikofer.

Die neue Bibliothek wird eine Nutzfläche von fast 15 000 Quadratmetern aufweisen – heute sind es gut 8000 Quadratmeter. Die Anzahl Arbeitsplätze wird von aktuell rund 300 auf rund 900 steigen. Dabei handelt es sich um 750 individuelle Plätze und 150 Plätze in Gruppenräumen. Ein wichtiger Teil des Projekts sei der massive Ausbau des Freihandbereichs, betonte Regula Feitknecht, Stellvertretende Direktorin der Bibliothek. Dazu kommen Verwaltungsräume, eine Cafeteria, Räume für kulturelle Aktivitäten und Lagerräume mit Reserven für die nächsten dreissig Jahre.

Der Staatsrat will das Projekt noch diesen Dezember vor den Grossen Rat bringen. 2018 sollen die Volksabstimmung und die Baubewilligung erfolgen. Im Frühling 2019 werden die aktuellen Räume für den Umbau komplett leer geräumt. Die Bauarbeiten werden direkt anschliessend beginnen und bis 2023 dauern. Der Betrieb der Bibliothek wird in dieser Zeit in provisorische Räume verlegt.

Zahlen und Fakten

Bald eine Lösung für das Aussendepot?

Als die Kantons- und Universitätsbibliothek 1910 gebaut wurde, zählte die Universität Freiburg gerade einmal 350 Studenten. Heute sind es über 10 000 Studierende, und die Bibliothek verzeichnet 250 000 Eintritte und 500 000 Ausleihen pro Jahr. Um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, lancierte der Staatsrat 2009 den Architekturwettbewerb für den seit 2001 geplanten Ausbau. 2013 musste das Siegerprojekt angepasst werden, weil der benachbarte Garten des Albertinums nicht mehr zur Verfügung stand. Die Arbeiten für den Um- und Ausbau sollen von 2019 bis 2023 dauern. In dieser Zeit müssen die in der Bibliothek gelagerten Dokumente auswärts deponiert werden. Für einen Teil der Dokumente könnte dann schon das geplante interinstitutionelle kantonale Kulturgüterdepot zur Verfügung stehen. Nachdem das Projekt in der Buchbinderei Schumacher in Schmitten gescheitert ist, stehen laut Staatsrat Jean-François Steiert derzeit drei neue Möglichkeiten in der engeren Auswahl. Wie das Bibliotheksprojekt soll auch das Dossier für das künftige Aussendepot im Dezember vor den Grossen Rat kommen.

cs

 

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