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Eine Budgetberatung ist die beste Schuldenprävention

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als Marianne Hauser im Juli 2005 den Grundstein für eine Budget-Beratungsstelle für den oberen und mittleren Sensebezirk mit Standort in Plaffeien legte, hätte sie wohl kaum gedacht, dass diese Beratungsstelle innert neun Jahren zu einer unverzichtbaren Dienstleistung heranwachsen würde. Nicht nur zahlreiche Klienten aus dem ganzen Sensebezirk nehmen das Angebot inzwischen in Anspruch, sondern auch solche aus den umliegenden Bezirken und aus der Stadt Freiburg.

 

 Marianne Hauser, Ihre Budget-Beratungsstelle wird rege beansprucht. Welche Personen suchen Sie auf?

Es kommen Ratsuchende aller Altersklassen mit unterschiedlichsten Hintergründen zu mir: Lernende, verheiratete Paare, Paare, die sich trennen, Konkubinatspaare, Alleinerziehende, Personen, die ein Eigenheim kaufen möchten, ältere Menschen vor der Pensionierung, aber auch Menschen, die ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Die Aufzählung liesse sich beliebig fortsetzen.

 

 Ist eine neue Tendenz erkennbar?

Junge Menschen suchen vermehrt die Beratungsstelle auf, sei es, weil sie von den Eltern geschickt werden oder selber interessiert sind, wie man ein Budget erstellt. Eine markante Zunahme verzeichne ich auch beim Erstellen von Trennungs- und Konkubinatsbudgets, bei Budgets für Alleinerziehende und–leider – bei Situationen mit überschuldeten Familien.

 

 Kann man den Umgang mit Geld lernen?

Auf jeden Fall! Ich erachte es als sehr wichtig, dass Kinder bereits ab der ersten Schulklasse auf das Thema Geld sensibilisiert werden. Wenn man den Kindern regelmässig ein angemessenes Taschengeld gibt, bietet man ihnen die Möglichkeit, den Wert des Geldes kennenzulernen – und nur so lernen sie auch, später sorgsam damit umzugehen. Glücklicherweise wird dies vermehrt auch in den Schulen thematisiert.

 

 Kommen die Leute freiwillig?

In den meisten Fällen, ja. Es kommt allerdings vor, dass zum Beispiel Eltern, der Partner, die Partnerin oder der Arbeitgeber Druck ausüben, bis die betroffene Person die Beratung aufsucht. Oft empfehlen auch Ärzte, Banken oder Institutionen wie Sozialdienste das Aufsuchen der Budget-Beratungsstelle. Eine auf gegenseitigem Vertrauen basierende Zusammenarbeit, die Akzeptanz und der Wille des Klienten sind jedoch für einen langfristigen Erfolg unbedingt notwendig.

 

 Werden Ihre Tipps und Empfehlungen eingehalten?

Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Dabei spielt die Budgetumsetzung eine sehr wichtige Rolle. Wie muss ich vorgehen, damit nicht «Mitte Monat schon wieder kein Geld mehr vorhanden ist», wie kann ich «dem Geld den Weg weisen», wie viele Konten soll ich führen, soll ich mit Bargeld oder mit der Kreditkarte bezahlen … Dies sind alles Fragen, die ich in jeder Beratung anspreche und mit den Ratsuchenden in der Folge einen für sie umsetzbaren Plan erstelle. Natürlich gibt es auch Misserfolge; oft fehlt es nicht am guten Willen, sondern der Weg zum Ziel muss angepasst werden. Das Ziel einer Beratung ist nach Möglichkeit immer die Begleitung zur Selbständigkeit sowie Eigenverantwortung und nicht die Verwaltung.

 

 Wie viele Klienten beraten Sie jährlich?

Ich führe jährlich zwischen 80 bis 90 neue Beratungen durch. Oft genügt eine ein- bis zweimalige Beratung. Bei komplexeren Fällen übernehme ich auch Budgetbegleitungen und/oder Lohnverwaltungen über einen längeren Zeitraum, beispielsweise nach einer Schuldensanierung. Zurzeit berate und begleite ich mehr oder weniger regelmässig 26 Personen/Familien.

 

 Was hat sich in den letzten Jahren verändert?

Die Problematik rund ums Geld hat sich nicht wesentlich verändert. Ich stelle jedoch fest, dass dem gesellschaftlichen Druck, immer das Neuste und Beste haben zu wollen, sowie mit tollen Ferien auftrumpfen zu müssen, vermehrt nachgegeben wird. Dies führt in nicht wenigen Fällen in ein finanzielles Desaster. Es werden langjährige Leasing-Verträge abgeschlossen, teure Konsumkredite aufgenommen und immer öfter im Internet sogenannte Schnäppchen bestellt–und erst im Nachhinein macht man sich Gedanken, wie diese Verpflichtungen finanziert werden sollen.

 

 Was kostet die Beratung?

Die erste Beratung kostet ein Prozent des monatlichen Nettoeinkommens, aber mindestens 60 Franken. In Notfällen wende ich einen reduzierten Tarif an oder kann das Honorar ganz erlassen. Eine Beratung sollte für alle erschwinglich sein. Weitere Beratungen werden nach Aufwand verrechnet.

 

 Was war Ihr schönstes Erlebnis in diesen Jahren?

Es gab und gibt viele schöne, berührende und lustige Erlebnisse. Über jeden Erfolg, jede Wertschätzung und jedes Dankeschön freue ich mich sehr.

Zur Person

Budget-Beraterin im Sensebezirk

Marianne Hauser ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und wohnt in Recht-halten. Die Weiterbildung zur Budgetberaterin hat sie im Jahr 2005 unter dem Dachverband Budgetberatung Schweiz absolviert. Im Februar 2012 unterzeichnete sie mit Caritas Freiburg einen Zusammenarbeitsvertrag, im April 2012 übernahm Caritas Freiburg die Trägerschaft. Eine weitere Zusammenarbeit besteht mit Impuls Seebezirk. Zurzeit laufen Abklärungen für die langfristige Sicherung der Budget-Beratungsstelle.bm

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